B Rep. 032 Der Treuhänder der Amerikanischen, Britischen und Französischen Militärregierung für zwangsübertragene Vermögen/Haupttreuhänder für Rückerstattungsvermögen (Bestand)
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B Rep. 032
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> B Bestände (West-) Berliner Behörden bis 1990 >> B 4 Alliierte Behörden und Bundesbehörden mit regionaler Zuständigkeit >> B 4.1 Berliner Behörden und Einrichtungen der Alliierten
Vorwort: B Rep. 032 - Der Treuhänder der Amerikanischen, Britischen und Französischen Militärregierung für zwangsübertragene Vermögen/Haupttreuhänder für Rückerstattungsvermögen
1. Behördengeschichte
Die Behörde wurde im Zuge der Rückerstattungsforderungen vor allem jüdischer Organisationen durch BK/O (49) 26 1949 der Alliierten Kommandantur vom 16. Februar 1949 eingerichtet. Sie hatte ihren Sitz in der Nürnberger Straße 53-55.
Auf Anfragen der Jewish Restitution Successor Organization (IR.SO), der United Restitution Organization (URO), der Jüdischen Gemeinde, von Gerichten, Rechts anwälten und Geschädigten gab die Behörde zunächst Auskunft über das Schicksal, in der Regel über die Deportation, jüdischer Bürger. Sie nahm dann die Aufgabe eines Zentralmeldeamtes für Anträge auf Rückerstattung beschlagnahmter Vermögenswerte wahr und leitete sie an die zuständigen Wiedergutmachungsämter weiter, die 1968 auch deren Aufgaben und den größten Teil des Aktenbestandes übernahmen.
2. Bestandsgeschichte
Der Bestand enthält hauptsächlich eine zweite Überlieferung der Vermögensanmeldungen und Beschlüsse der Wiedergutmachungsverfahren. Die Originale finden sich im Bestand B Rep. 025 Wiedergutmachungsämter von Berlin.
Erste Teile der Überlieferung gelangten in den 1970er Jahren in das Verwaltungsarchiv des Magistrats. Nach Auflösung der Behörde, die durch die BK/O (67) 11 erfolgte, sind einige Teile der Unterlagen der Oberfinanzdirektion übergeben und 1989 gemeinsam mit den Akten ,,Einziehung jüdischen Vermögens" der Oberfinanzdirektion /Sondervermögens-verwaltung vom Landesarchiv übernommen worden. Der überwiegende Teil des Bestandes ist 2003 im Rahmen der Auflösung der Wiedergutmachungsämter von Berlin mit deren Überlieferung an das Landesarchiv abgegeben worden.
Enthält:
Anmeldungen A-Z von Vermögenswerten.- Anweisungen für die Aufstellung von Vermögensverzeichnissen.- Nachprüfung der bisherigen Verwertung von beschlagnahmten jüdischen Vermögen.- Mitteilungen über die Deportationen in die Konzentrationslager (A-Z, 1951-1989).- Todeserklärungen und Erbscheine (A-Z, 19511987).- Akteilabgaben mit Namenslisten des Magistrats von Berlin, der Bezirksregierungen Frankfurt/Oder . und Potsdam an die Provinzialverwaltung Mark Brandenburg zur Vorbereitung der Wiedergutmachung.- Wiedergutmachungsansprüche jüdischer Bürger, jüdischer Familienstiftungen und jüdischer Organisationen.- Verzeichnis über Soforthilfe an Verfolgte:- Alliierte Verordnungen über die Rückerstattung von beschlagnahmten Vermögenswerten.
Umfang:
37.419 AE (18 lfm); 790 lfm unerschlossen (1945 - ) 1949 ·- 1968 ( - 1989)
3. Verweise:
LAB B Rep. 025 Wiedergutmachungsämter von Berlin
LAB B Rep. 039-01 Archiv für Wiedergutmachung bei dem Landgericht Berlin
LAB B Rep. 064 Oberstes Rückerstattungsgericht für Berlin
LAB C Rep. 105 Magistrat von Berlin, Abteilung Finanzen
4. Literatur:
Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts durch die Bundesrepublik Deutschland, Bd. 1 ff., München 1974 ff.
