Aigle, Alma de l' (Bestand)
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BArch N 1021
call number: N 1021
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> A
1919 1958
Geschichte des Bestandsbildners: Hinrich Jantzen, Namen und Werke. Biographien und Beiträge zur Soziologie der Jugendbewegung 2 (1973), S. 23-28 Pädagogin, Schriftstellerin
Bestandsbeschreibung: Vorwiegend sozialpolitischer Schriftwechsel, insbesondere mit Wichard von Moellendorff und Theodor Haubach. (Stand: 1977) Pädagogin, Schriftstellerin
Inhaltliche Charakterisierung: Vorbemerkung
Alma de l'Aigle(s), geb. 18. Febr. 1889 im Hamburg, gest. März 1959 dortselbst, war zeit ihres Lebens bis zu ihrer (wegen Krankheit vorzeitigen) Pensionierung 1950 als Volksschullehrerin in ihrer Vaterstadt tätig. Sie besaß außer schriftstellerischen Gaben und Neigungen (Gesamtverzeichnisihrer Bücher vgl. in Nr. 4 des Nachlasses) auch politische Interessen. Nach dem 1. Weltkrieg stand sie gemäßigten sozialistischen Gedankengängen und insbesondere der sozialistischen Jugendbewegung nahe, ohne sich allerdings parteipolitisch festzulegen; der SPD gehörte sie nur zeitweilig an, nach 1949 war sie vorübergehend Mitglied der GVP (Gesamtdeutsche Volkspartei) und Kämpfer gegen die Aufrüstung der Bundesrepublik.
Der sehr umpfangreiche Nachlass gelangte ursprünglich lt. testamentarischer Verfügung vollständig ins Bundesarchiv (Zug.Nr. 35/1959). Der größte Teil davon, der sich vorwiegend auf pädagogische, häusliche und hauswirtschaftliche Angelegenheiten bezog, war jedoch ohne historische Bedeutung und wurde kassiert. Das Material betr. Jugendfragen wurde einem Wunsche der Nachlasserin entsprechend dem Ludwigstein-Archiv der deutschen Jugendbewegung überlassen. Abgetrennt vom Nachlass wurden ferner die darin enthaltenen Bücher sowie alle Flugblätter, Plakate und Broschüren, die zumeist die Zeitgeschichtliche Sammlung erhiet. Schließlich erfolgte noch die Aussonderung der Materialien, die aus der Tätigkeit der Nachlasserin als Gutachterin bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften erwachsen waren. Diese Unterlagen wurden an unsere Abteilung II abgegeben.
Der Nachlass erhält seine archivalische Bedeutung vor allem durch den Schriftwechsel mit Wichard v. Moellendorff und Theo Haubach, zu denen Alma de l'Aigle aus ihren sozialistischen Bestrebungen heraus in teilweise engere freundschaftliche Beziehungen getreten war.
Koblenz, 1960
Archivrat
Fitsch
Zitierweise: BArch N 1021/...
Bestandsbeschreibung: Vorwiegend sozialpolitischer Schriftwechsel, insbesondere mit Wichard von Moellendorff und Theodor Haubach. (Stand: 1977) Pädagogin, Schriftstellerin
Inhaltliche Charakterisierung: Vorbemerkung
Alma de l'Aigle(s), geb. 18. Febr. 1889 im Hamburg, gest. März 1959 dortselbst, war zeit ihres Lebens bis zu ihrer (wegen Krankheit vorzeitigen) Pensionierung 1950 als Volksschullehrerin in ihrer Vaterstadt tätig. Sie besaß außer schriftstellerischen Gaben und Neigungen (Gesamtverzeichnisihrer Bücher vgl. in Nr. 4 des Nachlasses) auch politische Interessen. Nach dem 1. Weltkrieg stand sie gemäßigten sozialistischen Gedankengängen und insbesondere der sozialistischen Jugendbewegung nahe, ohne sich allerdings parteipolitisch festzulegen; der SPD gehörte sie nur zeitweilig an, nach 1949 war sie vorübergehend Mitglied der GVP (Gesamtdeutsche Volkspartei) und Kämpfer gegen die Aufrüstung der Bundesrepublik.
Der sehr umpfangreiche Nachlass gelangte ursprünglich lt. testamentarischer Verfügung vollständig ins Bundesarchiv (Zug.Nr. 35/1959). Der größte Teil davon, der sich vorwiegend auf pädagogische, häusliche und hauswirtschaftliche Angelegenheiten bezog, war jedoch ohne historische Bedeutung und wurde kassiert. Das Material betr. Jugendfragen wurde einem Wunsche der Nachlasserin entsprechend dem Ludwigstein-Archiv der deutschen Jugendbewegung überlassen. Abgetrennt vom Nachlass wurden ferner die darin enthaltenen Bücher sowie alle Flugblätter, Plakate und Broschüren, die zumeist die Zeitgeschichtliche Sammlung erhiet. Schließlich erfolgte noch die Aussonderung der Materialien, die aus der Tätigkeit der Nachlasserin als Gutachterin bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften erwachsen waren. Diese Unterlagen wurden an unsere Abteilung II abgegeben.
Der Nachlass erhält seine archivalische Bedeutung vor allem durch den Schriftwechsel mit Wichard v. Moellendorff und Theo Haubach, zu denen Alma de l'Aigle aus ihren sozialistischen Bestrebungen heraus in teilweise engere freundschaftliche Beziehungen getreten war.
Koblenz, 1960
Archivrat
Fitsch
Zitierweise: BArch N 1021/...
Aigle, Alma de l', 1889-1959
22 Aufbewahrungseinheiten; 0,3 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Besondere Benutzungsbedingungen: Die Benutzung unterliegt keinen anderen Beschränkungen als der Beachtung von Persönlichkeitsschutzrechten Betroffener und schutzwürdiger Belange Dritter.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