Kläger: Hermann Rendtorff, Peter Neuhaus, Lorenz Poppe, Ludolf Knacke sel. Erben, Octavio van Vinnens, Peter vom Kampe als Kurator der Witwe des Christian Wiegers und Christian Reyme, Assekuradeure in Hamburg (Beklagte).- Beklagter: Christian Peter Brandt, Notar in Hamburg, als Bevollmächtigter des Heinrich Frahm Bergenhusen, Kaufmann in Eckernförde, dann Proviant-Kommissar in der Festung Friedrichsort bei Kiel (Kläger).- Streitgegenstand: Appellationis; Unzuständigkeit des Reichskammergerichtes in Assekuranzsachen und Fragen der Beweisführung in einem Streit um einen angeblichen Betrug bei der Versicherung des Schiffes "Die Hoffnung", das auf der Reise von Eckernförde nach St. Petersburg mit einer Ladung Austern und Muscheln bei Narva verunglückte; Behauptung der Kläger, dass der Beklagter zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses bereits von dem Schiffsunglück wusste
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Kläger: Hermann Rendtorff, Peter Neuhaus, Lorenz Poppe, Ludolf Knacke sel. Erben, Octavio van Vinnens, Peter vom Kampe als Kurator der Witwe des Christian Wiegers und Christian Reyme, Assekuradeure in Hamburg (Beklagte).- Beklagter: Christian Peter Brandt, Notar in Hamburg, als Bevollmächtigter des Heinrich Frahm Bergenhusen, Kaufmann in Eckernförde, dann Proviant-Kommissar in der Festung Friedrichsort bei Kiel (Kläger).- Streitgegenstand: Appellationis; Unzuständigkeit des Reichskammergerichtes in Assekuranzsachen und Fragen der Beweisführung in einem Streit um einen angeblichen Betrug bei der Versicherung des Schiffes "Die Hoffnung", das auf der Reise von Eckernförde nach St. Petersburg mit einer Ladung Austern und Muscheln bei Narva verunglückte; Behauptung der Kläger, dass der Beklagter zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses bereits von dem Schiffsunglück wusste
211-2_R 18 Teil 2
R 1647
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> R
1722,1732-1737
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Dr. Johann Goy. Beklagter: Dr. Johann Nicolaus Schmid.- Instanzen: 1. Admiralität 1724-1725. 2. Obergericht 1725-1732. 3. Reichskammergericht 1733-1737.- Darin: 2 Policen von 1722 über die Versicherung des Schiffes "Die Hoffnung" zu einer Summe von 4200 Reichstalern (Formulare in niederländischer Sprache); Geschäftsbriefe der beteiligten Kaufleute unter anderem an Jacob Nagel in Hamburg 1722; Aktenstücke aus einem Prozess, den der Schiffer Clas Schmidt aus Eckernförde in Narva 1722 gegen seinen Steuermann Carsten Sarstens angestrengt hatte, weil der Steuermann das Schiff "Die Hoffnung" angeblich eigenmächtig allein weitergeführt und Waren verkauft hatte, mit zahlreichen Zeugenaussagen der Schiffsbesatzung und des Lotsen; Auszug aus dem Journal des Steuermanns 1722; Bescheinigungen von Postmeistern 1722 über Briefsendungen; Gutachten der Juristen-Fakultät der Universität Frankfurt an der Oder 1732; "Schreiben um Bericht" des Reichskammergerichtes mit einer "inhibitio temporale" 1732; Schreiben Christian VI., König von Dänemark, an das Reichskammergericht wegen Justizbeförderung 1736.
Archivale
Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten: 741-4_S11298 (Bestelleinheit) [Mikroverfilmung von]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:58 MEZ