Klage des Adam Ryck in Ahlen ./. Dietrich Akolck junior in M. Kläger verlangt die Herausgabe einer Urkunde (Heiratsdispens), die er in dem Prozess laut Anlage benutzen will.
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B-C Civ, 804
B-C Civ Causae Civiles (Zivilprozessakten)
Causae Civiles (Zivilprozessakten) >> 1601-1700
(1565, 1618) 1618-1619
Darin: Anlage 1 (Abschrift): Prozessakten des Rats in Ahlen 1618 in Sachen des Dietrich Akolck, Richter in Ringenberg [später dessen Sohns Dietrich als Cessionars] ./. Adam Riek in Ahlen als Vormund der Anna Temme, Tochter des + Johan Temme und der Christine Untidt in Ahlen. Der Rentmeister Dietrich Cloet vererbte das Erbe Temme im alten Kirchspiel Ahlen auf seine Tochter Irmgard, Frau Bürgermeister Dietrich Akolck, offenbar die Mutter des Klägers. Der Kläger behauptet, dass das Erbe Temme ihm gehöre, dass der + Johan Temme sein Eigenhöriger gewesen sei, dass ihm daher der 'Sterbfall' an dessen Nachlass zustehe. Der Beklagte bestreitet, dass Johan Temme Eigenhöriger gewesen sei. Hierüber werden als Zeugen vernommen: 1. Werner Cloedt zu Severinghausen, 51 J. alt, Enkel des Dietrich Cloet; 2. Margarete Temme, 40 J. alt, Halbschwester des + Johan Temme; 3. Konrad Koethe, 60 J. alt. Erwähnt werden aus Ahlen: Bürgermeister Andres von Eberschwein; die Kemner Henrich zum Holte und Johan Holscher; Notar Christian von Staden; Stadtsekretär Zacharias Hillebrandt; die Ratsherren Gerhard Hoeselman und Henrich Engelbert; Stadtdiener Goddert Steneman; Engelbert Sonderman; Konrad Webbeler; Trine, Schwester des Johan Temme; Henrich von Schorlemer Senior; aus Münster: Vizekanzler Lic. Johan Schade, Schwiegervater des Adam Rick; Georg Vogelpot, Kornschreiber des Domkapitels; Johan Dosthoff, Kornschreiber des Domkapitels 1565, Henrich Steinkamp; Bernard Lindeman; ferner + Lic. Peter Mensing; Bernt von Oldenborg; Johan Klüsener; Berndt Herweg; Trine Schniders. Anlage 2: Auszug aus dem Liber cambiorum cellerariae eccl. Monast. (‚Wechselbrief‘ v. 23.8. 1565, A(nn)o 1565 fer. 5 in vigilia Bartholomaei apst.): Recepta est ad cellerariam a provido et honesto viro Theodor Cloett in Ahlen Anna Temmen, nata de manso Temmen in veteri parochia Ahlen, burschopio Mechelen, Pro Engelina Buschfeldts, filia legitima quondam Georgii Buschfeldts et Barbarae, eius superstitis uxoris, nata de manso Buschfeldts in nova parochia Alen, Burschopio Rosendall, quae facta est mansionaria mansi Temmen superscripti. Gleichzeitig ist mitgeteilt der damalige Schluss des Buches der aus folgender Eintragung bestand, die aber mit dem Prozess nichts zu tun hat: A(nn)o 1618, 9. Juny. Henricus Wittingk, filius legitimus Joannis Wittingk et Annae Domers eius uxoris, et Margaretha Sistendorps, filia legitima Joannis Sistendorps et Margarethae eius uxoris in parochia Nortwolde, ex libertate dederunt se in servitutem cellerariae et acceptaverunt casam Wittingk in pago Nortwolde.
Enthält: Erwähnt werden Margarete Schade, Frau des Klägers; Lic. Melchior Mensing Schwager des Beklagten; Lic. Johan Mensing; Lic. Dietrich zum Sande.
Enthält: Erwähnt werden Margarete Schade, Frau des Klägers; Lic. Melchior Mensing Schwager des Beklagten; Lic. Johan Mensing; Lic. Dietrich zum Sande.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:01 MEZ