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Landratsämter: Bürgermeisterämter im Kreis Wetzlar (Bestand)
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Enthält: Akten der einzelnen Bürgermeisterämter (1815-1934). Der Bestand enthält vor allem Angelegenheiten der Bürgermeistereiverwaltung, des Gemeindebürgerrechts (Ein- und Ausbürgerungen) sowie die Betreffe Gemeindewald, Steinbrüche, Steuern und Statistik, Prozesse, Polizeiaufsicht, Bauwesen, Kirchen und Schulen, Handel und Gewerbe, Verkehrs- und Nachrichtenwesen, Landwirtschaft und Forsten, Jagd und Fischerei und Militär und Kriegswesen.
Bestandsgeschichte: Zugänge 1937 und 39/1995
Die Akten der sieben im Jahr 1932 aufgelösten Bürgermeistereien im Kreis Wetzlar gelangten 1937 als Ablieferung der Bürgermeistereien in das Staatsarchiv Wiesbaden. Sie waren zunächst als 7 verschiedene Bestände (Abt. 423 B bis H) dem Bestand Landratsamt Wetzlar (Abt. 423 A) zugeordnet worden, wurden jedoch später herausgelöst und als eigener Bestand (Abt. 424) aufgestellt und durchlaufend numeriert. 1984 wurde der Teil 'Vereinigte Bürgermeistereien Atzbach und Launsbach' neu verzeichnet. Nach einer Aktenabgabe der Gemeinde Dorlar im Jahr 1974 fand man darin weitere Akten der Bürgermeisterei, die offenbar auf die Gemeinden verteilt worden waren. Sie wurden in den Bestand nachträglich eingegliedert. Im Jahr 1955 gab die Gemeinde Ehringshausen Akten ab, von denen ein großer Teil aus der ehemaligen Bürgermeisterei Aßlar in Ehringshausen stammt.
Geschichte des Bestandsbildners: In der Rheinprovinz bildeten innerhalb der Landkreise jeweils mehrere Gemeinden einen besonderen staatlichen Verwaltungsbezirk, der 'Landbürgermeisterei', ab 1927 'Amt' genannt wurde. Zunächst gab es im Kreis Wetzlar nach 1816 folgende Landbürgermeistereien: Atzbach, Rechtenbach, Launsbach und Lützellinden (Immediatgebiet) und Aßlar (Greifenstein), Braunfels und Hohensolms (Fürstl. Solmssches Mediatgebiet). Um 1900 finden wir folgende Landbürgermeistereien vor:
a) Die 'Vereinigten Bürgermeisterämter' Atzbach-Launsbach mit den Gemeinden Atzbach, Dorlar, Dutenhofen, Garbenheim, Kinzenbach, Krofdorf-Gleiberg, Launsbach, Odenhausen, Salzböden, Vetzberg und Wißmar
b) Braunfels mit Albshausen, Braunfels, Burgsolms, Leun, Nieder- und Oberbiel, Oberndorf, Schwalbach, Steindorf, St. Georgen und Tiefenbach
c) Ehringshausen mit Aßlar, Bechlingen, Berghausen, Breitenbach, Dillheim, Dreisbach, Ehringshausen, Katzenfurt, Klein-Altenstädten, Kölschhausen, Niedergirmes, Niederlemp und Werdorf (früher Amt Aßlar)
d) Großrechtenbach mit Groß- und Kleinrechtenbach, Münchholzhausen, Reiskirchen, Vollnkirchen, Volpertshausen und Weidenhausen sowie ab 1872 den Orten Dornholzhausen, Ebersgöns, Hochelheim, Hörnsheim, Lützellinden, Nieder- und Oberkleen, die bis dahin der Bürgermeisterei Lützellinden zugehörten
e) Greifenstein mit Allendorf, Biskirchen, Bissenberg, Daubhausen, Edingen, Greifenstein, Greifenthal, Holzhausen, Stockhausen und Werdorf
f) Hohens olms mit Ahrdt, Altenkirchen, Bellersdorf, Bermoll, Blasbach, Erda, Großaltenstädten, Hohensolms, Mudersbach und Oberlemp
g) Schöffengrund mit Bonbaden, Griedelbach, Kraftsolms, Kröffelbach, Laufdorf, Nauborn, Neukirchen, Niederquembach, Niederwetz und Oberquembach.
Findmittel: Repertorium von Albina Schulz-Luckenbach, 1997, für die Bürgermeisterei Ehringshausen
Findmittel: Repertorium von Joachim Brauss, 1984, für die 'Vereinigten Bürgermeistereien Atzbach und Launsbach'; mit Nachträgen von Alexander Schulz-Luckenbach, 1986
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
Findmittel: Repertorium nach Schlagworten, überarbeitet von Nicolaus Runge, um 1955
41 m
Bestand
Literatur: August Schoenwerk: Geschichte von Stadt und Kreis Wetzlar. Wetzlar 1975, 2. Auflage.
Literatur: Friedrich Kilian Abicht: Der Kreis Wetzlar, historisch, statistisch und topographisch dargestellt. 3 Bände, Wetzlar 1836-1837.
Aßlar
Oberbiel
Niederwetz
Blasbach
Dutenhofen
St. Georgen
Laufdorf
Kraftsolms
Niederquembach
Volpertshausen
Schwalbach b. Wetzlar
Tiefenbach b. Wetzlar
Stockhausen b. Wetzlar
Vollnkirchen
Griedelbach
Ehringshausen
Bissenberg
Daubhausen-Greifenthal
Oberlemp
Neukirchen
Breitenbach b. Wetzlar
Großrechtenbach
Niederbiel
Atzbach
Braunfels
Allendorf b. Wetzlar
Dreisbach b. Wetzlar
Oberkleen
Niedergirmes
Hochelheim
Edingen
Dorlar
Kröffelbach
Wißmar
Albshausen
Holzhausen b. Wetzlar
Greifenstein
Garbenheim
Berghausen b. Greifenstein
Mudersbach
Steindorf
Reiskirchen
Niederlemp
Burgsolms
Bonbaden
Odenhausen
Kleinrechtenbach
Leun
Nauborn
Oberndorf b. Wetzlar
Bellersdorf
Lützellinden
Niederkleen
Launsbach
Krofdorf-Gleiberg
Hörnsheim
Großaltenstädten
Oberquembach
Salzböden
Katzenfurt
Werdorf
Erda
Wetzlar
Bermoll
Kölschhausen
Klein-Altenstädten
Dornholzhausen b. Wetzlar
Ahrdt
Dillheim
Münchholzhausen
Weidenhausen
Altenkirchen b. Wetzlar
Kinzenbach
Biskirchen
Schöffengrund
Ebersgöns
Vetzberg
Bechlingen
Hohensolms
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.