Lippische Grenzakten (Bestand)
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L 38
Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik) >> 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe >> 1.1. Land Lippe (bis 1947) >> 1.1.2. Verwaltung, Justiz >> 1.1.2.2. Allgemeine und innere Verwaltung >> 1.1.2.2.1. Zentrale Verwaltung
(1246)-1809
Grenzen gegen die Nachbarterritorien: Herford, Paderborn, Brandenburg-Preußen, Holstein-Schaumburg, Schaumburg-Lippe, Schaumburg (hess. Teil), Braunschweig Lüneburg, Hannover, Pyrmont, Corvey (1262)-1809 (67); Grenzen des Klosters Falkenhagen (1246)-1723 (1); Grenzen zwischen den lippischen Ämtern untereinander 1490-1805 (30).
Bestandsgeschichte: Von Johann Ludwig Knoch 1780 zusammengestellter Pertinenzbestand, mit Nachträgen.
Form und Inhalt: Zum Bestand
Der vorliegende Bestand wurde 1780 von Johann Ludwig Knoch verzeichnet und erfuhr von späterer archivarischer Hand einige wenige Ergänzungen. Untypisch für ein Knochsches Repertorium ist der Umstand, dass ein Vorwort fehlt. Diese Tatsache ich nicht einer gewissen Bedeutungslosigkeit dieses Knochschen Repertoriums im Kanon seiner vielen anderen geschuldet - nein, im Gegenteil -, sondern dem Fakt, dass die Akten und Vorgänge dieses Bestandes durchaus auch anderen Fonds (z.B. Auswärtiges, Ortsakten, Polizei- und Hoheitssachen) hätten zugeordnet werden können. So verzichtete Knoch auf ein eigenes Vorwort zu diesem Pertinenzbestand, der hätte gar nicht geschaffen werden müssen.
Der Bestand umfasst 92 VZE. Die frühesten Originalstücke setzen im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts ein; die jüngsten reichen bis zum Anfang des 19.. Abschriften älterer Urkunden reichen zeitlich bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück.
Der Bestand bietet dem Benutzer vielzählige Informationen zur Orts- und Landesgeschichte, typischerweise dann, wenn es zu Konflikten zw. einzelnen Dorfschaften, Ämtern und Territorien kam. Zahlreich sind auch die Grenz-, Hude-, Jagd- und sonstigen Streitigkeiten zw. den Ämtern der regierenden Linie und den Paragialämtern der lippischen Nebenlinien, vor allem mit Lippe-Brake. Grenzsteinforscher finden zahlreiche Angaben über die Positionen noch heute vorhandener Grenzsteine. Familienforscher können in L 38 Zeugenbefragungen mit Namensnennungen und ”Kurzbiographien“ erwarten, die bis in das Jahr 1490 zurückreichen (Nr. 68). Eine Reihe von Akten sind in einfache Pappdeckel gebunden, wohl um sie bei Grenzbegehungen besser griffbereit zu haben. Auch die Knochsche Handschrift begegnet häufig in den Akten und ist wesentlich besser zu lesen als in seinen Repertorien! Knoch hatte zahlreiche Abschriften älterer Dokumente angefertigt, pro memoria und notamina erstellt, selbst Grenzbegehungen mit -beschreibungen durchgeführt und einige wunderschöne und anspruchsvolle Karten zu Grenzsituationen angefertigt, die im Bestand verblieben sind (z.B. Nr. 71).
Zahlreiche Grenzverträge mit den Nachbarterritorien und ihren wechselnden Herrscherhäusern befinden sich in Abschrift in diesem Bestand; die Originale zumeist im Urkundenbestand L 1. Folgende Bestände sind zudem noch v.a. zu konsultieren (s.o.): L 95, L 77a, L 75, L 18-36, L 42-49.
Es ist nach Bestellnummer zu zitieren: L 38 Nr.
