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Kulturgemeinde Volksbühne Solingen (Bestand)
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1 Bestandsgeschichte 1.1 Zugang ins Archiv Die Unterlagen der Kulturgemeinde Volksbühne e.V. Solingen wurden zum einen vor 1997 von der Volksbühne selbst dem Stadtarchiv als Geschenk übergeben, ein zweiter Teil am 28.5.2000 von Eva Klett als Teil des Nachlasses ihres Ehemannes Manfred Klett (Na 72). 1.2 Registraturverhältnisse Aktengruppen wurden bei der Volksbühne teilweise nach sachlichem Zusammenhang gebildet, jedoch findet sich z.B. bei Schriftwechseln auch eine Formierung nach vorwiegend chronologischen Gesichtspunkten. Die Ablage innerhalb der Akteneinheiten erfolgte teils akten-, teils buchmäßig. Neben Überschneidungen zwischen einzelnen AE finden sich häufig inhaltliche Durchmischungen, so daß die Abgrenzung der AE in Klassifikationspunkte nur grob sein kann. 1.3 Ordnung des Bestandes Die Laufzeit des vorliegenden Bestandes erstreckt sich über die Jahre 1927 bis 1992 mit dem Schwerpunkt auf der Zeit nach 1945. Der Bestand wurde vollständig verzeichnet (zur Verzeichnung siehe Punkt 3.2 Aufbau der Angaben zu den jeweiligen AE). Die vorgefundenen Aktenhefter wurden in der Regel als Einheit behandelt. Aktentrennungen wurden dann vorgenommen, wenn der Umfang der AE 4 cm überschritt, wobei inhaltliche oder zeitliche Zäsuren als Einschnitte genommen wurden. Insgesamt wurden 102 AE gebildet. Die Ordnung und Verzeichnung des Bestandes sowie die Findbucherstellung wurde von Michael Korn von November 2001 bis Januar 2002 mittels des Programms Augias durchgeführt. 1.4 Abgaben an andere Bestände Abgaben wurden an das Bildarchiv sowie die Bibliothek gemacht, wo sich, ebenso wie bei der 0-Sammlung, schon vorher einzelne Unterlagen fanden, die dort belassen wurden. 1.5 Wertermittlung und Kassation Von dem übernommenen Schriftgut wurden überzählige Druckschriften aus den AE Ve 77/29, 30, 31, 33, 34, 36, 43; 89ff., ferner nicht zuordnungsbare Abrechnungsunterlagen sowie städtische Druckschriften, soweit sie sich bereits im Stadtarchiv befanden, kassiert. 1.6 Erhaltungszustand, technische Behandlung und Lagerung Der Erhaltungszustand der AE war insgesamt als befriedigend einzuschätzen. Allerdings sind einige bei der Volksbühne vorgenommene Lochungen ausgerissen und das Papier ist teilweise recht brüchig. Die Lagerung der AE im Magazin erfolgte nach laufender Nummer und entspricht somit nicht der Reihenfolge im Findbuch. Entmetallisierung und Umbettung der AE wurden durchgeführt. Größere Restaurierungsmaßnahmen sind nicht erforderlich, allerdings sind die Papiere teilweise sehr stark säurehaltig. 2 Abriß der Geschichte der Kulturgemeinde Volksbühne e.V. Eine ausführliche Darstellung der Geschichte der Kulturgemeinde Volksbühne e.V. Solingen an dieser Stelle wäre sicherlich wünschenswert gewesen, mußte jedoch aus zeitlichen Gründen unterbleiben. Zur Entwicklung ist zunächst die Festschrift "Kulturgemeinde Volksbühne e.V. Solingen (Hrsg.): 1927-1977 - 50 Jahre Volksbühne Solingen, [Solingen 1977]" heranzuziehen. Für die Zeit ab 1977 ist auf die Zeitungsdokumentation des Stadtarchivs (s. "Weiterführende Literatur") zu verweisen. Das Hauptziel der Theatergemeinde/Volksbühne war, den Besuch von Theater und anderen kulturellen Veranstaltungen durch die Abgabe günstiger Eintrittskarten auch für breite Schichten zu ermöglichen. Darüber hinaus bemühte man sich stets, Mitglieder und damit neue Interessierte für das Solinger Kulturleben zu werben. So wurde auch die Jugend gezielt durch vielerlei Maßnahmen angesprochen. Darüber hinaus gestaltete die Volksbühne in späteren Jahren auch den städtischen Spielplan mit. Ferner hatte man sich die allgemeine und breite Förderung des kulturellen Lebens in Solingen auf die Fahnen geschrieben. 