Forstamt Freudenstadt (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 554
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Forstämter, Hüttenwerke, Salinen und Gestüt >> Forstämter
(1433-) 1570-1806 (19. Jh.)
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält die Akten des Forstamts Freudenstadt, das in den Jahren 1601-1604 im Anschluß an die Gründung der Stadt Freudenstadt eingerichtet wurde.
1. Vorbemerkung von 1953: Der Freudenstädter Forst ist einer der jüngeren altwürttembergischen Forste. Seine Bildung erfolgte im Anschluß an die Gründung der Stadt Freudenstadt und fällt in die Jahre 1601-1604. Über die ältere forstliche Zugehörigkeit der damals im Freudenstädter Forst vereinigten Gebiete ist außer Gadners Chorographie von 1596(1) namentlich zu vergleichen Wagners Jagdwesen (1876), S. 117 ff.(2), und Ernst Kreusers Arbeit über die einstigen Wildbänne um Freudenstadt und Altensteig (Freudenstädter Heimatblätter 1953). Im übrigen ist die Geschichte des Freudenstädter Forsts teilweise noch ungeklärt. Der Aufklärung bedürftig scheint namentlich das Verhältnis zum Hornberger bzw. Schiltacher Forst.(3) Akten hierüber liegen in dem nachfolgend verzeichneten Bestand nur noch vereinzelt vor; sie scheinen im wesentlichen an Baden ausgefolgt worden zu sein. Der Bestand A 554 (Akten des altwürtt. Forstamts Freudenstadt) umfaßt 213 Büschel in 2,6 lfd. m. Weitere Archivalien gleicher Provenienz befinden sich in den Selekten: A 299 (Weltl. Forstlagerbücher) im Hauptstaatsarchiv,(4) A 302 (Ält. Rechnungen) im Staatsarchiv Ludwigsburg.(5) A 305 (Befehlbücher) im Staatsarchiv Ludwigsburg.(6) Amtsprotokolle des Forstamts Freudenstadt liegen im Selekt A 308 (Amtsprotokolle der altwürtt. Forstämter) bis jetzt nicht vor.(7) Ludwigsburg, den 17. Dez. 1953 Dr. W. Grube 1 HStAS N 3 Forstkarten betr. Altwürttemberg Nr. 1 2 Freiherr v. Wagner, Das Jagdwesen in Württemberg unter den Herzogen, Tübingen 1876 3 Vgl. jetzt Rudolf Kieß, Die Rolle der Forsten im Aufbau des württembergischen Territoriums bis ins 16. Jahrhundert, Stuttgart 1958; Dorothea Hauff, Zur Geschichte der Forstgesetzgebung und Forstorganisation des Herzogtums Württemberg im 16. Jahrhundert, Stuttgart 1977, und Wilfried Ott, Die Entwicklung der Forstorganisation in Württemberg seit 1803, Stuttgart 1979 4 Jetzt H 107 Forstlagerbücher 5 Jetzt A 302 Weltliche Ämterrechnungen im Hauptstaatsarchiv. Die Betreffe "Forst, Wald und Jagd" finden sich ebd. in folgenden Beständen: A 8 Kabinett: Herzog Karl Eugen; A 16 Kabinett: Hof- und Finanzverwaltung; A 59 Forstsachen; A 202 Geheimer Rat: Akten; A 211 Oberrat: Allgemeine Akten ("Generalakten"); A 227 Oberrat: Forst, Wald und Jagd; A 248 Rentkammer: Generalakten; A 249 Rentkammer: Ämterakten (Spezialakten); A 282 Kirchenrat: Verschlossene Registratur; A 284 Kirchenrat: Ämterregistratur; A 286a Kirchenrat: Holzberichte (vgl. die Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, Altwürttembergisches Archiv (A-Bestände), 2. erweiterte Auflage, bearbeitet von Hans-Martin Maurer, Stephan Molitor und Peter Rückert, Stuttgart 1999) 6 Jetzt A 305 Reskripten- und Berichtsbücher der Forstämter im Hauptstaatsarchiv 7 Bestandssignatur und -titel lauten jetzt: A 307 Amtsprotokolle der Forstämter
2. Vorbemerkung von 2004: Im Rahmen des Retrokonversionsprojektes wurde das vorliegende Repertorium A 554 im März 2004 durch den Praktikanten Peter Hinz unter Anwendung des Computerprogramms Midosa 95 neu aufgenommen. Die Unterzeichnete hat dabei die Vorbemerkung von 1953 durch die Anmerkungen Nr. 1-7 ergänzt. Der Bestand A 554 umfaßt jetzt 219 Büschel im Umfang von 3,4 lfd. m (Bü 1-213 und Bü 9a, 14a, 52a, 107a, 119a und 140a). Büschel 119a - ein Freudenstädter Notabilienbuch - ist von Karl Hofer im Zuge der Neuverzeichnung der Lagerbücher eingefügt worden. Das seitherige Findbuch von K. Fr. Eisele wurde dem Bestand A 605 Ältere Repertorien zugewiesen. Stuttgart, im April 2004 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungsverzeichnis:
abgeg. abgegangen
Ausf. Ausfertigung
Bd. Band
Bem. Bemerkung
besch. beschädigt
Bestellsign. Bestellsignatur
betr. betreffend
Bl. Blatt
Bü Büschel
bzw. beziehungsweise
desgl. desgleichen
ff. folgende
gen. genannt
HStAS Hauptstaatsarchiv Stuttgart
Jh. Jahrhundert
lfd.m laufende Meter
o.D. ohne Datum
Ordnungsnr. Ordnungsnummer
Pap. Papier
s. siehe
S. Seite
Schr. Schriftstück(e)
u.a. unter anderem
v.a. vor allem
vgl. vergleiche
z.T. zum Teil
219 Büschel (Bü 1-213 und Bü 9a, 14a, 52a, 107a, 119a , 140a)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