Konrad, Dekan, und das Kapitel von Mariagreden in Mainz ("Mog.") bekunden, dass Ulrich, Stiftsherr von St. Moritz, seine zwei Häuser zu Mainz in Selenhofen, gen. zum Roten Kolben ("Selovia gen. zum Rodinkolbin"), in die Hand des Dekans vor dem weltlichen Richter Ludwig ("Lodewicus") aufgegeben und dem Stift geschenkt hat. Aus den Häusern sind 3 Schillinge Mainzer Pfennige an Johanni dem Truchseß von Rheinberg ("Rinberg") und seinem erblichen Nachfolger zu zinsen. Der Stiftskämmerer zahlt dem Schenker auf Lebzeit aus den genannten Häusern einen Zins von 1 Mark Kölner Pfennige weniger 6 Kölner Pfennige (je zur Hälfte - 6 Schillinge weniger 3 Pfennige - an Weihnachten und Johanni); nach seinem Tode erhalten die beiden Priester, die den St. Johannisaltar in Mariagreden versorgen, vom Zins jährlich 18 Kölner Pfennige. Ulrich stiftet mit dieser Schenkung einen Jahrtag mit Vigilien und Totenmesse für seine Eltern und Verwandten. S.: Stift.

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