Willi Bleicher
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 3/002 D993206/103
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 3/002 Hörfunksendungen des SWR aus dem Jahre 1999
Hörfunksendungen des SWR aus dem Jahre 1999 >> August 1999
Sonntag, 22. August 1999
"Vor keinem lebenden Menschen sollst Du dich beugen", an diese Worte eines Vorgesetzten bei Daimler-Benz erinnerte sich Willi Bleicher (1907 bis 1981) ein Leben lang. In der Weimarer Republik war er in der KPO, der Kommunistischen Partei-Opposition, dann im Untergrund, und schließlich bis zur Befreiung im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Dort haben er und seine Mithäftlinge ein jüdisches Kind versteckt und gerettet. Bruno Apitz hat darüber seinen berühmten Roman "Nackt unter Wölfen" geschrieben. Nach dem Krieg war Willi Bleicher Bezirksleiter der IG Metall in Stuttgart. Er kämpfte, wie er in "Stationen eines Kampfes" schrieb, für "eine friedliche Welt, in der es keine Angst mehr gibt vor Arbeitslosigkeit, oder Furcht vor Krankheit, oder dem Altwerden, wo der Mensch im Mittelpunkt allen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens lebt".
SWR 2
0:45:00; 0'45
Audio-Visuelle Medien
Gewerkschaft: IG Metall
Nationalsozialismus
Partei: Kommunistische Partei Opposition
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:31 MEZ
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