Bildnisse (Bestand)
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F 4
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/1971
Vorwort: Im Wissen um den besonderen Quellenwert von Personen - Bildnissen für die historische Forschung, vor allem auch für die Stadtgeschichte, entstand durch eine verstärkt nach 1945 betriebene systematische Sammeltätigkeit ein umfangreicher Bildnis-Bestand. Der Bestand, mit teilweise Mehrfachüberlieferung einzelner Bildnisse, ist numerisch durchsigniert, wobei die Nummern 1 bis 1000 für die sog. "Ulmer Bildnisse" reserviert sind. Daran anschließend ab 1001 folgen die sog. "Auswärtigen Bildnisse". Entscheidend für die jeweilige Zuordnung sind neben Ulm als Geburtsort vor allem die berufliche oder sonstige Tätigkeit der jeweiligen Person in oder für die Stadt.
Bei den Bildnissen handelt es sich um die Darstellung von Einzelpersonen (Portrait, Brustbild, halb-, ganzfigürlich etc.) unterschiedlicher künstlerischer Techniken: Kupferstiche, Stahlstiche, Holzschnitte, Lithographien, Federzeichnungen, Radierungen, Bleistift-, Kohle- und Tuschzeichnungen, Drucke etc.
Die Hauptmasse der Bildnisse stammt aus reichsstädtischer Zeit und umfasst vorrangig Personen aus dem öffentlichen, politischen, kirchlichen und kulturellen Leben, darunter Bürgermeister, Ratsherrn, Theologen, Geistliche, Ärzte, Juristen, Künstler, Gelehrte, Baumeister, Lehrer und Professoren, Kaufleute, Händler, Handwerker etc. Besonders stark vertreten sind Mitglieder ehemaliger Ulmer Patrizierfamilien: Besserer, Krafft, Ehinger, Schad, Schermar oder etwa Neubronner.
Der Bestand wird mit Portraitzeichnungen und graphischen Darstellungen fortgeführt und dokumentiert so auch bedeutende Ulmer Persönlichkeiten der Zeitgeschichte.
Beispielhaft ausgewählte Bildnisse:
- Johannes Kepler (1571-1630): Astronom und Mathematiker, 1626/27: Aufenthalt in Ulm und Druck seiner "Rudolphinischen Tafeln", Hauptwerk der modernen Astronomie
- Hans Jakob Schad von Mittelbiberach (1574-1651): Ulmer Bürgermeister und Ratsälterer
- Konrad Dieterich (1575-1639): Ulmer Münsterprediger und Superintendent
- Johann Faulhaber (1580-1635): Ulmer Mathematiker, Ingenieur und Festungsbaumeister
- Rene Descartes (1596-1650): Philosoph und Mathematiker, 1619 Aufenthalt in Ulm und wissenschaftlicher Austausch mit Johann Faulhaber
- Joseph Furttenbach (1591-1667): Ulmer Architekt und Stadtbaumeister
- Matthäus Wagner (1648-1694): Ulmer Buchhändler
- Christian Friedrich Daniel Schubart (1739-1791): Dichter, Journalist und Literaturkritiker, 1775/76 in Ulm schriftstellerisch tätig
- Georg Friedrich Schmahl (1700-1773): Ulmer Orgelbaumeister
- Karl Mack (1752-1828): Österr. Feldmarschall-Leutnant, 1805 Kommandant in Ulm und Gegner Napoleons in der Schlacht von Oberelchingen 1805
- Konrad Dieterich Haßler (1803-1873): Ulmer Theologe, Orientalist und Politiker
- Karl Ferdinand Thrän (1811-1870): Ulmer Münsterbaumeister
- Max Eyth (1836-1906):Ingenieur, Zeichner und Dichter, 1896 - 1906 in Ulm literarisch tätig
- Albert Einstein (1879-1955): Physiker und Naturwissenschaftler, 1879 in Ulm geboren
- Emil Schwamberger (1882-1955), Ulmer Oberbürgermeister
- Hans (1918-1943) und Sophie (1921-1943) Scholl: Widerstandskämpfer, Familie Scholl seit 1932 in Ulm ansässig
Bei den Bildnissen handelt es sich um die Darstellung von Einzelpersonen (Portrait, Brustbild, halb-, ganzfigürlich etc.) unterschiedlicher künstlerischer Techniken: Kupferstiche, Stahlstiche, Holzschnitte, Lithographien, Federzeichnungen, Radierungen, Bleistift-, Kohle- und Tuschzeichnungen, Drucke etc.
Die Hauptmasse der Bildnisse stammt aus reichsstädtischer Zeit und umfasst vorrangig Personen aus dem öffentlichen, politischen, kirchlichen und kulturellen Leben, darunter Bürgermeister, Ratsherrn, Theologen, Geistliche, Ärzte, Juristen, Künstler, Gelehrte, Baumeister, Lehrer und Professoren, Kaufleute, Händler, Handwerker etc. Besonders stark vertreten sind Mitglieder ehemaliger Ulmer Patrizierfamilien: Besserer, Krafft, Ehinger, Schad, Schermar oder etwa Neubronner.
Der Bestand wird mit Portraitzeichnungen und graphischen Darstellungen fortgeführt und dokumentiert so auch bedeutende Ulmer Persönlichkeiten der Zeitgeschichte.
Beispielhaft ausgewählte Bildnisse:
- Johannes Kepler (1571-1630): Astronom und Mathematiker, 1626/27: Aufenthalt in Ulm und Druck seiner "Rudolphinischen Tafeln", Hauptwerk der modernen Astronomie
- Hans Jakob Schad von Mittelbiberach (1574-1651): Ulmer Bürgermeister und Ratsälterer
- Konrad Dieterich (1575-1639): Ulmer Münsterprediger und Superintendent
- Johann Faulhaber (1580-1635): Ulmer Mathematiker, Ingenieur und Festungsbaumeister
- Rene Descartes (1596-1650): Philosoph und Mathematiker, 1619 Aufenthalt in Ulm und wissenschaftlicher Austausch mit Johann Faulhaber
- Joseph Furttenbach (1591-1667): Ulmer Architekt und Stadtbaumeister
- Matthäus Wagner (1648-1694): Ulmer Buchhändler
- Christian Friedrich Daniel Schubart (1739-1791): Dichter, Journalist und Literaturkritiker, 1775/76 in Ulm schriftstellerisch tätig
- Georg Friedrich Schmahl (1700-1773): Ulmer Orgelbaumeister
- Karl Mack (1752-1828): Österr. Feldmarschall-Leutnant, 1805 Kommandant in Ulm und Gegner Napoleons in der Schlacht von Oberelchingen 1805
- Konrad Dieterich Haßler (1803-1873): Ulmer Theologe, Orientalist und Politiker
- Karl Ferdinand Thrän (1811-1870): Ulmer Münsterbaumeister
- Max Eyth (1836-1906):Ingenieur, Zeichner und Dichter, 1896 - 1906 in Ulm literarisch tätig
- Albert Einstein (1879-1955): Physiker und Naturwissenschaftler, 1879 in Ulm geboren
- Emil Schwamberger (1882-1955), Ulmer Oberbürgermeister
- Hans (1918-1943) und Sophie (1921-1943) Scholl: Widerstandskämpfer, Familie Scholl seit 1932 in Ulm ansässig
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
03.04.2025, 12:43 PM CEST