Detmold, im Juli 2008
(Wolfgang Bender)
Bestandsgeschichte: Von Johann Ludwig Knoch 1780 zusammengestellter Pertinenzbestand, mit Nachträgen.
Form und Inhalt: Zum Bestand
Der vorliegende Bestand wurde 1780 von Johann Ludwig Knoch verzeichnet und erfuhr von späterer archivarischer Hand einige wenige Ergänzungen. Untypisch für ein Knochsches Repertorium ist der Umstand, dass ein Vorwort fehlt. Diese Tatsache ich nicht einer gewissen Bedeutungslosigkeit dieses Knochschen Repertoriums im Kanon seiner vielen anderen geschuldet - nein, im Gegenteil -, sondern dem Fakt, dass die Akten und Vorgänge dieses Bestandes durchaus auch anderen Fonds (z.B. Auswärtiges, Ortsakten, Polizei- und Hoheitssachen) hätten zugeordnet werden können. So verzichtete Knoch auf ein eigenes Vorwort zu diesem Pertinenzbestand, der hätte gar nicht geschaffen werden müssen.
Der Bestand umfasst 92 VZE. Die frühesten Originalstücke setzen im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts ein; die jüngsten reichen bis zum Anfang des 19.. Abschriften älterer Urkunden reichen zeitlich bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück.
Der Bestand bietet dem Benutzer vielzählige Informationen zur Orts- und Landesgeschichte, typischerweise dann, wenn es zu Konflikten zw. einzelnen Dorfschaften, Ämtern und Territorien kam. Zahlreich sind auch die Grenz-, Hude-, Jagd- und sonstigen Streitigkeiten zw. den Ämtern der regierenden Linie und den Paragialämtern der lippischen Nebenlinien, vor allem mit Lippe-Brake. Grenzsteinforscher finden zahlreiche Angaben über die Positionen noch heute vorhandener Grenzsteine. Familienforscher können in L 38 Zeugenbefragungen mit Namensnennungen und ”Kurzbiographien“ erwarten, die bis in das Jahr 1490 zurückreichen (Nr. 68). Eine Reihe von Akten sind in einfache Pappdeckel gebunden, wohl um sie bei Grenzbegehungen besser griffbereit zu haben. Auch die Knochsche Handschrift begegnet häufig in den Akten und ist wesentlich besser zu lesen als in seinen Repertorien! Knoch hatte zahlreiche Abschriften älterer Dokumente angefertigt, pro memoria und notamina erstellt, selbst Grenzbegehungen mit -beschreibungen durchgeführt und einige wunderschöne und anspruchsvolle Karten zu Grenzsituationen angefertigt, die im Bestand verblieben sind (z.B. Nr. 71).
Zahlreiche Grenzverträge mit den Nachbarterritorien und ihren wechselnden Herrscherhäusern befinden sich in Abschrift in diesem Bestand; die Originale zumeist im Urkundenbestand L 1. Folgende Bestände sind zudem noch v.a. zu konsultieren (s.o.): L 95, L 77a, L 75, L 18-36, L 42-49.
Es ist nach Bestellnummer zu zitieren: L 38 Nr.
Detmold, im Juli 2008
(Wolfgang Bender)
37 Kartons = 93 Archivbände (1246)-1809. - Findbuch: L 38.
Bestand
German
Kittel, Erich, Heimatchronik des Kreises Lippe, 2. Auflage, Köln 1978.
Literatur: Erich Kittel, Heimatchronik des Kreises Lippe, 2. Aufl. 1978.
Einzelgeschichten zu Ortschaften und Ämtern.
Literatur: Erich Kittel, Heimatchronik des Kreises Lippe, 2. Aufl. 1978.
Einzelgeschichten zu Ortschaften und Ämtern.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ
Hierarchie
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- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
- Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik)
- 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Tektonik)
- 1.1. Land Lippe (bis 1947) (Tektonik)
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