Die Wahl bei uns: Die Nacht der Entscheidung - Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/027 R160062/101
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/027 Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2016
Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2016 >> Filmdokument
14. März 2016
Nach der Landtagswahl in BW - "Kiwi" in aller Munde
Keine Ampel, keine Deutschland-Koalition - nach der Landtagswahl haben sich SPD und FDP gegen mögliche Dreierkoalitionen ausgesprochen. Für Baden-Württemberg bleibt wohl nur noch "Kiwi".
Die "Kiwi-Koalition": eine grün-schwarze Verbindung mit grüner Mehrheit
Der SPD-Landesvorstand hat am Montagabend einer schwarz-rot-gelben Verbindung, auch als Deutschland-Koalition bezeichnet, eine klare Absage erteilt. Die Genossen wollen nicht der Landes-CDU zu einer regierungsfähigen Mehrheit und ihrem Spitzenkandidaten Guido Wolf nicht ins Amt des Ministerpräsidenten helfen.
Eine Koalition unter Führung der CDU würde den Wählerwillen verzerren, erklärte SPD-Landeschef Nils Schmid nach einer Sitzung des Landesvorstandes, der Auftrag zur Regierungsbildung liege einzig bei den Grünen und bei Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Diese Entscheidung habe der SPD-Vorstand einstimmig getroffen.
CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf reagierte gelassen auf die klare Ansage aus der SPD und nannte den Beschluss Taktiererei. Die CDU werde weiter nach Regierungspartnern suchen. Die FDP bedauert, dass die SPD nicht für Schwarz-Rot-Gelb bereit steht.
FDP bekräftigt Absage an Ampel-Koalition
Die Liberalen haben aber auch selbst klare Vorstellungen, mit wem sie über eine mögliche Koalition reden wollen: nicht mit den Grünen. Die FDP hat die Einladung von Ministerpräsident Kretschmann zu Sondierungsgesprächen abgelehnt. Zu allgemeinen Gesprächen über die Lage im Land sei die FDP aber bereit. Der FDP-Landesvorstand schloss indes seinerseits eine Ampel mit Grünen und SPD aus. Der Beschluss sei mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung gefasst worden, teilte ein Parteisprecher mit.
Bleibt: Kiwi-Koalition mit CDU als Juniorpartner
Falls SPD und FDP an ihren Beschlüssen festhalten, bleibt nur noch eine mögliche Koalition: Grün-Schwarz - mit der CDU als Juniorpartner. Diese sogenannte Kiwi-Koalition wäre einmalig in Deutschland.
In der CDU gibt es erste Forderungen nach einem Mitgliederentscheid über mögliche Koalitionsverhandlungen mit den Grünen. Wie die "Stuttgarter Nachrichten" (Dienstagsausgabe) berichten, fand ein entsprechender Antrag der CDU-Bundestagsabgeordneten Karin Maag und Stefan Kaufmann eine Mehrheit im Kreisvorstand.
Fraktionssitzungen am Nachmittag
Im Lichte dieser Entwicklungen finden am Nachmittag Fraktionssitzungen statt. CDU-Spitzenkandidat Wolf will sich wieder zum Fraktionschef wählen lassen, trotz des miserablen Wahlergebnisses. In der SPD ist man noch unsicher, ob gewählt wird oder ob der amtierende Fraktionschef Claus Schmiedel kommissarisch die Fraktion weiterführen soll, bis klar ist, ob die SPD doch noch eine Regierungsbeteiligung erhält, oder in die Opposition muss. Schmiedel hat den Sprung in den Landtag nicht mehr geschafft.
Eine Koalition mit der AfD - der drittstärksten Kraft im Landesparlament - hatten alle Fraktionen im Vorfeld ausgeschlossen.
