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Rechnung 1689/90
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 256 Landschreiberei
Landschreiberei >> Bände
1689-1690
Einnahmen aus Schuldrückzahlungen und Gülten sowie aus den Ämtern (grundherrliche Abgaben, Zoll, Geleit etc.), Ausgaben für Schulden, Zinsen, Botenlöhne, Geschenke, Dienstleistungen usw.
Einträge mit Bezug zu (kunst-)handwerklichen Erzeugnissen u.a.:
Ausgaben für Waren für das Schlossgewölbe bzw. Waren, die außerhalb von Messen gekauft wurden:
- V.a. Textilien aus verschiedenen Quellen (fol. 274-278).
Ausgaben auf besonderen fürstlichen Befehl:
- Tapezereien, die dem Cammet zu Straßburg geliefert wurden (Nr. 560, fol. 291v).
- Trinkgläser für die Silberkammer von Hans Georg Hermann, Hofglaser (Nr. 293r).
Ausgaben für Verehrungen:
- Geldgeschenk für den kaiserlichen Ingenieur Charles Juvigny (Nr. 689, fol. 318v).
Ausgaben für Handwerker:
- Zahlungen an
-- Johann Paul Müller, Hofuhrmacher (Reparaturen, Nr. 717, fol. 321v);
-- Christoph Schmidt, Riemer (vergoldetes "Hauptgestell sambt Hinter- und Vorderzeug" (Pferdegeschirr?), Nr. 730r, fol. 322v)
-- Benjamin Grünewald, Bildhauer (Arbeit, Nr. 742, fol. 323v; Modelle von Schiffen, spanischen Reitern und militärischen Erfindungen, Nr. 743, fol. 323v);
-- Johann Eberhard Kauder, Schlosser (Reparatur einer Uhr im Schloss, Nr. 748, fol. 324r);
-- Georg Thomas Hopfer, Maler (Arbeit in verschiedenen Räumen, u.a. der Kunstkammer, Nr. 754-756, fol. 324v-325r; im Ballhaus, Nr. 787, fol. 327v; in den ehemaligen Gemächern der Prinzessin Maria Anna, Nr. 798, fol. 328v, Bemalen und Vergolden von geschnitzten Mohren, "so für Queridon oder Leuchter neben die Tische gestellet werden", Nr. 800, fol. 328v);
-- Nicolas D'Argent (Schleifen von Scheren, Nr. 757, fol. 325r);
-- Friedrich Gottlieb Müller, Maler (Anstriche, Nr. 769, fol. 326r u.a.);
-- Melchior Böhringer, Waffenschmied (Drahtgitter für die Konfektverwaltung, Nr. 775, fol. 326v);
-- Michael Frank, Bildhauer (Ausbesserung von "Mohrenbildern" u.a., Nr. 785, fol. 327v);
-- Johann Georg Steiger, Schreiner (Herstellung von Kisten, Nr. 793, fol. 327v);
-- Johann Nab, Messerschmied (Messer für die Silberkammer, Nr. 734, fol. 323r; Nr. 810, fol. 329v;
-- Johann David Daniel (Gravuren auf einem Paar Pistolenschlössern für den Landprinzen (Eberhard Ludwig), Nr. 817, fol. 330r);
-- Margaretha D'Argent (zwei Federmesser, Nr. 818, fol. 330r);
-- Tobias Zoller, Büchsenmacher (Arbeit für die Rüst- und Büchsenkammer, Nr. 740, fol. 323v; Nr. 828, fol. 331r);
-- Christoph Schmidt, Tapezierer (Waren, Nr. 829, fol. 331r).
357 Bl.
Folio (Höhe x Breite)
Amtsbücher, Register und Grundbücher
Sprache: Deutsch
Normformat: Folio
Böhringer, Melchior; Waffenschmied
Cammet; Straßburg
D'Argent, Margaretha
D'Argent, Nicolas
Daniel, Johann David; Kupferstecher
Frank, Michael; Bildhauer
Grünewald, Benjamin; Bildhauer
Hermann, Johann Georg; Glaser
Hopfer, Georg Thomas; Maler
Juvigny, Charles; kaiserlicher Ingenieur
Kauder, Johann Eberhard; Uhrmacher
Müller, Friedrich Gottlieb; Maler
Müller, Johann Paul; Uhrmacher
Nab, Johannes; Messerschmied
Schmidt, Christoph; Riemer
Schmidt, Johann Christoph; Tapissier
Steiger, Johann Georg; Schreiner
Württemberg, Maria Anna Ignacia; Herzogin, 1653-1693
Zoller, Tobias; Büchsenmacher
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.