1927 wurde die Volksbühne des Stadt- und Landkreises Solingen e.V. gegründet, die sich 1930 in "Theatergemeinde Groß-Solingen e.V" umbenannte. Nachdem die Volksbühnenvereine 1933 verboten worden waren, erfolgte in Solingen 1946 eine Neugründung, die sich den Namen "Solinger Theatergemeinde" gab. Die Bewegung erhielt regen Zulauf, der zunächst nur durch die Währungsreform kurz aufgehalten wurde, dann aber einen erneuten Aufschwung erlebte. 1947 erfolgte die Umbenennung in "Kulturgemeinde Volksbühne e.V. Solingen" und ab 1950 bzw.1952 gab es mit dem "Jugendring" bzw. der "Jugendvolksbühne" erstmals gezielte Angebote für Jugendliche. In den 1960er Jahren bildete die Volksbühne das Rückgrat des Solinger Theaterlebens. 1979 kam zur Geschäftsstelle der Solinger Volksbühne noch eine Landesgeschäftsstelle der Volksbühnenvereine hinzu, bei der Manfred Klett als langjähriger Geschäftsführer fungierte. Die Geschäftsführung bei der Solinger Volksbühne hatte über 25 Jahre seine Mutter Trude Klett inne, später u.a. seine Schwester Ursula Klett. In den späten 1980er Jahren sanken die Mitgliederzahlen rapide, so daß von Seiten der Stadt Solingen ab 1991 intensiv Überlegungen zur Streichung finanzieller Mittel angestellt wurden, wodurch die Zukunft ungewiß erschien. Eine Kooperation der Solinger Volksbühne mit dem Verein "Die Provinz lebt" wurde im gleichen Jahr aufgenommen. Nachdem aber 1992 die städtischen Finanzmittel gestrichen worden waren, schloß man sich mit der Volksbühne Remscheid, die in einer ähnlichen Situation war, zur "Volksbühne Solingen - Remscheid e.V." zusammen, was das Ende aber nur verzögerte. Am 4.9.1997 schließlich beschlossen die Mitglieder die Auflösung des Vereins. Die Vereinsvorsitzenden in der Nachkriegszeit waren Hans Bühler (1946-1949), Rudolf Schaberg (1949-1964), Manfred Klett (1964-1987) sowie Ernst-Martin Walsken (1987-1997). 3 Aufbau des Findbuches 3.1 Klassifikation und Sortierung Die insgesamt 102 AE wurden zur besseren Übersicht in 12 Klassifikationsgruppen eingeteilt, die jeweils zwischen 3 und 23 AE umfassen. Generell geht die Stufung der Klassifikation vom Allgemeinen zum Besonderen, so daß sich Verbindendes in den jeweils übergeordneten Gruppen findet. Teilweise konnte eine Einteilung jedoch nur rein mengenmäßig erfolgen, so daß sich Informationen zu einer Thematik sowohl in der Haupt- (dort vermischt mit anderen Themenbereichen) als auch den Untergruppen finden lassen können. Auch wurden für einige aktenmäßig umfangreiche Thematiken eigene Klassifikationspunkte geschaffen, wogegen gleichrangige, jedoch weniger umfangreiche in allgemeineren Punkten zu suchen sind. Eine inhaltliche Wertung ist hiermit nicht verbunden. Die Sortierung der AE erfolgte innerhalb der Klassifikationspunkte nach Laufzeit und dann alphabetisch nach Titel, so daß Zusammengehöriges nicht unbedingt zusammenstehen muß. 3.2 Aufbau der Angaben zu den jeweiligen AE Die Angaben zu den einzelnen AE beginnen mit der Signatur der AE [Bestandskürzel "Ve 77" sowie laufender Nummer]. Am rechten Seitenrand wird die jeweilige Laufzeit angegeben. Zeitliche Lücken wurden nur berücksichtigt, soweit sie mindestens fünf Jahre umfassen. Vor- bzw. Nachlaufzeiten finden sich als zusätzliche Angaben in Klammern. Darunter wurde der Titel (fett) gesetzt. Es kam sowohl die einfache als auch die erweiterte Verzeichnung zur Anwendung. Ergänzt werden die Titel durch folgende Vermerke: " Enthält für die Auflistung des gesamten Akteninhalts; " Enthält nur für eine Einschränkung des Titels; " Enthält unter anderem für die Hervorhebung besonderer Einzelstücke; " Enthält vor allem für die Hervorhebung des inhaltlichen Schwerpunktes; " Darin für inhaltlich oder formal Abweichendes (kursiv). Ferner ist die Provenienz der einzelnen AE angegeben. Darunter finden sich (kursiv) etwaige Sperrfristen. 