7/10 [Nr. 42]: Bitte, Bidembach an ein württembergisches Gericht zu verweisen
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UAT 7/ Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II)
Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) >> 7. Besoldungen (1579-1777) >> Auseinandersetzungen zwischen Reichshofrat, Herzog und Universität wegen Entlassung des Prof. pandect. Dr. iur. Wilhelm Bidembach.
1631
Enthält: Bl. 157-160v: Herzog Julius Friedrich Administrator an den Kaiser (Hofgericht), St. 14.6.1631: Gegen die von Dr. Wilhelm Bidembach ausgewirkten Prozesse und Mandate, die auf meinen Bruder(Herzog Ludwig Friedrich Administrator), nicht auf mich lauten und die am 2./12.6. durch Joh. Georg Molitor, Notar und Stadtschreiber zu Oberndorf nichtig insinuiert wurden, protestiere ich hiermit rechtens, weil Herzog Ludwig Friedrich lang vor der Insinuation starb und weil nach der Kammergerichtsordnung von 1495 und ihre Reformation von 1551 die Untertanen der Reichsstaände in ihren ordentlichen Gerichten gelassen werden sollen. Dr. Bidembach will den württembergischen Geheimen Regimentsräten und der Universität das beneficium premiae instantiae entziehen. Auch sollen laut Memoriale von 1568 gegen Reichsstände auf Klage ihrer Untertanen keine mandata und process ediert werden, sie seien denn zuvor pro informatione angehört worden. Daher Bitte, Dr. Bidembach an seinen ordentlichen Richter in Württemberg zu weisen und zu verhindern, dass die Interessenten bis auf weitere kaiserl. Resolution "in ain oder ander weg nicht möchten geführt werden". A.
Akte
Auseinandersetzungen zwischen Reichshofrat, Herzog und Universität wegen Entlassung des Prof. pandect. Dr. iur. Wilhelm Bidembach.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.12.2025, 09:42 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Eberhard Karls Universität Tübingen, UB - Universitätsarchiv
- Universitätsarchiv Tübingen (Archivtektonik)
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- Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) (Bestand)
- 7. Besoldungen (1579-1777) (Gliederung)
- Auseinandersetzungen zwischen Reichshofrat, Herzog und Universität wegen Entlassung des Prof. pandect. Dr. iur. Wilhelm Bidembach. (Archivale)