1. Behördengeschichte
Die Behörde wurde im Zuge der Rückerstattungsforderungen vor allem jüdischer Organisationen durch BK/O (49) 26 1949 der Alliierten Kommandantur vom 16. Februar 1949 eingerichtet. Sie hatte ihren Sitz in der Nürnberger Straße 53-55.
Auf Anfragen der Jewish Restitution Successor Organization (IR.SO), der United Restitution Organization (URO), der Jüdischen Gemeinde, von Gerichten, Rechts anwälten und Geschädigten gab die Behörde zunächst Auskunft über das Schicksal, in der Regel über die Deportation, jüdischer Bürger. Sie nahm dann die Aufgabe eines Zentralmeldeamtes für Anträge auf Rückerstattung beschlagnahmter Vermögenswerte wahr und leitete sie an die zuständigen Wiedergutmachungsämter weiter, die 1968 auch deren Aufgaben und den größten Teil des Aktenbestandes übernahmen.
2. Bestandsgeschichte
Der Bestand enthält hauptsächlich eine zweite Überlieferung der Vermögensanmeldungen und Beschlüsse der Wiedergutmachungsverfahren. Die Originale finden sich im Bestand B Rep. 025 Wiedergutmachungsämter von Berlin.
Erste Teile der Überlieferung gelangten in den 1970er Jahren in das Verwaltungsarchiv des Magistrats. Nach Auflösung der Behörde, die durch die BK/O (67) 11 erfolgte, sind einige Teile der Unterlagen der Oberfinanzdirektion übergeben und 1989 gemeinsam mit den Akten ,,Einziehung jüdischen Vermögens" der Oberfinanzdirektion /Sondervermögens-verwaltung vom Landesarchiv übernommen worden. Der überwiegende Teil des Bestandes ist 2003 im Rahmen der Auflösung der Wiedergutmachungsämter von Berlin mit deren Überlieferung an das Landesarchiv abgegeben worden.
Enthält:
Anmeldungen A-Z von Vermögenswerten.- Anweisungen für die Aufstellung von Vermögensverzeichnissen.- Nachprüfung der bisherigen Verwertung von beschlagnahmten jüdischen Vermögen.- Mitteilungen über die Deportationen in die Konzentrationslager (A-Z, 1951-1989).- Todeserklärungen und Erbscheine (A-Z, 19511987).- Akteilabgaben mit Namenslisten des Magistrats von Berlin, der Bezirksregierungen Frankfurt/Oder . und Potsdam an die Provinzialverwaltung Mark Brandenburg zur Vorbereitung der Wiedergutmachung.- Wiedergutmachungsansprüche jüdischer Bürger, jüdischer Familienstiftungen und jüdischer Organisationen.- Verzeichnis über Soforthilfe an Verfolgte:- Alliierte Verordnungen über die Rückerstattung von beschlagnahmten Vermögenswerten.
Umfang:
37.419 AE (18 lfm); 790 lfm unerschlossen (1945 - ) 1949 ·- 1968 ( - 1989)
3. Verweise:
LAB B Rep. 025 Wiedergutmachungsämter von Berlin
LAB B Rep. 039-01 Archiv für Wiedergutmachung bei dem Landgericht Berlin
LAB B Rep. 064 Oberstes Rückerstattungsgericht für Berlin
LAB C Rep. 105 Magistrat von Berlin, Abteilung Finanzen
4. Literatur:
Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts durch die Bundesrepublik Deutschland, Bd. 1 ff., München 1974 ff.
Bestand
Zugangsbestimmungen: Zahlreiche Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesar
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 MESZ
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