Bezirksbauinspektion/Staatliches Hochbauamt Wertheim: Generalia, Orte (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 424 l Zugang 1990-3
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Neuere Bestände (vornehmlich ab ca. 1800) >> Finanzen, Landwirtschaft und Forst >> Bauämter >> Wertheim
1821-1973
Behördengeschichte: 1836 wurde die Bezirksbauinspektion Wertheim eingerichtet (Anzeigeblatt für den Unterrheinkreis 1836 S. 249). Als Bezirksbaumeister wurde zunächst Anton Mosbrugger nach Wertheim bestellt, der bisher am Lyzeum in Rastatt tätig war (Regierungsblatt 1836 S. 7). Zwar gab es schon seit 1820 einen Bauinspektor im Bezirk des Main- und Tauberkreises - Baumeister Weiß (Regierungsblatt 1820 S. 1-2) - doch weist das Schriftgut aus der Zeit vor 1836 grundsätzlich die Provenienz der Bezirksbauinspektion Heidelberg auf, deren Tätigkeitsbereich sich demnach - zumindest teilweise - mit dem späteren Bezirk der Bauinspektion Wertheim deckte. Der Aufgabenabgrenzung bzw. -verzahnung zwischen Baumeister Weiß in Wertheim und der Bezirksbauinspektion Heidelberg wurde nicht nachgegangen. Was die weitere Entwicklung der Bezirksbauinspektion Wertheim angeht, so seien im Hinblick auf ihre Stellung auf der untersten Verwaltungsebene nur die wichtigsten Entwicklungsschritte genannt: - 1843 Verlegung des Sitzes der Bezirksbauinspektion Wertheim nach Gerlachsheim (237/9440) und Umbenennung in "Bezirksbauinspektion Gerlachsheim" - ca. 1846 Rückverlegung der Bezirksbauinspektion nach Wertheim (diese Zeitangabe konnte nur durch Ortsangaben bei der Datierung von Schriftstücken rückgeschlossen werden - 1921 Umbenennung der "Bezirksbauinspektionen" in "Bezirksbauämter" (K. Stiefel, Baden 1648-1952 II (1977) S. 1363) - 1955 Umbenennung der "Bezirksbauämter" in "Staatliche Hochbauämter" (Gemeinsames Amtsblatt des Innenministeriums, des Finanzministeriums... 1955 S. 253) - 1973 Auflösung des Hochbauamts Wertheim (Gesetzblatt 1973 S.423 f.). Zur allgemeinen Behördengeschichte des Hochbauwesens sei auf das Vorwort von Bestand 423 Oberbauinspektion verwiesen.
Bestandsgeschichte: Das Schriftgut der Bezirksbauinspektion Wertheim kam zunächst durch eine Akteneinlieferung des Hochbauamts Heilbronn an das Staatsarchiv Ludwigsburg, welches es der Provenienz entsprechend im Januar 1990 an das Generallandesarchiv Karlsruhe abgegeben hat. Der ziemlich deformierte Zustand der Akten erklärt sich aus Folgendem: Nach Auflösung des Hochbauamts Wertheim wurden die für den laufenden Geschäftsbetrieb der Nachfolgebehörde/n nicht benötigten Altakten im Bad Mergentheimer Ordensschloss untergebracht. Bei Renovierungsarbeiten kamen die Akten durcheinander und waren zudem über einen längeren Zeitraum hinweg mehr oder weniger offen zugänglich. In diesem Zusammenhang wurde wohl von Unbekannten bei der Mehrzahl der Akten die badische Oberrandheftung aufgelöst, teilweise wurden auch Schriftstücke entwendet, so dass die vorhandenen Faszikel in der Regel lose und gegebenenfalls unvollständig vorliegen. Der Bestand umfasst 380 Faszikel, die einen Umfang von 6,2 lfd. m haben. Die Gesamtlaufzeit der Akten erstreckt sich von 1821 bis 1973.
