Wirtschaftsministerium: Handakten Wirtschaftsminister Dr. Veit (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, EA 6/005
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Ministerien und zentrale Dienststellen seit 1945 >> Wirtschaftsministerium >> Frühere Zuständigkeiten, aufgehobene Abteilungen, Kommissionen
1946-1957
Inhalt und Bewertung
Hermann Veit, Jurist, Rechtsanwalt und SPD-Politiker (1897-1973), war von 1946 bis 1961 Wirtschaftsminister von Württemberg-Baden, bzw. Baden-Württemberg
Enthält v. a.: Unterlagen zu seiner Tätigkeit in verschiedenen Aufsichts- und Verwaltungsräten.
Die in diesem Bestand vereinigten Unterlagen umfassen die Handakten des Wirtschaftsministers Hermann Veit. Sie wurden nicht in der Registratur des Wirtschaftsministeriums, sondern vom persönlichen Referenten des Ministers ohne Einbindung in einen Aktenplan verwaltet. Der Jurist, Rechtsanwalt und SPD-Politiker Hermann Veit - geboren 13. April 1897, gestorben am 15. März 1973 - wurde, nachdem er zuvor 1945 - 1946 Oberbürgermeister von Karlsruhe war, Ende 1946 zum Wirtschaftsminister von Württemberg-Baden berufen, dieses Amt und die Funktion als stellvertretender Ministerpräsident (seit 1951) übte er bis zu seinem Ausscheiden aus der Regierung im Jahr 1961 aus. Zudem war er seit 1946 Mitglied der verfassungsgebenden Landesversammlung, des Lantags bis 1949 und ab 1956 bis zu seinem Tod 1973, von 1949 bis 1953 Mitglied des Bundestags. In seiner Funktion als Wirtschaftsminister war er Mitglied des Verwaltungsrates für Wirtschaft des amerikanischen und britischen Besatzungsgebietes, Mitglied des Wirtschaftsrates für das Vereinigte Wirtschaftsgebiet, Mitglied des Länderrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, Teilnehmer an den Konferenzen der Ministerpräsidenten (seit Juni 1947). Angesiedelt beim Wirtschaftsministerium war die Forschungsüberwachungsstelle, wobei nicht nachvollziehbar ist, weshalb die dort entstandenen Unterlagen zu den Handakten des Ministers gelegt wurden. Die Unterlagen zum Aufsichtsrat der Neckar-Aktiengesellschaft und zum Verwaltungsrat der Landeszentralbank Baden-Württemberg fielen auf Grund der an das Amt des Wirtschaftsministers gebundenen Mitgliedschaft in diesen Gremien an. Die Unterlagen des vorliegenden Bestandes gelangten im Rahmen einer umfangreichen Ablieferung, im April 1975 in das Hauptstaatsarchiv Stuttgart und wurden als Bestand EA 6/20 eingegliedert, bei der Neugliederung der Bestände wurde er zum Bestand EA 6/005 umsigniert. Ergänzende und weiterführende Unterlagen sind in folgenden Beständen zu finden: EA 1/014 Staatsministerium, Vertretung von Württemberg-Baden beim Länderrat; EA 1/015 Staatsministerium, Vertretung von Württemberg-Baden bei der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes; EA 1/016 Staatsministerium, Abt. Vereinigtes Wirtschaftsgebiet bzw. trizonale Angelegenheiten EA 6/001 Wirtschaftsministerium Württemberg-Baden, Allgemeine Verwaltung. Die Verzeichnung des Bestandes erfolgte 1997 mit dem neuen EDV-Verzeichnungsprogramm Midosa 95. Die Ordnung des Bestandes orientiert sich an der ursprünglichen Aktenordnung, jedoch wurden einzelne umfangreiche Aktenbunde aufgelöst und in neue, kleinere Akteneinheiten untergliedert. Der Bestand zählt nunmehr 44 Büschel im Umfang von ca. 1,2 lfd. m. Stuttgart, im Juni 1997 Peter Bohl
44 Büschel /1,2 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Ministerien und zentrale Dienststellen seit 1945 (Tektonik)
- Wirtschaftsministerium (Tektonik)
- Frühere Zuständigkeiten, aufgehobene Abteilungen, Kommissionen (Tektonik)
- Wirtschaftsministerium: Handakten Wirtschaftsminister Dr. Veit (Bestand)