Abt. 126.18 Gut Bossee (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. 126.18
Landesarchiv Schleswig-Holstein (Archivtektonik) >> Gliederung >> Klöster und Güter >> Abt. 126 Kieler Güterdistrikt
1666-2000
Enthält: Gerichtshalterschaft; Rezesse; Fideikommisse; Gutsverwaltung; Gutswirtschaft; Gutsrechnungen; Kirche; Schule; Familie von Bülow; Schuld- und Pfandprotokolle ab 1808; Kontrakte ab 1809; Gerichtsprotokolle ab 1790; Vormünderprotokolle ab 1815.
Geschichte des Bestandsbildners: Das holsteinische Gut Bossee hat seinen Sitz am Westensee zwischen den Städten Kiel und Rendsburg und gehörte zum Kieler Güterdistrikt. Es war im Besitz der Ritterschaft von Westensee, bis diese im 14. Jahrhundert ausstarb. Anschließend ging es an die Familie von Ahlefeldt über, die das Gut rund zweihundert Jahre lang bewirtschaftete und das erste Herrenhaus erbauen ließen.
Geschichte des Bestandsbildners: Im Laufe der Zeit gehörte Bossee mehreren holsteinischen Adelsfamilien, darunter von Brockdorff, von Qualen und Rantzau. Unter der Letzteren entwickelte sich das Gut Anfang des 18. Jahrhundert zu einem großen Gehöft.
Geschichte des Bestandsbildners: Über die Familie von Rumohr gelangte Gut Bossee vorübergehend in bürgerliche Hände, und zwar nacheinander an Georg Friedrich Pauly, Joachim Christoph Janisch und Johann Ernst Leisching. In einem Konkursverfahren erwarb 1824 schließlich Detlev Heinrich von von Bülow zu Bothkamp das Gut. Besonders unter seinem Sohn Detlev Wilhelm Theodor von Bülow wurden es erweitert und umgestaltet, darunter das Herrenhaus durch den Architekten Albert Petersen im Jahr 1897.
Geschichte des Bestandsbildners: Zum Hauptgut Bossee gehörten bis zu ihrer Abtrennung durch die Bodenreform 1948 die Meierhöfe Schönhagen und Rolfshörn. Das Dorf Brux war schon nach dem Ersten Weltkrieg an die Kieler Höfebank veräußert worden. Das Stammgut verblieb als stets auf der Höhe der Zeit gehaltener Wirtschaftsbetrieb bei der Familie von Bülow.
Bestandsgeschichte: Die Protokolle wurden 1937, 1943 und 1952 vom Amtsgericht Nortorf in das damalige Staatsarchiv Kiel bzw. das Landesarchiv übernommen, hinzu kam 1978 eine geschenkte Akte aus Privathand. Das eigentliche Gutsarchiv wurde 2016 und 2017 aus dem Familienbesitz abgegeben und ging per Vertrag in das Eigentum des Landesarchivs über.
Zusatzinformationen: Zitierweise: Sigle des Landesarchivs, Abteilungsbezeichnung und laufende Nummer, also zum Beispiel LASH Abt. 126.18 Nr. 1
Geschichte des Bestandsbildners: Das holsteinische Gut Bossee hat seinen Sitz am Westensee zwischen den Städten Kiel und Rendsburg und gehörte zum Kieler Güterdistrikt. Es war im Besitz der Ritterschaft von Westensee, bis diese im 14. Jahrhundert ausstarb. Anschließend ging es an die Familie von Ahlefeldt über, die das Gut rund zweihundert Jahre lang bewirtschaftete und das erste Herrenhaus erbauen ließen.
Geschichte des Bestandsbildners: Im Laufe der Zeit gehörte Bossee mehreren holsteinischen Adelsfamilien, darunter von Brockdorff, von Qualen und Rantzau. Unter der Letzteren entwickelte sich das Gut Anfang des 18. Jahrhundert zu einem großen Gehöft.
Geschichte des Bestandsbildners: Über die Familie von Rumohr gelangte Gut Bossee vorübergehend in bürgerliche Hände, und zwar nacheinander an Georg Friedrich Pauly, Joachim Christoph Janisch und Johann Ernst Leisching. In einem Konkursverfahren erwarb 1824 schließlich Detlev Heinrich von von Bülow zu Bothkamp das Gut. Besonders unter seinem Sohn Detlev Wilhelm Theodor von Bülow wurden es erweitert und umgestaltet, darunter das Herrenhaus durch den Architekten Albert Petersen im Jahr 1897.
Geschichte des Bestandsbildners: Zum Hauptgut Bossee gehörten bis zu ihrer Abtrennung durch die Bodenreform 1948 die Meierhöfe Schönhagen und Rolfshörn. Das Dorf Brux war schon nach dem Ersten Weltkrieg an die Kieler Höfebank veräußert worden. Das Stammgut verblieb als stets auf der Höhe der Zeit gehaltener Wirtschaftsbetrieb bei der Familie von Bülow.
Bestandsgeschichte: Die Protokolle wurden 1937, 1943 und 1952 vom Amtsgericht Nortorf in das damalige Staatsarchiv Kiel bzw. das Landesarchiv übernommen, hinzu kam 1978 eine geschenkte Akte aus Privathand. Das eigentliche Gutsarchiv wurde 2016 und 2017 aus dem Familienbesitz abgegeben und ging per Vertrag in das Eigentum des Landesarchivs über.
Zusatzinformationen: Zitierweise: Sigle des Landesarchivs, Abteilungsbezeichnung und laufende Nummer, also zum Beispiel LASH Abt. 126.18 Nr. 1
13 lfd. M.
Bestand
Literatur: Deert Lafrenz: Gutshöfe und Herrenhäuser in Schleswig-Holstein. Petersberg 2015.
Literatur: Frank Trende: Herrenhaus-Geschichten im Herzen Schleswig-Holsteins. Heide 2015.
Literatur: Frank Trende: Herrenhaus-Geschichten im Herzen Schleswig-Holsteins. Heide 2015.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
26.01.2026, 09:51 MEZ