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Bildnisse (Bestand)
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Vorwort: Im Wissen um den besonderen Quellenwert von Personen - Bildnissen für die historische Forschung, vor allem auch für die Stadtgeschichte, entstand durch eine verstärkt nach 1945 betriebene systematische Sammeltätigkeit ein umfangreicher Bildnis-Bestand. Der Bestand, mit teilweise Mehrfachüberlieferung einzelner Bildnisse, ist numerisch durchsigniert, wobei die Nummern 1 bis 1000 für die sog. "Ulmer Bildnisse" reserviert sind. Daran anschließend ab 1001 folgen die sog. "Auswärtigen Bildnisse". Entscheidend für die jeweilige Zuordnung sind neben Ulm als Geburtsort vor allem die berufliche oder sonstige Tätigkeit der jeweiligen Person in oder für die Stadt.
Bei den Bildnissen handelt es sich um die Darstellung von Einzelpersonen (Portrait, Brustbild, halb-, ganzfigürlich etc.) unterschiedlicher künstlerischer Techniken: Kupferstiche, Stahlstiche, Holzschnitte, Lithographien, Federzeichnungen, Radierungen, Bleistift-, Kohle- und Tuschzeichnungen, Drucke etc.
Die Hauptmasse der Bildnisse stammt aus reichsstädtischer Zeit und umfasst vorrangig Personen aus dem öffentlichen, politischen, kirchlichen und kulturellen Leben, darunter Bürgermeister, Ratsherrn, Theologen, Geistliche, Ärzte, Juristen, Künstler, Gelehrte, Baumeister, Lehrer und Professoren, Kaufleute, Händler, Handwerker etc. Besonders stark vertreten sind Mitglieder ehemaliger Ulmer Patrizierfamilien: Besserer, Krafft, Ehinger, Schad, Schermar oder etwa Neubronner.
Der Bestand wird mit Portraitzeichnungen und graphischen Darstellungen fortgeführt und dokumentiert so auch bedeutende Ulmer Persönlichkeiten der Zeitgeschichte.
Beispielhaft ausgewählte Bildnisse:
- Johannes Kepler (1571-1630): Astronom und Mathematiker, 1626/27: Aufenthalt in Ulm und Druck seiner "Rudolphinischen Tafeln", Hauptwerk der modernen Astronomie
- Hans Jakob Schad von Mittelbiberach (1574-1651): Ulmer Bürgermeister und Ratsälterer
- Konrad Dieterich (1575-1639): Ulmer Münsterprediger und Superintendent
- Johann Faulhaber (1580-1635): Ulmer Mathematiker, Ingenieur und Festungsbaumeister
- Rene Descartes (1596-1650): Philosoph und Mathematiker, 1619 Aufenthalt in Ulm und wissenschaftlicher Austausch mit Johann Faulhaber
- Joseph Furttenbach (1591-1667): Ulmer Architekt und Stadtbaumeister
- Matthäus Wagner (1648-1694): Ulmer Buchhändler
- Christian Friedrich Daniel Schubart (1739-1791): Dichter, Journalist und Literaturkritiker, 1775/76 in Ulm schriftstellerisch tätig
- Georg Friedrich Schmahl (1700-1773): Ulmer Orgelbaumeister
- Karl Mack (1752-1828): Österr. Feldmarschall-Leutnant, 1805 Kommandant in Ulm und Gegner Napoleons in der Schlacht von Oberelchingen 1805
- Konrad Dieterich Haßler (1803-1873): Ulmer Theologe, Orientalist und Politiker
- Karl Ferdinand Thrän (1811-1870): Ulmer Münsterbaumeister
- Max Eyth (1836-1906):Ingenieur, Zeichner und Dichter, 1896 - 1906 in Ulm literarisch tätig
- Albert Einstein (1879-1955): Physiker und Naturwissenschaftler, 1879 in Ulm geboren
- Emil Schwamberger (1882-1955), Ulmer Oberbürgermeister
- Hans (1918-1943) und Sophie (1921-1943) Scholl: Widerstandskämpfer, Familie Scholl seit 1932 in Ulm ansässig
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.