Kgl. Bau- und Gartendirektion Stuttgart (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, E 19
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Ober- und Mittelbehörden 1806-um 1945 >> Hofverwaltung
1809-1914 (Va ab 1805, Na bis 1920)
Überlieferungsgeschichte
Der 1809 errichteten Kgl. Bau- und Gartenkommission (ab 1910: Kgl. Bau- und Gartendirektion) unterstand das Bauwesen in den königlichen Schlössern, Gärten und Meiereien in und um Stuttgart. 1914 wurde sie aufgelöst; ihre Aufgaben übernahmen bis 1918 das Kgl. Hofbauamt, das Kgl. Hofgartenamt und die Königsbauverwaltung. - Der in Generalia und Spezialia unterteilte Bestand enthält bei letzteren u.a. Angelegenheiten der beim Bau eingesetzten Zivil- und Militärgefangenen. Aus Zweckmäßigkeitsgründen wurden wenig umfangreiche Archivalien der drei Nachfolgebehörden aus den Jahren 1914-1918 im Bestand belassen. Dieser enthält als weitere Nachakten einzelne Schriftstücke der Bau- und Bergdirektion Stuttgart aus den Jahren 1919-1920.
Zur Bau- und Gartendirektion Ludwigsburg s. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand A 27
1. Behördengeschichte: Am 3. April 1809 wurde durch königliches Dekret (Reg. Bl. S. 123 und Bü 125) unter Oberaufsicht des am gleichen Tage ernannten Oberintendanten Baron von Dillen für Stuttgart eine Bau- und Gartenkommission errichtet. Sie bestand aus dem Obersteuerassessor Johann Christoph Spittler (zugleich auch Mitglied des am gleichen Tage neu konstituierten Oberhofbaudepartements), Kammerrat Karl Wilhelm Daniel, den Lieutnants Gottlieb Friedrich Mitschel und Christoph Heinrich Sarbath sowie einem Kanzlisten (Karl Christian Daniel). Dieser Behörde unterstand das Bauwesen in den königlichen Schlössern zu Stuttgart, Hohenheim, Solitude, Scharnhausen, Bärensee und Bellevue sowie über die königlichen Gärten und Meiereien. Die Aufsicht über die übrigen königlichen Schlösser, Gärten und Anlagen im Land (mit Ausnahme von Ludwigsburg) hatte das Oberhofbaudepartement, die Nachfolge des Hofbaudepartements. Am 7. Sept. 1810 (Reg. Bl. S. 367) wurde die Königliche Bau- und Gartenkommission in Bau- und Gartendirektion umbenannt. Nachdem am 28. April 1811 Freiherr von Wechmar, seither Mitglied des Oberhofbaudepartements, zum Direktor dieses Departements und der Bau- und Gartendirektion Stuttgart ernannt worden war (Büschel 127/28 bzw. Reg. Bl. S. 204), erfolgte am 26. Sept. 1811 die Vereinigung der Büros dieser beiden Behörden und ihre Verlegung in den 1. Stock des alten Kanzleigebäudes. Das Oberhofbaudepartement bestand bis zum 12. Nov. 1816. Es wurde durch Reskript vom gleichen Tage mit der Hof- und Domänenkammer vereinigt (Reg. Bl. S. 355). Auf kurze Zeit unterstand nunmehr die Bau- und Gartendirektion Stuttgart zusammen mit der Bau- und Gartendirektion Ludwigsburg, der Hof- und Domänenkammer. Während die Bau- und Gartendirektion Ludwigsburg am 3. Dez. 1816 aufgelöst wurde (als provisorische Hofbauverwaltung Ludwigsburg fortgeführt bis zum Jan. 1818), bestand die Bau- und Gartendirektion Stuttgart unter der Oberaufsicht des Oberhofmeisters und ab 18./19. Nov. 1891 des (Ober)hofmarschallamts bis zum Jahre 1914. Danach versahen ihre Funktionen bis 1918 das Königliche Hofbauamt, das Königliche Hofgartenamt und die Königsbauverwaltung.
