Johannes Schrall, von päpstlicher und kaiserlicher Gewalt bevollmächtigter Notar, der aber nicht vor dem Reichskammergericht in Speyer zugelassen ist, derzeit Präfekt des Heilig-Geist-Spitals zu Dillingen, beurkundet in einem Notariatssintrument, dass vor ihm und den beiden Priestern Georg Metzler und Georg Heidelberger als Zeugen Johann Philipp Schenk von Stauffenberg, Kleriker in der Diözese Augsburg, erschienen ist und bekanntgab, dass er Nikolaus Poller und Johannes Rohr, Vikare in der Bischofskirche zu Würzburg, bevollmächtigt, die dort durch den Tod von Wolfgang Albert frei gewordenene Kleriker- und Pfründenstelle an seiner Stelle einzunehmen und in seinem Namen alle damit verbundenen Rechtshandlungen auszuführen. Alles, was die Bevollmächtigen von Johann Philipp Schenk von Stauffenberg tun werden, soll in Ewigkeit gültig sein, der abschließend Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung erklärt.
Vollständigen Titel anzeigen
Johannes Schrall, von päpstlicher und kaiserlicher Gewalt bevollmächtigter Notar, der aber nicht vor dem Reichskammergericht in Speyer zugelassen ist, derzeit Präfekt des Heilig-Geist-Spitals zu Dillingen, beurkundet in einem Notariatssintrument, dass vor ihm und den beiden Priestern Georg Metzler und Georg Heidelberger als Zeugen Johann Philipp Schenk von Stauffenberg, Kleriker in der Diözese Augsburg, erschienen ist und bekanntgab, dass er Nikolaus Poller und Johannes Rohr, Vikare in der Bischofskirche zu Würzburg, bevollmächtigt, die dort durch den Tod von Wolfgang Albert frei gewordenene Kleriker- und Pfründenstelle an seiner Stelle einzunehmen und in seinem Namen alle damit verbundenen Rechtshandlungen auszuführen. Alles, was die Bevollmächtigen von Johann Philipp Schenk von Stauffenberg tun werden, soll in Ewigkeit gültig sein, der abschließend Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung erklärt.
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 38 T 1 Nr. 1531
I Familie A c 33
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 38 T 1 Gf. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive: Urkunden
Gf. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive: Urkunden >> Familie
1610 Juli 11 (die vero dominica undecima mensis Iulii)
Gesamtarchiv Schenk von Stauffenberg
Urkunden
Lateinisch
Ausstellungsort: Dillingen
Überlieferungsart: Ausfertigung
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Notariatssignet.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Notariatssignet.
Albert, Wolfgang (Würzburg WÜ)
Heidelberger, Georg (Dillingen an der Donau DLG)
Metzler, Georg (Dillingen an der Donau DLG)
Poller, Nikolaus (Würzburg WÜ)
Rohr, Johannes (Würzburg WÜ)
Schenk von Stauffenberg, Johann Philipp; (Amerdinger Hauptstamm), Domherr, 1600-1624
Schrall, Johannes (Dillingen DLG)
Augsburg A; Domstift; Domkapitulare
Dillingen an der Donau DLG (Ausstellungsort)
Dillingen an der Donau DLG; Heilig-Geist-Spital; Präfekten
Würzburg WÜ; Bischofskirche Sankt Kilian; Kanoniker
Würzburg WÜ; Bischofskirche Sankt Kilian; Pfründen
Würzburg WÜ; Bischofskirche Sankt Kilian; Vikare
Notare
Notariatsinstrumente
Notariatssignets
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:40 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen (Archivtektonik)
- Deposita (ohne FAS - Dep. 39) (Tektonik)
- Gfl. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive (Tektonik)
- Gesamtarchiv Schenk von Stauffenberg (Tektonik)
- Gf. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive: Urkunden (Bestand)
- Familie (Gliederung)