Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) (Bestand)
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UAT 29/
Universitätsarchiv Tübingen (Archivtektonik) >> B Akademische Zentralorgane >> Bc Verwaltungsorgane (Universitätsverwaltung) >> Bc 2 Universitätssekretariat >> Ältere Universitätsregistratur (15.-19. Jh.)
1537-1781
Bestandsbeschreibung: 1. Bestandsstruktur, -geschichte:
Bemühungen um die Ordnung der Registratur sind schon Ende des 16. Jahrhunderts belegt (Senatsprotokoll 1598: Registraturbesoldung für den Notar), führen aber wohl nie zu einem dauernd befriedigenden Ergebnis. Auf den "Skribenten" Johann Jacob Gonzenhauser (geb. 1750), der 1774 damit beauftragt wurde, ein "brauchbares Repertorium" (UAT 47/7 242') zu verfertigen, geht ein alphabetisches Schlagwortverzeichnis der Universitätsregistratur zurück. Es erfasste nicht nur die eigentliche Universitätsregistratur, sondern auch Unterlagen der Syndikatur und war ausweislich der sporadischen Nachträge von der Hand des Universitätssekretäre Johann Friedrich Uhland, dem Vater des Dichters, bis (ca.) 1817 in Gebrauch. Ein Teil dieses Aktenbestandes ist auch in einem 1863 angelegten "Repertorium über die Universitätsregistratur" verzeichnet und zwar unter der Rubrik "Ältere vermischte Akten" und geordnet nach einem Alphabet, das von "Abzug" bis "Zollsachen" reicht. (Dies könnte eine Spur der 1831 von Christian Ludwig Pfaff durchgeführten Neuordnung sein.)
2. Bearbeitung/Erschließung:
Da die "Älteren vermischten Akten" der Universitätsbibliothek nicht geschlossen, sondern verteilt auf mehrere, Jahrzehnte auseinanderliegende Akzessionen übergeben und in der Folge die Amtsbücher und die nachgebundenen älteren von den nicht gebundenen jüngeren Akten getrennt wurden, ist die alphabetische Ordnung heute gestört. Der Bestand umfasst drei Teile, die in der folgenden Beschreibung unterschieden werden:
Teil I: UAT 5/4-6/30: Amtsbücher und nach Abgabe an die Bibliothek nachgebundene Akten der Buchstaben B - V des Schlagwortalphabets. Diese Unterlagen stammen vorwiegend aus der Zeit vor 1750, in Einzelfällen wurden Ergänzungen und Nachträge bei späteren Abgaben (seit 1867) vorgenommen.
Teil II: UAT 7/1-9/6, 10/2-10/18, 25/1-32/6 (übernommen: 1867): Akten der Buchstaben A (Abzug) bis W (Wohnungen) des Schlagwortalphabets, vorwiegend aus der Zeit bis 1750, die in ihrem ursprünglichen Zustand belassen, also nicht nachgebunden wurden.
Teil III: 44/1-180 (übernommen: 1867 und 1914): Willkürlich vermischte Akten des ursprünglichen Schlagwortalphabets, vorwiegend aus der Zeit seit 1750 und ergänzt um Akten eigenständiger Teilregistraturen sowie Akten fremder Provenienz, die vor allem im Jahr 1914 in die Universitätsbibliothek gelangten.
Im Universitätsarchiv wurde 1969/70 die Serie der "Älteren vermischten Sachakten" in den gleichnamigen Bestandsrepertorien rekonstruiert, ohne die seit 1867 vergebenen Signaturen zu verändern. Im Zuge der Findmitteldigitalisierung wurden sämtliche Findmittel zu den Altbeständen einem Gesamtinventar kumuliert.
Tübingen, den 15.7.1992
Dr. Michael Wischnath
Nachtrag:
Als Teil der "Altbestände" wurde der Bestand UAT 29 in einer Sammeldatei "Inventar" im TUSTEP-Format („Tübinger System von Textverarbeitungs-Programmen“) geführt. Im Sommer 2020 wurde der Bestand im Rahmen des Projekts "Retrokonversion und Online-Stellung der Findmittel zu den "Altbeständen" des Universitätsarchivs Tübingen" einzeln in die Archivverwaltungssoftware ACTApro konvertiert. Er umfasst insgesamt 16 Verzeichnungseinheiten im Umfang von 0,45 lfm.
