Verschiedene Untersuchungssachen (Akte des ministerialen Zentralbüros), Bd. 2: 25 Untersuchungsverfahren vor allem gegen bürgerliche Presseorgane und Abgeordnete wegen öffentlicher Kritik am Staatsapparat. Verfahren gegen aktive Teilnehmer am Bergarbeiterstreik im Ruhrgebiet. Verfahren wegen moralischer Korruption im Adel und wegen Kuppelei
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I. HA Rep. 84a, Nr. 49789
I. HA Rep. 84a Justizministerium
Justizministerium >> 04 Abteilung für Strafrecht und Strafvollzug (1788 - 1944) >> 04.03 Strafverfolgung. Politische Organisationen und Parteien bzw. einzelne politische Ereignisse (1795 - 1944) >> 04.03.03 Bewegungen von 1850 bis 1918 >> 04.03.03.02 Bürgerliche Opposition >> 04.03.03.02.02 Einzelfälle
1880 - 1895
Enthält u. a.:
- Untersuchungen gegen den Liberalen Eugen Richter, MdR, wegen Anschuldigungen gegen Bismarck in einer Wahlrede zur Schutzzollpolitik in Iserlohn und wegen seiner Reistagsreden über die Benachteiligung der Liberalen und Sozialdemokraten bei der Behandlung von Strafverfolgungsanträgen, Dez. 1881, Jan. 1882, dabei: Auszug aus der im Iserlohner Kreisanzeiger abgedruckten Rede, Sitzungsprotokoll des Reichstages
- Untersuchung gegen die "Deutsche Volkszeitung" wegen der Kritik an der preußischen Politik in den Reichslanden-Elsaß-Lothringen in dem Leitartikel "Bayern raus", Febr. 1880
- Untersuchung gegen Gustav Kühn, Neuruppin, wegen Herausgabe eines kritischen Bilderbogens über die 10 Gebote Gottes, März 1881
- Untersuchung auf Grund eines Zeitungsberichtes der "Post" über den Freispruch eines wegen Lehrlingsmißhandlung angeklagten Meisters, Juli 1882
- Untersuchung gegen den angeblichen russischen Offizier J. D. v. Düsseldorfer, verhaftet in Danzig, wegen angeblichen Attentatsauftrages gegen Bismarck, Nov. 1883
- Untersuchung wegen eines Artikels über den Prozess Kraszewski im "Dziennik Poznanski" mit Beleidigung Bismarcks, Aug. 1884
- Untersuchung gegen den Redakteur des "Anzeigers für das Havelland", Dr. Hermann Pachnicke, wegen öffentlicher Beleidigung des sächsischen Offizierkorps, Febr. - März 1886
- Untersuchung gegen die demokratisch-freisinnige "Volkszeitung" in Berlin wegen des Artikels "Über christliche Gesinnung" zur Thronrede des Kaisers vor dem Reichstag und zur Beseitigung des Sozialistengesetzes, Nov. - Dez. 1888
- Untersuchung gegen die "Freisinnige Zeitung", Berlin, wegen des kritischen Artikels "Aus früherer Zeit", Dez. 1888
- Untersuchungen gegen Teilnehmer am Bergarbeiterstreik im Ruhrgebiet, gegen die Bergleute Wolff und Adrian wegen Charakterisierung der Streikbrecher als Verräter in Reden vor einger Bergarbeiterversammlung in Bodelschwingh, gegen fünf Bergarbeiter wegen Bedrohung von Streikbrechern mit der Schußwaffe in Neu-Crengel-Danz bei Dortmund, Juli - Aug. 1889
- Gnadensache des Herausgebers und Redakteurs H. Bellmann der "Westfälischen Reform", Dortmund, Organ der antisemitischen Vereine Westfalens und Rheinlands, verurteilt wegen des Vorwurfs eines Falscheides gegen einen Richter, Nov. 1892
- Zusammenstellung des Staatsanwalts beim Landgericht I Berlin über den Stand wichtigerer Untersuchungssachen, vor allem politische Pressesachen, Juli 1893.
