Ausweisung aus Siegburg innerhalb von 24 Stunden durch den Beklagten wegen der Ausburger Konfession. Die Kläger fordern vor dem RKG die Befolgung des 1555 zu Augsburg beschlossenen Religionsfriedens und verlangen von der Abtei für ihren Auszug aus der Stadt eine Frist von neun Monaten, um ihren Besitz vorher verkaufen zu können.
Vollständigen Titel anzeigen
AA 0627, 5498 - S 2688/9080
AA 0627 Reichskammergericht, Teil VIII: S-T
Reichskammergericht, Teil VIII: S-T >> 1. Buchstabe S
1574 - 1588 (1573 - 1576)
Enthaeltvermerke: Kläger: Hermann Schumacher (Schoemecher) und Konsorten: Vaes Schumacher; Peter Frimmersdorf; Johann Hirtz; Theis am Zinkelputz (Zinckelputz); Johann Roedhuser (Rodtheuser, Rothuißer); Otto Jacobs Sohn zum Buck; Dietrich Peltzer; Hans Schnider; Wilhelm Wurmb; Heinrich Rademecher (Rodermacher); Gerhard Kleuffer (Cluewer); Gillis Leyendecker (Lewendecker); Adolf Kannengiesser; Nelis Peltzer; Johann Flach; Johann Lomer; Johann Schumacher (Schumacher) Beklagter: Abt Hermann zu Siegburg Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Augsburger 1574 Prozeßart: Mandati ad emigrandum Instanzen: RKG 1574 - 1588 (1573 - 1576) Beschreibung: 1,5 cm, 22 Bl., lose, Q 1-7, 3 Beilagen. Lit.: Erich Wisplinghoff (Bearb.), Urkunden und Quellen zur Geschichte von Stadt und Abtei Siegburg, Bd. 2, Siegburg 1985, Nr. 984, 987.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:36 MESZ