Freiherr Johann Georg von und zu Wernau, Herr zu Dießen, Dettlingen, Bittelbronn, Baisingen, Bieringen und Pfauhausen, kaiserlicher Rat und Direktor der Reichsritterschaft in Schwaben Orts am Neckar und Schwarzwald, hat durch seinen Vogt zu Bieringen Hans Jerg Oschwaldt den kaiserlichen Notar Johann Philipp Dangelleisen von Villingen, wohnhaft in der kaiserlichen oberösterreichischen Stadt Rottenburg, nach Dießen gebeten, wo Dangelleisen am Abend des 27. Juni (Montag) angekommen ist. Am nächsten Morgen hat ihn Johann Georg von und zu Wernau über die bevorstehende Huldigung informiert. Hinzugekommen ist Johann Wilhelm Schenk von Stauffenberg, Herr zu Lautlingen, Wilflingen, Margrethausen und Eglingen, des Kurfürsten zu Mainz und Bischof zu Bamberg Geheimer Rat, obrister Stallmeister und Pfleger ob Giech. Erschienen sind auf obrigkeitlichen Befehl im wernauischen Schloß Dießen auch sämtliche wernauische Schultheißen und Untertanen der 3 Flecken Dießen, Dettlingen und Bittelbronn. Peter Schertlin von Horb, Kassier der Reichsritterschaft, trägt vor: Johann Georg von und zu Wernau will seine Untertanen seinem Vetter Johann Wilhelm Schenk von Stauffenberg den Eid leisten lassen, damit sie nach seinem Tod und bis zur laut Testament endgültig erfolgten Teilung seines Hab und Gutes ihn als ihren Herrn anerkennen. Die von Dettlingen werden als österr. Lehnsuntertanen nach Hause entlassen. Die von Dießen und Dettlingen leisten den Eid, dessen Wortlaut mitgeteilt wird. Der Notar wird aufgefordert, alles zu Protokoll zu nehmen und darüber Notariatsinstrumente auszufertigen. - Am 4. Juli (Montag) wird im Schloß Baisingen ein entsprechender Huldigungsakt vorgenommen, am 19. Juli im Schloß Pfauhausen

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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