- Untersuchung gegen den Redakteur der Zeitschrift "Die Zukunft", Maximilian Harden, wegen des öffentlichen Vorwurfs unmoralischen Verhaltens gegen den Staatssekretär v. Bötticher in dem Artikel "Sang und Kleber", Juli 1895.
- Untersuchungen gegen den Liberalen Eugen Richter, MdR, wegen Anschuldigungen gegen Bismarck in einer Wahlrede zur Schutzzollpolitik in Iserlohn und wegen seiner Reistagsreden über die Benachteiligung der Liberalen und Sozialdemokraten bei der Behandlung von Strafverfolgungsanträgen, Dez. 1881, Jan. 1882, dabei: Auszug aus der im Iserlohner Kreisanzeiger abgedruckten Rede, Sitzungsprotokoll des Reichstages
- Untersuchung gegen die "Deutsche Volkszeitung" wegen der Kritik an der preußischen Politik in den Reichslanden-Elsaß-Lothringen in dem Leitartikel "Bayern raus", Febr. 1880
- Untersuchung gegen Gustav Kühn, Neuruppin, wegen Herausgabe eines kritischen Bilderbogens über die 10 Gebote Gottes, März 1881
- Untersuchung auf Grund eines Zeitungsberichtes der "Post" über den Freispruch eines wegen Lehrlingsmißhandlung angeklagten Meisters, Juli 1882
- Untersuchung gegen den angeblichen russischen Offizier J. D. v. Düsseldorfer, verhaftet in Danzig, wegen angeblichen Attentatsauftrages gegen Bismarck, Nov. 1883
- Untersuchung wegen eines Artikels über den Prozess Kraszewski im "Dziennik Poznanski" mit Beleidigung Bismarcks, Aug. 1884
- Untersuchung gegen den Redakteur des "Anzeigers für das Havelland", Dr. Hermann Pachnicke, wegen öffentlicher Beleidigung des sächsischen Offizierkorps, Febr. - März 1886
- Untersuchung gegen die demokratisch-freisinnige "Volkszeitung" in Berlin wegen des Artikels "Über christliche Gesinnung" zur Thronrede des Kaisers vor dem Reichstag und zur Beseitigung des Sozialistengesetzes, Nov. - Dez. 1888
- Untersuchung gegen die "Freisinnige Zeitung", Berlin, wegen des kritischen Artikels "Aus früherer Zeit", Dez. 1888
- Untersuchungen gegen Teilnehmer am Bergarbeiterstreik im Ruhrgebiet, gegen die Bergleute Wolff und Adrian wegen Charakterisierung der Streikbrecher als Verräter in Reden vor einger Bergarbeiterversammlung in Bodelschwingh, gegen fünf Bergarbeiter wegen Bedrohung von Streikbrechern mit der Schußwaffe in Neu-Crengel-Danz bei Dortmund, Juli - Aug. 1889
- Gnadensache des Herausgebers und Redakteurs H. Bellmann der "Westfälischen Reform", Dortmund, Organ der antisemitischen Vereine Westfalens und Rheinlands, verurteilt wegen des Vorwurfs eines Falscheides gegen einen Richter, Nov. 1892
- Zusammenstellung des Staatsanwalts beim Landgericht I Berlin über den Stand wichtigerer Untersuchungssachen, vor allem politische Pressesachen, Juli 1893.
- Untersuchung gegen den Redakteur der Zeitschrift "Die Zukunft", Maximilian Harden, wegen des öffentlichen Vorwurfs unmoralischen Verhaltens gegen den Staatssekretär v. Bötticher in dem Artikel "Sang und Kleber", Juli 1895.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 13:32 MESZ
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- 04.03 Strafverfolgung. Politische Organisationen und Parteien bzw. einzelne politische Ereignisse (1795 - 1944) (Gliederung)
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