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Die kaiserlichen Kommissare des Klosters Fulda, Heinrich [von
Bobenhausen], Hochmeister des Deutschen Ordens, und Johann Achilles
Ilsung zu Kunber...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1581-1590
1583 Februar 23
Ausfertigung, Pergament, zwei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel (beide beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geben Fulda Sambstags den drey unndzwantzigsten Februarii im funffzehenhunderten drei unnd achtzigsten iahr
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Die kaiserlichen Kommissare des Klosters Fulda, Heinrich [von Bobenhausen], Hochmeister des Deutschen Ordens, und Johann Achilles Ilsung zu Kunberg (Khunenberg) und Linda, bekunden, dass sie Philipp Henn als Lehnsträger, dessen Ehefrau Elisabeth und ihre Erben mit einer Hälfte einer Wiese, genannt die Ditzelgroß, in der Wüstung Oberrhina zwischen Haun und Rothenkirchen dauerhaft belehnt haben. Mit der anderen Hälfte der Wiese sind Adam Herd (Hert) und dessen Ehefrau Katharina sowie Kaspar Kahl belehnt worden. Die Wiese, ein Rodungsgut, ergibt jährlich vier Fuder Heu. Philipp Henn ist bereits zuvor mit seiner Hälfte der Wiese laut besiegelter Urkunde belehnt gewesen. Adam Herd und Kaspar Kahl haben ihre Hälfte der Wiese nach dem Tod ihres Vaters und Großvaters Philipp Herd geerbt. Philipp Henn hat für sich und die anderen Lehnsträger einen jährlichen Erbzins von 25 Böhmischen [Groschen] Fuldaer Währung und ein Festbrot (schonbrodt) im Wert von einem Gnacken an Michaelis [September 29] in die Burg Haun zu entrichten. Wenn zwischen den Lehnsträgern Streitigkeiten über die Wiese entstehen, dürfen sie nur vor dem ordentlichen Gericht des Klosters verhandelt werden. Appelieren die Lehnsträger an ein fremdes Gericht, ist diese Urkunde ungültig und das Lehen fällt zur neuerlichen Belehnung heim. Die Lehnsträger haben Folge, Steuer und Dienst zu leisten und bei Heimfall des Lehens Lehnrecht und Handlohn entrichten. Andere Rechte des Klosters bleiben von dieser Belehnung unberührt. Wenn das Gut später verkauft werden sollte, erhalten die nächsten Verwandten [von Philipp Henn und dessen Ehefrau] das Vorkaufsrecht. Ankündigung des Sekretsiegels des Hochmeisters Heinrich und des Siegels Johann Achilles'. Ausstellungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: [[jpg:hstam/Urk. 75/Urk. 75 Reichsabtei Fulda...
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Nach dem Tod Philipp Henns ist Marx Lautenbach neuer Lehnsträger geworden. Er und Heinrich (Heintz) Lips haben für die Wiese acht Gulden Empfang gezahlt. (J[ohann] H[artmann] Scheffer kuchen/meister subscripsi). 1589 Juli 1. (... den 1ten Iulii anno etcetera 89). - Nach dem Tod Marx Lautenbachs sind dessen sechs Kinder Lehnsträger der halben Wiese geworden und haben vier Gulden Empfang bezahlt. Heinrich (Heintz) Lautenbach hat für die andere Hälfte der Wiese 4,5 Gulden Empfang gezahlt. (J[ohann] H[artmann] Scheffer kuchen/meister subscripsi). 1597 Mai 28. (... den 28ten Maii anno 97).
Vermerke (Urkunde): Siegler: Hochmeister Heinrich, Johann Achilles Ilsung
Gnacken sind geringhaltige Groschen.
Zur Wüstung Oberrhina Reimer, Historisches Ortslexikon, S. 385.
Johann Achilles I. Ilsung stammte aus einem Augsburger Patriziergeschlecht und stand zu Lebzeiten in mehreren Ämtern im Reichsdienst unter Maximilian II. und Rudolf II. Neben der Stellung eines Reichskommissars bekleidete er auch die Würde eines Landvogts in Schwaben und Neuburg am Rhein sowie das Amt des Reichspfennigmeisters, vgl. ADB 14, S. 34 f. und NDB 10, S. 142.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.