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Der Großteil der Akten des vorliegenden Bestandes ist in den Jahren 1940-1942 vom Bezirksbauamt Stuttgart - teilweise über die Archivdirektion - eingekommen (vgl. Kanzleiakten 546/40, 99/41, 60/42. 14 Büschel, die schon im März 1932 vom Bezirksbauamt Stuttgart (vgl. Kanzleiakten 600/32) und am 12.1.1933 vom Staatsrentamt Stuttgart (vgl. 903/32) eingekommen waren, wurden aus einem 1936 von Dr. Grube angelegten handgeschriebenen Repertorium der Bau- und Gartendirektion herausgelöst und hierher gezogen. Die Neuverzeichnung des Bestandes durch den Unterzeichneten wurde im Jahre 1957 begonnen und kam, durch anderweitige Ordnungsarbeiten öfters unterbrochen, 1961 zum Abschluß. Ausgehoben wurden aus dem Bestand bis auf wenige Ausnahmen alle Archivalien fremder Provenienz (Hof- bzw. Oberhofbaudepartement, Handakten des Staatsministers Graf von Wintzingerode, Bau- und Gartendirektion Ludwigsburg, Marschallenamt, Landbaudeputation bzw. -direktion und einzelne Hofbehörden), insgesamt über 7 lfd. m. Aus Zweckmäßigkeitsgründen wurden nur wenig umfangreiche Archivalien der Nachfolgebehörden (Königl. Hofbauamt, Königl. Hofgartenamt, Königsbauverwaltung) in dem Bestand belassen. Als Nachakten enthält das Repertorium weiterhin einzelne Schriftstücke der Bau- und Bergdirektion Stuttgart von 1919-1920. Ganz ausgeschieden wurden nur allgemeine Prospekte von Lieferfirmen, Akten über Urlaubsgesuche, Schreibmaterialbeschaffung und dergl. (ungefähr 0,7 lfd. m.). Ludwigsburg, Februar 1962
3. Zur Retrokonversion: Bei diesem Findbuch handelt es sich um ein bisher nur in hand- oder maschinenschriftlicher Form vorliegendes Repertorium, das in ein datenbankgestütztes und damit onlinefähiges Format umgewandelt wurde. Bei dieser sogenannten Retrokonversion wurden die Struktur der Vorlage und die sprachliche Fassung der Texte grundsätzlich beibehalten (Motto: "Abschrift statt Neubearbeitung"). Dies kann zu einer gewissen Diskrepanz zwischen dem modernen äußeren Erscheinungsbild und der heute teilweise überholt wirkenden Gestaltung und Formulierung der Titelaufnahmen führen.
Nachtrag: Der Bestand wurde in den Jahren 2019-2021 im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekts vollständig digitalisiert. Die Digitalisate können frei abgerufen werden, eine Vorlage der Originale im Leseaal erfolgt nur noch in Ausnahmefällen. Ludwigsburg, August 2023 Dr. Andreas Weber
Der 1809 errichteten Kgl. Bau- und Gartenkommission (ab 1910: Kgl. Bau- und Gartendirektion) unterstand das Bauwesen in den königlichen Schlössern, Gärten und Meiereien in und um Stuttgart. 1914 wurde sie aufgelöst; ihre Aufgaben übernahmen bis 1918 das Kgl. Hofbauamt, das Kgl. Hofgartenamt und die Königsbauverwaltung. - Der in Generalia und Spezialia unterteilte Bestand enthält bei letzteren u.a. Angelegenheiten der beim Bau eingesetzten Zivil- und Militärgefangenen. Aus Zweckmäßigkeitsgründen wurden wenig umfangreiche Archivalien der drei Nachfolgebehörden aus den Jahren 1914-1918 im Bestand belassen. Dieser enthält als weitere Nachakten einzelne Schriftstücke der Bau- und Bergdirektion Stuttgart aus den Jahren 1919-1920.