Inhalt:
Rangstreitigkeiten (1586-1770): 2 Verzeichnungseinheiten
Supremus Deputatus (1567-1589): 1 Verzeichnungseinheit
Landpflege-Rechnungsrezesse (1635-1781): 4 Verzeichnungseinheiten
Rektorat (1544-1775): 5 Verzeichnungseinheiten
Regierungsverhältnisse (1550-1638): 1 Verzeichnungseinheit
Relegationes et consilia abeundi (1562-1775): 2 Verzeichnungseinheiten
Entfallen: 1 Verzeichnungseinheit
Bemühungen um die Ordnung der Registratur sind schon Ende des 16. Jahrhunderts belegt (Senatsprotokoll 1598: Registraturbesoldung für den Notar), führen aber wohl nie zu einem dauernd befriedigenden Ergebnis. Auf den "Skribenten" Johann Jacob Gonzenhauser (geb. 1750), der 1774 damit beauftragt wurde, ein "brauchbares Repertorium" (UAT 47/7 242') zu verfertigen, geht ein alphabetisches Schlagwortverzeichnis der Universitätsregistratur zurück. Es erfasste nicht nur die eigentliche Universitätsregistratur, sondern auch Unterlagen der Syndikatur und war ausweislich der sporadischen Nachträge von der Hand des Universitätssekretäre Johann Friedrich Uhland, dem Vater des Dichters, bis (ca.) 1817 in Gebrauch. Ein Teil dieses Aktenbestandes ist auch in einem 1863 angelegten "Repertorium über die Universitätsregistratur" verzeichnet und zwar unter der Rubrik "Ältere vermischte Akten" und geordnet nach einem Alphabet, das von "Abzug" bis "Zollsachen" reicht. (Dies könnte eine Spur der 1831 von Christian Ludwig Pfaff durchgeführten Neuordnung sein.)
2. Bearbeitung/Erschließung:
Da die "Älteren vermischten Akten" der Universitätsbibliothek nicht geschlossen, sondern verteilt auf mehrere, Jahrzehnte auseinanderliegende Akzessionen übergeben und in der Folge die Amtsbücher und die nachgebundenen älteren von den nicht gebundenen jüngeren Akten getrennt wurden, ist die alphabetische Ordnung heute gestört. Der Bestand umfasst drei Teile, die in der folgenden Beschreibung unterschieden werden:
Teil I: UAT 5/4-6/30: Amtsbücher und nach Abgabe an die Bibliothek nachgebundene Akten der Buchstaben B - V des Schlagwortalphabets. Diese Unterlagen stammen vorwiegend aus der Zeit vor 1750, in Einzelfällen wurden Ergänzungen und Nachträge bei späteren Abgaben (seit 1867) vorgenommen.
Teil II: UAT 7/1-9/6, 10/2-10/18, 25/1-32/6 (übernommen: 1867): Akten der Buchstaben A (Abzug) bis W (Wohnungen) des Schlagwortalphabets, vorwiegend aus der Zeit bis 1750, die in ihrem ursprünglichen Zustand belassen, also nicht nachgebunden wurden.
Teil III: 44/1-180 (übernommen: 1867 und 1914): Willkürlich vermischte Akten des ursprünglichen Schlagwortalphabets, vorwiegend aus der Zeit seit 1750 und ergänzt um Akten eigenständiger Teilregistraturen sowie Akten fremder Provenienz, die vor allem im Jahr 1914 in die Universitätsbibliothek gelangten.
Im Universitätsarchiv wurde 1969/70 die Serie der "Älteren vermischten Sachakten" in den gleichnamigen Bestandsrepertorien rekonstruiert, ohne die seit 1867 vergebenen Signaturen zu verändern. Im Zuge der Findmitteldigitalisierung wurden sämtliche Findmittel zu den Altbeständen einem Gesamtinventar kumuliert.
Tübingen, den 15.7.1992
Dr. Michael Wischnath
Nachtrag:
Als Teil der "Altbestände" wurde der Bestand UAT 29 in einer Sammeldatei "Inventar" im TUSTEP-Format („Tübinger System von Textverarbeitungs-Programmen“) geführt. Im Sommer 2020 wurde der Bestand im Rahmen des Projekts "Retrokonversion und Online-Stellung der Findmittel zu den "Altbeständen" des Universitätsarchivs Tübingen" einzeln in die Archivverwaltungssoftware ACTApro konvertiert. Er umfasst insgesamt 16 Verzeichnungseinheiten im Umfang von 0,45 lfm.
Inhalt:
Rangstreitigkeiten (1586-1770): 2 Verzeichnungseinheiten
Supremus Deputatus (1567-1589): 1 Verzeichnungseinheit
Landpflege-Rechnungsrezesse (1635-1781): 4 Verzeichnungseinheiten
Rektorat (1544-1775): 5 Verzeichnungseinheiten
Regierungsverhältnisse (1550-1638): 1 Verzeichnungseinheit
Relegationes et consilia abeundi (1562-1775): 2 Verzeichnungseinheiten
Entfallen: 1 Verzeichnungseinheit
0,90 lfm
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.12.2025, 09:03 MEZ
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