3.4 Sperrfristen Aus Gründen des Datenschutzes sind personenbezogene Unterlagen für 50 Jahre nach ihrem Abschluß, mindestens aber 90 Jahre nach der Geburt des Betroffenen, von der allgemeinen Benutzung ausgenommen. Grundlagen sind das Archivgesetz NRW vom 16.5.1989 (GV NRW Nr. 26 vom 13.6.1989) sowie die Benutzungsordnung für das Stadtarchiv Solingen vom 16.7.1993 (Die Stadt Nr. 29 vom 22.7.1993) in der jeweils geltenden Fassung. 3.5 Zitierweise und Aktenbestellungen Zu zitieren sind die AE unter Voranstellung des Archivs mit Angabe der entsprechenden Signatur, z.B. "Stadtarchiv Solingen, Ve 77-34". Wenn Sie Unterlagen zur Einsicht innerhalb des Stadtarchivs bestellen möchten, genügen die Angabe des Namens des Benutzers, Bestelldatum und jeweiliger Signatur auf dem rosa Bestellzettel. 3.6 Weiterführende Literatur (Die eingeklammerten Kürzel sind Bibliothekssignaturen.) Kulturgemeinde Volksbühne e.V. Solingen (Hrsg.): 1927-1977 - 50 Jahre Volksbühne Solingen, [Solingen 1977] (KA 7119) Müller, Werner: Das Solinger Kleine Welttheater - Die ersten 164 Jahre - Von Aischylos bis Peter Handke, Hrsg. Stadtarchiv Solingen (=Anker und Schwert - Aus Vergangenheit und Gegenwart der Stadt Solingen - Beiträge zu ihrer Geschichte 3), Duisburg 1973 (MA 765/3) Publikationen zum kulturellen Leben sind zum einen den beiden Bibliographien "Solinger Bibliographie der Zeitschriftenaufsätze im Stadtarchiv, zusammengestellt von Gisela Schmeling-Ahlefeld, Solingen 1990" (GA 2551/4) und "Solinger Bibliographie. Literatur über Solingen im Stadtarchiv, zusammengestellt von Peter Elsner, Solingen 1986" (GA 2551/3) zu entnehmen. Ferner finden sich Zeitungsartikel und sonstige Publikationen im Solingen-Katalog (Nr. 4) der Bibliothek, speziell zur Volksbühne unter dem Stichwort "Vereine/Volksbühne" (incl. Zeitungsdokumentation bis 1995), außerdem in der Zeitungsdokumentation ab 1996 (EDV-Ausdruck) unter dem Stichwort "Volksbühne Solingen - Remscheid e.V.". 3.7 Ergänzende Bestände Ergänzendes Material zur Kulturbühne findet sich im Bildarchiv (siehe entsprechenden Katalog), der Bibliothek sowie den archivischen Sammlungen (Findbuchgruppe RS 4, insbesondere Plakate). Ferner ist der Nachlaß des langjährigen Vorsitzenden Manfred Klett (Na 72) heranzuziehen. Auch in städtischem Schriftgut finden sich viele Informationen über die Volksbühnen Solingen sowie Merscheid und Höhscheid. Eine Aufstellung der betreffenden Akten folgt auf das Vorwort. 3.8 Abkürzungsverzeichnis AE Archivalieneinheit(en) e.V. eingetragener Verein Fa. Firma Hrsg. Herausgeber Na Nachlässe und personenbezogene Sammlungen des Stadtarchivs o.J. ohne Jahr o.O. ohne Ort SW Schwarz-Weiß Ve Vereinsbestände des Stadtarchivs Solingen VE Verzeichnungseinheit(en) Solingen, im Januar 2002 Michael Korn
Eingrenzung und Inhalt: Bestand enthält u.a.: Interne Organisation; Schriftwechsel und Rundschreiben; Statistiken und Mitgliederverwaltung; Personal; Organisation und Tätigkeit von Versammlungen des Vorstands, des Kuratoriums sowie Jahreshauptversammlungen; Finanzen; Kontakte mit Vereinen und Verbänden; Werbung und Öffentlichkeitsarbeit; Druckschriften; Zeitungsartikel; Fotos; Theatergemeinde und Theateraufführungen in Solingen vor 1945
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.