Böblingen W (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 324 L
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Topographische Auslesebestände und Bezirksbehörden >> Oberämter, Kellereien und Geistliche Verwaltungen >> Altensteig - Güglingen
(1560-1615), 1649 - 1805
Zur Verzeichnung und zum Zustandekommen des Bestands: Nach Fertigstellung des Archivgebäudes Konrad-Adenauer-Str. 4 (1969) erhielt das Hauptstaatsarchiv Stuttgart vom Staatsarchiv Ludwigsburg zusammen mit den übrigen altwürttembergsichen Beständen bis 1806 auch den Bestand A 324 L (Böblingen W). Er war durch ein maschinenschriftliches Repertorium von Walter Grube aus dem Jahr 1948 erschlossen, das 29 Büschel bzw. 0,25 lfd. Regalmeter erfasste. Ein unverzeichneter Rest von Unterlagen des weltlichen Amts Böblingen , das über verschiedene Behördenablieferungen 1948 und 1969 ebenfalls nach Ludwigsburg gekommen war, wurde damals mit abgegeben (0,1 Regalmeter Akten). Archivreferendarin Christiane Pfanz-Sponagel verzeichnete diese unverzeichneten Akten 2007 unter Anleitung von Frau Bührlen-Grabinger. Das bisherige Rubrikenschema wurde um die Abteilung Landwirtschaft (einschließlich Bäche und Seen) ergänzt. Weiteren Zuwachs erhielt der Bestand aufgrund einer weiteren Behördenablieferung an das Staatsarchiv Ludwigsburg, nämlich einer Aktenablieferung des Amtsgerichts Böblingen. In dieser Aktenablieferung des Amtsgerichts waren auch Akten der Vorgängerbehörde enthalten. Die Vorgängerbehörde für das erst ab 1818/19 aufgrund der verfassungsmäßigen Trennung von Justiz und Verwaltung neu zu schaffende Amtsgericht war das Oberamt, das zuvor diese Aufgaben der Rechtspflege mit wahrgenommen hatte. Aus dieser Ablieferung des Amtsgerichts an das Staatsarchiv Ludwigsburg waren die Akten für die Zeit des altwürttembergischen Amts Böblingen bis 1806 gemäß geltender Bestandsabgrenzung an das Hauptstaatarchiv abzugeben, was 1997 bei Überarbeitung des Bestands Amtsgericht Böblingen vom Staatsarchiv Ludwigsburg auch erledigt wurde. Folgerichtigerweise waren die schon 1997 von Frau Bührlen-Grabinger provenienzunabhängig aufgenommenen und verzeichneten Akten 2009 im Rahmen von Retrokonvertierungsmaßnahmen an den betroffenen Beständen des Hauptstaatsarchivs Stuttgart provenienzgerecht und damit endgültig den Akten des weltlichen Amts Böblingen zuzuordnen, wo sie entstanden waren. Dem bisherigen Bestand A 324 L wurde in der Folge der Gliederungspunkt "Zivilrechtliche Verfahren im Amt Böblingen, 1714 - 1805" hinzugefügt. Er umfasst in der abschließenden Bearbeitung der über das Staatsarchiv Ludwigsburg eingekommenen Akten des weltlichen Amts Böblingen 53 Büschel bzw. 0,6 Regalmeter Akten. Die Laufzeit der Akten erstreckt sich von 1649 bis 1805 (mit Abschriften von 1560 bis 1615). Außer A 324 und A 324 L enthalten vor allem noch die Bestände A 44 (Urfehden), A 302 Weltliche Ämterrechnungen) und H 101/9 (Weltliche Lagerbücher) Archivalien Böblinger Provenienz. Stuttgart, im August 2009 Franz Moegle-Hofacker
53 Büschel
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