Büro Gerhard Grüneberg im ZK der SED
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Gliederung
BArch DY 30 Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
Gerhard Grüneberg (1921-1981), seit 1958 Mitglied des Zentralkomitees und seit 1966 Mitglied des Politbüros (1959 Kandidat), übernahm von Erich Mückenberger 1960 die Funktion des Sekretärs für Landwirtschaft (bis 1981). Sein Nachfolger wurde Werner Felfe. Von 1958 bis 1961 leitete er die Kommission für Staats- und Rechtsfragen beim Politbüro sowie von 1963 bis 1966 das Büro für Landwirtschaft. Er war Mitglied der Agrar- und Landwirtschaftskommission beim Politbüro, der Arbeitsgruppe Zahlungsbilanz des Zentralkomitees, des Präsidiums des Ministerrates (1962/ 63), des Forschungsrates der DDR (ab 1966) und des Nationalrates der Nationalen Front (1958-1969). Grüneberg war für die Vorbereitung und Umsetzung der Politbüro- und Sekretariatsbeschlüsse zur Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft verantwortlich. Sein Büro leitete die Abteilung Landwirtschaft im Zentralkomitee an und arbeitete eng mit dem Ministerium für Landwirtschaft zusammen. Der Teilbestand enthält Berichte, Analysen und Rundschreiben über die Umgestaltung der landwirtschaftlichen Eigentumsverhältnisse und Produktionsstrukturen, Dokumente zur Agrar- und Bündnispolitik der SED, zur Entwicklung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG), über die Vorbereitung und Durchführung von Bauernkongressen, die Ausbildung und Qualifizierung landwirtschaftlicher Kader, zur Anleitung der Staatsorgane sowie zur internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Agrarpolitik. Relativ lückenlos überliefert sind die Sitzungsprotokolle des Büros für Landwirtschaft. Bei der Erforschung der Landwirtschaftspolitik der SED sollten aufgrund der engen Einbindung des Bereiches Landwirtschaft in das gesamtvolkswirtschaftliche System der DDR auch die Teilbestände Büro Erich Apel, Büro Günter Mittag, Büro Werner Jarowinsky, Abteilung Planung und Finanzen, Abteilung Leicht-, Lebensmittel- und bezirksgeleitete Industrie und Abteilung Handel, Versorgung und Außenhandel ausgewertet werden. 22 lfm, teilweise Filme, 1969-1981
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 12:23 MESZ