Erbschaftsstreit um die Erb- und Stockgüter des ca. 1595/97 verst. Goddert Scherer, dessen Ehe mit Klara Krosch kinderlos blieb, zwischen dessen Verwandten, die alle von Gort Scherer und Alvart Stutgen zu Thorr abstammen. Streitig ist insbesondere der Hof zu „Kurzden“.
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AA 0627, 1942 - G 271/721
AA 0627 Reichskammergericht, Teil III: E-G
Reichskammergericht, Teil III: E-G >> 3. Buchstabe G
1614 - 1631 (1462 - 1630)
Enthaeltvermerke: Kläger: Georg Geilrodt bzw. Georg Scherer gen. Geilrath und Konsorten: Johann Gaw von Sindorf (Kr. Bergheim), Johann Goddert gen. Schuhmacher zu Grouven (Kr. Bergheim) und Merten Baum von Wüllenrath (Kr. Bergheim), (Kl.: u.a. auch Mathias von Mülheim, Bürger zu Köln) Beklagter: Gebrüder Johann und Michael Meul (Meull, Maul) von Grouven und Konsorten: Johann Steffens, Reinhard Schmidt von Thorr (Kr. Bergheim), Peter Wirtt (Würdt) zu Niederaußem (Kr. Bergheim), Wilhelm Schuhmacher, Johann Peltzer zu Thorr und Heinrich Cols von Berrendorf (Kr. Bergheim), (Bekl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Konrad Lasser 1614 - Dr. Beatus Moses 1622 Prokuratoren (Bekl.): Lic. Hermann Cran (Crain) 1615 - Dr. Henrich Ludwig Hacker 1624 - Dr. Henrich Eylinck 1629 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Gericht (Vogt und Schöffen) in der Lohe 1599 - 1600 - 2. Stadt- und Hauptgericht (Schultheiß und Schöffen) zu Düren 1600 - 1604 - 3. Jül.- berg. Kanzler und Räte zu Düsseldorf 1604 - 1614 - 4. RKG 1614 - 1631 (1462 - 1630) Beweismittel: RKG-(Bei-)Urteil vom 18. Jan. 1615 (Prot.). Jurissubsidial- oder Kompaßbrief von Bürgermeister und Rat der Stadt Köln 1602 (II 82-86). Verzeichnis des Kellners Severin zu St. Pantaleon in Köln über die Einnahmen des Klosters aus Thorr (II 89f.). Auszug aus Kirchenrollen, -registern und - rechnungsbüchern von 1462 und 1560 (II 96-98). Stammtafeln (II 121, 154). 3 Zeugenrotuli (II 287-413). Beschreibung: 2 Bde.; Bd. I: 1,5 cm, 33 Bl., lose, Q 1 - 13, 1 Beilage; Bd. II: 10 cm, 633 Bl., gebunden, Q 8 (Priora). Bd. I enthält 3 Beilagen aus einem anderen RKG-Prozeß: Q 5, 11 und 12 prod. 15. April und 10. Sept. 1577 in Appellationssachen Johann Graesen, Bürger von Köln ./. Magdalena Grandis, Witwe des Dr. Mathias Held (Helden).
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:14 MESZ