von Grävenitz: Kanzlei zu Ludwigsburg (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 92 a
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Neuwürttembergische Bestände vor 1803 bzw. vor 1806/10 >> Weltliche Herrschaften >> Sonstige weltliche Herrschaften
1719-1733
Überlieferungsgeschichte
Der württembergische Minister Friedrich Wilhelm von Grävenitz (1679-1754) unterhielt eine eigene Kanzlei für die Verwaltung der ihm verliehenen Herrschaften und für die Erledigung seiner Geschäfte als Reichs- und fränkischer Kreisstand. Die Kanzlei befand sich in Ludwigsburg. Nach dem Sturz des Ministers gelangten die meisten Akten aus dieser Kanzlei an verschiedene württembergische Zentralbehörden - u. a. an die herzogliche Kammerschreiberei, die Rentkammer und das Regierungskollegium. Der vorliegende Bestand vereinigt die aus den Beständen der Rentkammer, der Kammerschreiberei und dem Regierungskollegium im März 1938 herausgelösten Grävenitzschen Archivalien. Weitere Archivalien Grävenitzscher Provenienz enthält der Bestand A 48 des Hauptstaatsarchivs Stuttgart.
Inhalt und Bewertung
Er enthält Akten über die Verwaltung der württembergischen Lehen Heimsheim mit Perouse, Marschalkenzimmern mit Albeck und Burgösch sowie zu den Beziehungen zum Fränkischen Kreis.
Vorbemerkung: Der 1707 in den Reichsgrafenstand erhobene württ. Premierminister Friedrich Wilhelm von Grävenitz (1679-1754) unterhielt eine eigene Kanzlei für die Verwaltung der ihm verliehenen Herrschaften und für die Erledigung seiner Geschäfte als Reichs- und fränkischer Kreisstand. Diese Kanzlei befand sich in Ludwigsburg und war seit etwa 1724, wie man annehmen darf, in dem sog. "Grafenbau" in der Vorderen Schlossstraße untergebracht (vgl. Herman Stroebel, Ludwigsburg, S. 40). Vorstand der Grävenitzschen Kanzlei war Johann Friedrich Scheid (zugleich württ. Regierungsrat bis 1733). An den häufigen dienstlichen und privaten Reisen des Ministers nahm Scheid vielfach teil; eine große Anzahl von Konzepten ist daher von anderen Orten (Stuttgart, Teinach, Wildbad, Liebenzell, Kirchheim unter Teck, Heidenheim, Waldenbuch, Menningen u.a.) datiert. In welchem Umfang nach dem Sturz des Ministers die Akten seiner Kanzlei an württ. Behörden gelangt und in deren Besitz verblieben sind, ist möglicherweise den Akten des Grävenitzschen Prozesses zu entnehmen. Ein Teil derselben kam an die herzogliche Kammerschreiberei, ein weiterer Teil an die herzogliche Rentkammer, ein dritter Teil an das Regierungskollegium. Die diesen Beständen einverleibten Grävenitschen Akten wurden im März 1938 wieder herausgelöst und in dem vorliegenden Repertorium vereinigt. Weitere Archivalien Grävenitzscher Provenienz enthält der Bestand A 48 des Hauptstaatsarchivs Stuttgart.
Der württembergische Minister Friedrich Wilhelm von Grävenitz (1679-1754) unterhielt eine eigene Kanzlei für die Verwaltung der ihm verliehenen Herrschaften und für die Erledigung seiner Geschäfte als Reichs- und fränkischer Kreisstand. Die Kanzlei befand sich in Ludwigsburg. Nach dem Sturz des Ministers gelangten die meisten Akten aus dieser Kanzlei an verschiedene württembergische Zentralbehörden - u. a. an die herzogliche Kammerschreiberei, die Rentkammer und das Regierungskollegium. Der vorliegende Bestand vereinigt die aus den Beständen der Rentkammer, der Kammerschreiberei und dem Regierungskollegium im März 1938 herausgelösten Grävenitzschen Archivalien. Weitere Archivalien Grävenitzscher Provenienz enthält der Bestand A 48 des Hauptstaatsarchivs Stuttgart.
Inhalt und Bewertung
Er enthält Akten über die Verwaltung der württembergischen Lehen Heimsheim mit Perouse, Marschalkenzimmern mit Albeck und Burgösch sowie zu den Beziehungen zum Fränkischen Kreis.
Vorbemerkung: Der 1707 in den Reichsgrafenstand erhobene württ. Premierminister Friedrich Wilhelm von Grävenitz (1679-1754) unterhielt eine eigene Kanzlei für die Verwaltung der ihm verliehenen Herrschaften und für die Erledigung seiner Geschäfte als Reichs- und fränkischer Kreisstand. Diese Kanzlei befand sich in Ludwigsburg und war seit etwa 1724, wie man annehmen darf, in dem sog. "Grafenbau" in der Vorderen Schlossstraße untergebracht (vgl. Herman Stroebel, Ludwigsburg, S. 40). Vorstand der Grävenitzschen Kanzlei war Johann Friedrich Scheid (zugleich württ. Regierungsrat bis 1733). An den häufigen dienstlichen und privaten Reisen des Ministers nahm Scheid vielfach teil; eine große Anzahl von Konzepten ist daher von anderen Orten (Stuttgart, Teinach, Wildbad, Liebenzell, Kirchheim unter Teck, Heidenheim, Waldenbuch, Menningen u.a.) datiert. In welchem Umfang nach dem Sturz des Ministers die Akten seiner Kanzlei an württ. Behörden gelangt und in deren Besitz verblieben sind, ist möglicherweise den Akten des Grävenitzschen Prozesses zu entnehmen. Ein Teil derselben kam an die herzogliche Kammerschreiberei, ein weiterer Teil an die herzogliche Rentkammer, ein dritter Teil an das Regierungskollegium. Die diesen Beständen einverleibten Grävenitschen Akten wurden im März 1938 wieder herausgelöst und in dem vorliegenden Repertorium vereinigt. Weitere Archivalien Grävenitzscher Provenienz enthält der Bestand A 48 des Hauptstaatsarchivs Stuttgart.
34 Büschel (0,6 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