Grüne stärkste Kraft im Land
Die Grünen in Baden-Württemberg haben einen historischen Wahlsieg eingefahren. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis vom Sonntagabend kommen die Grünen auf 30,3 Prozent und werden erstmals stärkste Kraft in Bade
Keine Ampel, keine Deutschland-Koalition - nach der Landtagswahl haben sich SPD und FDP gegen mögliche Dreierkoalitionen ausgesprochen. Für Baden-Württemberg bleibt wohl nur noch "Kiwi".
Die "Kiwi-Koalition": eine grün-schwarze Verbindung mit grüner Mehrheit
Der SPD-Landesvorstand hat am Montagabend einer schwarz-rot-gelben Verbindung, auch als Deutschland-Koalition bezeichnet, eine klare Absage erteilt. Die Genossen wollen nicht der Landes-CDU zu einer regierungsfähigen Mehrheit und ihrem Spitzenkandidaten Guido Wolf nicht ins Amt des Ministerpräsidenten helfen.
Eine Koalition unter Führung der CDU würde den Wählerwillen verzerren, erklärte SPD-Landeschef Nils Schmid nach einer Sitzung des Landesvorstandes, der Auftrag zur Regierungsbildung liege einzig bei den Grünen und bei Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Diese Entscheidung habe der SPD-Vorstand einstimmig getroffen.
CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf reagierte gelassen auf die klare Ansage aus der SPD und nannte den Beschluss Taktiererei. Die CDU werde weiter nach Regierungspartnern suchen. Die FDP bedauert, dass die SPD nicht für Schwarz-Rot-Gelb bereit steht.
FDP bekräftigt Absage an Ampel-Koalition
Die Liberalen haben aber auch selbst klare Vorstellungen, mit wem sie über eine mögliche Koalition reden wollen: nicht mit den Grünen. Die FDP hat die Einladung von Ministerpräsident Kretschmann zu Sondierungsgesprächen abgelehnt. Zu allgemeinen Gesprächen über die Lage im Land sei die FDP aber bereit. Der FDP-Landesvorstand schloss indes seinerseits eine Ampel mit Grünen und SPD aus. Der Beschluss sei mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung gefasst worden, teilte ein Parteisprecher mit.
Bleibt: Kiwi-Koalition mit CDU als Juniorpartner
Falls SPD und FDP an ihren Beschlüssen festhalten, bleibt nur noch eine mögliche Koalition: Grün-Schwarz - mit der CDU als Juniorpartner. Diese sogenannte Kiwi-Koalition wäre einmalig in Deutschland.
In der CDU gibt es erste Forderungen nach einem Mitgliederentscheid über mögliche Koalitionsverhandlungen mit den Grünen. Wie die "Stuttgarter Nachrichten" (Dienstagsausgabe) berichten, fand ein entsprechender Antrag der CDU-Bundestagsabgeordneten Karin Maag und Stefan Kaufmann eine Mehrheit im Kreisvorstand.
Fraktionssitzungen am Nachmittag
Im Lichte dieser Entwicklungen finden am Nachmittag Fraktionssitzungen statt. CDU-Spitzenkandidat Wolf will sich wieder zum Fraktionschef wählen lassen, trotz des miserablen Wahlergebnisses. In der SPD ist man noch unsicher, ob gewählt wird oder ob der amtierende Fraktionschef Claus Schmiedel kommissarisch die Fraktion weiterführen soll, bis klar ist, ob die SPD doch noch eine Regierungsbeteiligung erhält, oder in die Opposition muss. Schmiedel hat den Sprung in den Landtag nicht mehr geschafft.
Eine Koalition mit der AfD - der drittstärksten Kraft im Landesparlament - hatten alle Fraktionen im Vorfeld ausgeschlossen.
Grüne stärkste Kraft im Land
Die Grünen in Baden-Württemberg haben einen historischen Wahlsieg eingefahren. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis vom Sonntagabend kommen die Grünen auf 30,3 Prozent und werden erstmals stärkste Kraft in Bade
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Audio-Visuelle Medien
Hofrichter, Jürgen (Wahlforscher Infratest dimap)
Schmitz, Jürgen; Journalist
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:20 MEZ
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