Groß Stieten - Gutshaus
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N20-0256
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N 20 Guts- und Herrenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern
Guts- und Herrenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern >> 01. Guts- und Herrenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern
Bild 2+3: Aug. 2001 Bild 1: Juli 2009
Enthält: - Gutshaus Groß Stieten (8 km S von Wismar an der B 106) Zweigeschossiger, 13-achsiger Putzbau mit 3-achsigem Mittelrisalit und Walmdach. Dreiecksgiebel mit Türmchenfiale und eingefügter Glocke. Darunter eine Uhr. Ursprünglich Tudor-Neogotik; jedoch später Krönungswimperg abgebaut. Im Umfeld das noch originale Schweizerhaus und die Remise in roten Backsteinziegeln 1923 errichtet. Zur DDR-Zeit als VEG (Z), zentral geleitetes volkseigenes Gut, geführt. In dieser Zeit viele unschöne An-, Um- und Erweiterungsbauten im Gutsgelände, die auch den Park dezimierten. Johann Christian Thormann erwarb 1871 das Gut. Sein Sohn bewirtschaftete es, bis dessen ältester Sohn Wolfgang Christian Thormann es 1938 als Pächter übernahm. Die Familie wurde 1945 enteignet. Der alte Thormann kam erst in Klein Trebbow unter, danach im Forsthof Turloff und ging später nach Malente. Sohn Wolfgang Christian verwaltet das Gut bis 1946 ging dann nach Groß Brütz, Herzberg und Schwerin. 1950 siedelte er zur BRD über. Das Gutshaus mit den Neubauten diente als Lehrlingswohnheim und Ausbildungsstätte für Landwirte mit Abiturausbildung in der Betriebsberufsschule des Gutes. Die Dörfer Groß Stieten, Neu Stieten und Grapen Stieten waren bereits um 1250 in Besitz der Ritters von Rambow und Moidentin. 1298 verkauften sie die Dörfer an das Lübecker Domkapitel. Auch Rambow war ihnen bereits 1325 zugehörig. 1270 wird im Wismarer Stadtbuch ein Marquard aus Stietene genannt. Eine Mittelalterliche Mühle gab es vermutlich schon 1432. Um 1646 übernimmt ein Balzer von Zülow das Gut vom Schwiegervater Wulff von Barsse. Diese Familie besaß das Gut mehrere Jahrhunderte. Ferdinand von Zülow veräußerte das Gut 1744 an Otto von Hagen. Der Wismarer Reeder und Geh.-Kommerzienrat Thormann erwarb 1862 das Gut Groß Stieten und 1871 Neu Stieten. Um 1885 erlischt der Wohnort Klein Stieten und 1871 Neu Stieten. Um 1885 erlischt der Wohnort Klein Stieten und 1897 wird die Windmühle ein Opfer der Flammen. Das Gut Groß Stieten war um 1700 dem königlich-ung. Oberstleutnant Otto von Hagen zugehörig (gest. 1750). Die Witwe von Hagen (geb. 1740) führen das Gut weiter. In zweiter Ehe vermählte sie sich mit Wilhelm Dietrich von Bülow, der 1753 in Groß Stieten eine Fayencemanufaktur einrichtet. Die Produktion führte ein Christoph Ludwig Chelij bis zum Jahr 1754.
Dr. Helmut Stiehler
Akten
Veröffentlichungs- und Nutzungsrecht: Nutzungs- und Veröffentlichungsrecht wurden dem Kreisarchiv übertragen
Format: Bild 1
Fototyp: Abzug fbg.
Fotograf: Dr. Helmut Stiehler
Format: Bild 1
Fototyp: Abzug fbg.
Fotograf: Dr. Helmut Stiehler
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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29.10.2025, 11:27 AM CET