Bearbeiterbericht: Bei mehreren in einem Aktenband vorkommenden Provenienzen wurde jeweils nur die letzte in der Titelaufnahme angegeben. Grundsätzlich wurde dabei die in den Unterlagen gebrauchte Formulierung übernommen, so dass anstelle der ausführlichen Angabe "Bezirksbauinspektion Gerlachsheim zu Wertheim" häufig Kurzformulierungen wie "Bezirksbauinspektion Gerlachsheim" oder "Bezirksbauinspektion Wertheim" erscheinen. Die Akten der Provenienz "Reichsbauamt Mannheim" wurden aus dem Bestand ausgesondert. Sie bilden den Bestand 424 h Bezirksbauinspektion Mannheim Zugang 1990-3, welcher aus 15 Faszikeln mit einem Umfang von 0,5 lfd. m besteht. Die Gesamtlaufzeit dieser Akten umfasst den Zeitraum von 1936 bis 1945. Die Herstellung des Findbuchs erfolgte im Rahmen des Midosa-Projektes der Landesarchivverwaltung mit Hilfe der EDV. Die Titelaufnahmen besorgte Frau L. Hessler, die Korrekturen Frau C. Pfisterer. Der Bestand wurde im April 1990 im Rahmen der Ausbildung von Archivinspektoranwärterin C. Pfisterer verzeichnet. Karlsruhe, 22.10.1992 C. Pfisterer
Bestandsgeschichte: Das Schriftgut der Bezirksbauinspektion Wertheim kam zunächst durch eine Akteneinlieferung des Hochbauamts Heilbronn an das Staatsarchiv Ludwigsburg, welches es der Provenienz entsprechend im Januar 1990 an das Generallandesarchiv Karlsruhe abgegeben hat. Der ziemlich deformierte Zustand der Akten erklärt sich aus Folgendem: Nach Auflösung des Hochbauamts Wertheim wurden die für den laufenden Geschäftsbetrieb der Nachfolgebehörde/n nicht benötigten Altakten im Bad Mergentheimer Ordensschloss untergebracht. Bei Renovierungsarbeiten kamen die Akten durcheinander und waren zudem über einen längeren Zeitraum hinweg mehr oder weniger offen zugänglich. In diesem Zusammenhang wurde wohl von Unbekannten bei der Mehrzahl der Akten die badische Oberrandheftung aufgelöst, teilweise wurden auch Schriftstücke entwendet, so dass die vorhandenen Faszikel in der Regel lose und gegebenenfalls unvollständig vorliegen. Der Bestand umfasst 380 Faszikel, die einen Umfang von 6,2 lfd. m haben. Die Gesamtlaufzeit der Akten erstreckt sich von 1821 bis 1973.
Bearbeiterbericht: Bei mehreren in einem Aktenband vorkommenden Provenienzen wurde jeweils nur die letzte in der Titelaufnahme angegeben. Grundsätzlich wurde dabei die in den Unterlagen gebrauchte Formulierung übernommen, so dass anstelle der ausführlichen Angabe "Bezirksbauinspektion Gerlachsheim zu Wertheim" häufig Kurzformulierungen wie "Bezirksbauinspektion Gerlachsheim" oder "Bezirksbauinspektion Wertheim" erscheinen. Die Akten der Provenienz "Reichsbauamt Mannheim" wurden aus dem Bestand ausgesondert. Sie bilden den Bestand 424 h Bezirksbauinspektion Mannheim Zugang 1990-3, welcher aus 15 Faszikeln mit einem Umfang von 0,5 lfd. m besteht. Die Gesamtlaufzeit dieser Akten umfasst den Zeitraum von 1936 bis 1945. Die Herstellung des Findbuchs erfolgte im Rahmen des Midosa-Projektes der Landesarchivverwaltung mit Hilfe der EDV. Die Titelaufnahmen besorgte Frau L. Hessler, die Korrekturen Frau C. Pfisterer. Der Bestand wurde im April 1990 im Rahmen der Ausbildung von Archivinspektoranwärterin C. Pfisterer verzeichnet. Karlsruhe, 22.10.1992 C. Pfisterer
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ
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