Schramberg, Herrschaft (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 137 b
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 >> Sonstige weltliche Herrschaften
(1447), 1488-1578, 1732-1808
Inhalt und Bewertung
Besitzer der Herrschaft waren ab 1452 die Herren von Rechberg, nach ihnen die von Landenberg (1526-1547), die Merz von Staffelfelden (1547-1571), die Zott von Berneck (1571-1583) und schließlich Österreich (1583-1806), dem Gottfried Zott von Berneck die Herrschaft zu Lehen aufgetragen hatte. Seit 1648 begegnen mit nur kurzer Unterbrechung (1693-1695) als Lehensinhaber die Freiherren bzw. Grafen von Bissingen-Nippenburg.
Zur Herrschaft gehörten außer Schramberg selbst Aichhalden, Lauterbach, Mariazell, Sulgen und Tennenbronn mit Parzellen.
Der vorliegende Bestand wurde im Staatsarchiv Ludwigsburg aus dem Bestand B 38 (s. oben) bei dessen Neuordnung herausgelöst. Er umfaßt Archivalien der oben genannten Besitzer aus der Zeit vor dem Übergang an Österreich sowie einige wenige Stücke des 18. Jahrhunderts aus der Kanzlei des Oberamtmanns und Kastenvogts zu Schramberg.
Akten vorderösterreichischer Provenienz über die Herrschaft Schramberg in B 19, B 31, B 32, B 38 und B 38a; vgl. auch A 362
Vorbemerkung: Bei der Neuverzeichnung des Bestandes B 38 (Akten der vorderösterreichischen Regierung betr. Hohenberg) im Jahre 195o wurden sechs große Bunde ausgesondert, die aus Urkunden und Akten der Herrschaft Schramberg bestanden. Es handelt sich dabei um solche aus der Zeit der Herren von Reohberg (1488-1512), der Herren von Landenberg (1526-1544), des Rochus Mertz von Staffelfelden (1541-1571), des Sebastian Zott von Berneck (1563-1573), und aus dem 18. Jhdt. (1732-18o8). Letztere stammen aus der Kanzlei des Oberamtmanns und des Kastenvogts zu Schramberg und sind zum Teil bereits in den Jahren 1840-1850 von dem Archivkommissar Schloßstein mit dem Bestand "Hohenberg" vermengt oder nicht von ihm getrennt worden. Die Archivalien aus dem 15. und 16. Jhdt. sind möglicherweise schon in der Zeit des österreichischen Eigenbesitzes der Herrscnaft Schramberg (Ende 16./Anf. 17. Jhdt.) in österreichische Archive gelangt, zumal die letzten Eigenbesitzer von Schramberg, Sebastian Zott von Berneck, oberösterr. Regimentsrat, und sein Sohn Gottfried, der die Herrschaft an Österreich abtrat, in Innsbruck lebten. Aus dem 17. Jahrhundert sind keine Akten der Herrschaft Schramberg vorhanden. Die Akten der oberösterreichischen Hofkanzlei zu Innsbruck, die mit den Schrambergischen Archivalien vermengt waren, wurden aus diesem Bestand herausgenommen und in Bestand B 19-22, Abt. K, eingereiht. Dort und in Bestand B 38 finden sich weitere österreichische Akten über die Herrschaft Schramberg. Die PergamentUrkunden, mit (P) nach der Nummer bezeichnet, sind gesondert' In Schachteln gelegt. Der vorliegende Bestand umfasst 143 Urkunden und 45 Aktenbüschel (insgesamt 1,20 lfd. m). Ludwigsburg, Januar 1953 (Stemmler)
32 Urkunden, 156 Büschel
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