Zur Bau- und Gartendirektion Ludwigsburg s. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand A 27
1. Behördengeschichte: Am 3. April 1809 wurde durch königliches Dekret (Reg. Bl. S. 123 und Bü 125) unter Oberaufsicht des am gleichen Tage ernannten Oberintendanten Baron von Dillen für Stuttgart eine Bau- und Gartenkommission errichtet. Sie bestand aus dem Obersteuerassessor Johann Christoph Spittler (zugleich auch Mitglied des am gleichen Tage neu konstituierten Oberhofbaudepartements), Kammerrat Karl Wilhelm Daniel, den Lieutnants Gottlieb Friedrich Mitschel und Christoph Heinrich Sarbath sowie einem Kanzlisten (Karl Christian Daniel). Dieser Behörde unterstand das Bauwesen in den königlichen Schlössern zu Stuttgart, Hohenheim, Solitude, Scharnhausen, Bärensee und Bellevue sowie über die königlichen Gärten und Meiereien. Die Aufsicht über die übrigen königlichen Schlösser, Gärten und Anlagen im Land (mit Ausnahme von Ludwigsburg) hatte das Oberhofbaudepartement, die Nachfolge des Hofbaudepartements. Am 7. Sept. 1810 (Reg. Bl. S. 367) wurde die Königliche Bau- und Gartenkommission in Bau- und Gartendirektion umbenannt. Nachdem am 28. April 1811 Freiherr von Wechmar, seither Mitglied des Oberhofbaudepartements, zum Direktor dieses Departements und der Bau- und Gartendirektion Stuttgart ernannt worden war (Büschel 127/28 bzw. Reg. Bl. S. 204), erfolgte am 26. Sept. 1811 die Vereinigung der Büros dieser beiden Behörden und ihre Verlegung in den 1. Stock des alten Kanzleigebäudes. Das Oberhofbaudepartement bestand bis zum 12. Nov. 1816. Es wurde durch Reskript vom gleichen Tage mit der Hof- und Domänenkammer vereinigt (Reg. Bl. S. 355). Auf kurze Zeit unterstand nunmehr die Bau- und Gartendirektion Stuttgart zusammen mit der Bau- und Gartendirektion Ludwigsburg, der Hof- und Domänenkammer. Während die Bau- und Gartendirektion Ludwigsburg am 3. Dez. 1816 aufgelöst wurde (als provisorische Hofbauverwaltung Ludwigsburg fortgeführt bis zum Jan. 1818), bestand die Bau- und Gartendirektion Stuttgart unter der Oberaufsicht des Oberhofmeisters und ab 18./19. Nov. 1891 des (Ober)hofmarschallamts bis zum Jahre 1914. Danach versahen ihre Funktionen bis 1918 das Königliche Hofbauamt, das Königliche Hofgartenamt und die Königsbauverwaltung.
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Der Großteil der Akten des vorliegenden Bestandes ist in den Jahren 1940-1942 vom Bezirksbauamt Stuttgart - teilweise über die Archivdirektion - eingekommen (vgl. Kanzleiakten 546/40, 99/41, 60/42. 14 Büschel, die schon im März 1932 vom Bezirksbauamt Stuttgart (vgl. Kanzleiakten 600/32) und am 12.1.1933 vom Staatsrentamt Stuttgart (vgl. 903/32) eingekommen waren, wurden aus einem 1936 von Dr. Grube angelegten handgeschriebenen Repertorium der Bau- und Gartendirektion herausgelöst und hierher gezogen. Die Neuverzeichnung des Bestandes durch den Unterzeichneten wurde im Jahre 1957 begonnen und kam, durch anderweitige Ordnungsarbeiten öfters unterbrochen, 1961 zum Abschluß. Ausgehoben wurden aus dem Bestand bis auf wenige Ausnahmen alle Archivalien fremder Provenienz (Hof- bzw. Oberhofbaudepartement, Handakten des Staatsministers Graf von Wintzingerode, Bau- und Gartendirektion Ludwigsburg, Marschallenamt, Landbaudeputation bzw. -direktion und einzelne Hofbehörden), insgesamt über 7 lfd. m. Aus Zweckmäßigkeitsgründen wurden nur wenig umfangreiche Archivalien der Nachfolgebehörden (Königl. Hofbauamt, Königl. Hofgartenamt, Königsbauverwaltung) in dem Bestand belassen. Als Nachakten enthält das Repertorium weiterhin einzelne Schriftstücke der Bau- und Bergdirektion Stuttgart von 1919-1920. Ganz ausgeschieden wurden nur allgemeine Prospekte von Lieferfirmen, Akten über Urlaubsgesuche, Schreibmaterialbeschaffung und dergl. (ungefähr 0,7 lfd. m.). Ludwigsburg, Februar 1962
3. Zur Retrokonversion: Bei diesem Findbuch handelt es sich um ein bisher nur in hand- oder maschinenschriftlicher Form vorliegendes Repertorium, das in ein datenbankgestütztes und damit onlinefähiges Format umgewandelt wurde. Bei dieser sogenannten Retrokonversion wurden die Struktur der Vorlage und die sprachliche Fassung der Texte grundsätzlich beibehalten (Motto: "Abschrift statt Neubearbeitung"). Dies kann zu einer gewissen Diskrepanz zwischen dem modernen äußeren Erscheinungsbild und der heute teilweise überholt wirkenden Gestaltung und Formulierung der Titelaufnahmen führen.
Nachtrag: Der Bestand wurde in den Jahren 2019-2021 im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekts vollständig digitalisiert. Die Digitalisate können frei abgerufen werden, eine Vorlage der Originale im Leseaal erfolgt nur noch in Ausnahmefällen. Ludwigsburg, August 2023 Dr. Andreas Weber
1291 Büschel (29,4 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