Polizeidepartement (Bestand)
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B 10
Stadtarchiv Nürnberg (Archivtektonik) >> Stadtarchiv Nürnberg >> Bestandsgruppe B: Amtliche Provenienzen der reichsstädtischen Zeit >> B 10 - Polizeidepartement
Auf Anregung der 1779 zur Sanierung von Organisation, Verwaltung und Finanzen der Reichsstadt eingesetzten Kaiserlichen Subdelegationskommission wurde 1799 nach langwierigen Verhandlungen zur Neuordnung und Straffung des Polizeiwesens bzw. der Inneren Verwaltung ein provisorisches Polizeikollegium unter der Bezeichnung "Polizeidepartement" eingesetzt. Es sollte die bis dahin auf zahlreichen Deputationen verteilten Aufgaben der Inneren Sicherheit und der Überwachung der öffentlichen Ordnung in der Stadt und im Landgebiet übernehmen. Nachdem die Deputationen durch Reichshofratsbeschluss vom 30. Juni 1800 aufgehoben waren, konnte das Polizeidepartement aber erst im Juni 1803 endgültig konstituiert werden. Nach der Einverleibung Nürnbergs in das Königreich Bayern gingen ihre Aufgaben 1806 an die bayerische Übergangsverwaltung, die kgl. Polizeidirektion (bzw. den Polizeidirektor) Nürnberg über.Beim vorliegenden Bestand handelt es sich um Teile der Registratur der Dienststelle, die wohl gemeinsam mit Registraturresten anderer aufgelöster reichsstädtischer ämter nach Gründung des städtischen Archivs 1865 in ungeordneter Form an das Archiv gelangten. Erster Zusammenstellungs- und Verzeichnungsversuche sind für 1909 nachweisbar. Die in der Folgezeit vor 1945 erfolgten Erschließungsarbeiten gelten als durch Kriegseinwirkungen vernichtet. Eine erste Neuaufnahme der zusammengeordnet vorhandenen Provenienz wurde Anfang der 1960er Jahre angelegt. Das nun vorliegende, später geringfügig ergänzte Titelverzeichnis wurde 1979 unter Einbeziehung bis dahin noch nicht verzeichneter Archivalien gefertigt.Neben Unterlagen zu Organisation, Verwaltung und Personal enthält der Bestand vor allem Archivalien aus den Bereichen Bürgerrecht und Stadtschutz, Markt- und Gewerbepolizei, Lebensmittelpolizei, Sicherheitspolizei, Fremdenpolizei, Armenpolizei, Baupolizei, Straßen- und Verkehrspolizei, Feuerpolizei und Gesundheitspolizei.
lfd. Meter: 2,30
Bestand
Deutsch
Armenpoliizei
Baupolizei
Bürgerrecht
Feuerpolizei
Fremdenpolizei
Gesundheitspolizei
Gewerbepolizei
Lebensmittelpolizei
Marktpolizei
Polizeidepartement (Bestand)
Sicherheitspolizei
Stadtschutz
Straßen- und Verkehrspolizei
Straßen- und _Verkehrspolizei
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 11:18 MESZ