Testament der Witwe Kaspar Staell zu Suthausen, geb. Henrike Graell-Bischopinck, vom 19. September 1648, verkündet am 23. November 1657. Sie widerruft ihr Testament, das sie i. J. 1636 vor dem Richter Konrad Gassell in Telgte und dem Notar Johan Lethmate
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B-Testa, II 1493
B-Testa Testamente
Testamente >> 1600-1699
1648 - 1657
Darin: Kodizill
Enthält: Sie widerruft ihr Testament, das sie i. J. 1636 vor dem Richter Konrad Gassell in Telgte und dem Notar Johan Lethmate errichtet hat. Sie will auf dem Herrenkirchhof zu Martini bei ihrem Bruder Eberhard in einem ausgemauerten Grab beigesetzt werden. Ihre + Modder war die Jf. Elisabeth Grael; in deren Hof wohnt sie. - Als Erbin wird eingesetzt Maria Henrika, Tochter ihres + Bruders Johan Bischopinck zu Telgte. Vermächtnisse erhalten 1. die beiden Armenhäuser auf dem Kapellenkirchhof in Telgte, 2. die Töchter 1. Ehe ihres + Bruders Berthold Bischopinck zum Daele, nämlich a. Jost Hellene im Kloster Gertrudenburg, b. Anna im Kloster Malgeren [Malgarten?], c. Elisabeth, weltliche Stiftsjungfer in Bocholt, 3. die Kinder derselben 2. Ehe, nämlich Berthold, Anna Elisabeth und Ida Maria, 4. die Kinder ihres + Bruders Eberhard Bischopinck zu Nünning, nämlich Eberhard, Anna Margarete, Richtmod, Helene Christine, Elisabeth und Gertrud Maria, 5. ihr Bruder Rudolf Bischopinck (ihren Anteil an den Erben Loman in Saerbeck und Helman in Greven), 6. ihre Schwester Elsabe Bischopinck, Frau von Drebber in ? im Stift Osnabrück und deren Kinder a. Anna Christine von Drebber, Frau Buck zur Heimbsborg, b. Elisabeth, c. Agnes Margarete, d. Elsabe Margarete von Drebber, 7. ihre Schwester Elisabeth Bischopinck, Frau Everwin Drolshagen und deren Kinder a. Jorgen Henrich, b. Jakob Everwin, Kanonikus an St. Mauritz, 8. ihre Schwester Gertrud Bischopinck, Frau von Plettenberg und deren Kinder a. Dietherich Plettenberg, b. Katharina, im Aegidiikloster, 9. die Kinder ihrer + Schwester Katharina Bischopinck, Frau Johan Voss (zu Telgte und Neuenhaus), nämlich Henrich Johan und Eberhard Voss, 10. ihre Schwester Gudula Bischopinck im Aegidiikloster, 11. ihre Stiefkinder Eberhard Wilhelm, Kaspar, Agnes Katharina und Lukulia Staell, 12. ihre Magd Elsken Venneker (Obligation auf Dietherich Bole im Ksp. Ostenfelde). Zur “Fortsetzung der gemeinen Ehrensachen, die samptlichen adliche münsterische Erbmanneren betreffend“, stiftet sie 100 Rth. - Zu Testamentsvollstreckern werden ernannt Johan Wilhelm Steveninck zu Wilkinckhege und Dr. jur. Henrich Bischopinck (anstelle des Steveninck tritt nach seinem Tode laut Kodizill ihr Vetter Boldewin Clevorn zu Alberskirchen). Das Testament wird errichtet im Hause des Lic. Johan Bischopinck auf der Ecke des Fischmarktes. - Siegel der Testatorin. Zeugen: die Notare Kaspar Moll und Wilhelm Menslage. Von Rats wegen: Lic. Bernhard Viertenhalben.
Enthält: Sie widerruft ihr Testament, das sie i. J. 1636 vor dem Richter Konrad Gassell in Telgte und dem Notar Johan Lethmate errichtet hat. Sie will auf dem Herrenkirchhof zu Martini bei ihrem Bruder Eberhard in einem ausgemauerten Grab beigesetzt werden. Ihre + Modder war die Jf. Elisabeth Grael; in deren Hof wohnt sie. - Als Erbin wird eingesetzt Maria Henrika, Tochter ihres + Bruders Johan Bischopinck zu Telgte. Vermächtnisse erhalten 1. die beiden Armenhäuser auf dem Kapellenkirchhof in Telgte, 2. die Töchter 1. Ehe ihres + Bruders Berthold Bischopinck zum Daele, nämlich a. Jost Hellene im Kloster Gertrudenburg, b. Anna im Kloster Malgeren [Malgarten?], c. Elisabeth, weltliche Stiftsjungfer in Bocholt, 3. die Kinder derselben 2. Ehe, nämlich Berthold, Anna Elisabeth und Ida Maria, 4. die Kinder ihres + Bruders Eberhard Bischopinck zu Nünning, nämlich Eberhard, Anna Margarete, Richtmod, Helene Christine, Elisabeth und Gertrud Maria, 5. ihr Bruder Rudolf Bischopinck (ihren Anteil an den Erben Loman in Saerbeck und Helman in Greven), 6. ihre Schwester Elsabe Bischopinck, Frau von Drebber in ? im Stift Osnabrück und deren Kinder a. Anna Christine von Drebber, Frau Buck zur Heimbsborg, b. Elisabeth, c. Agnes Margarete, d. Elsabe Margarete von Drebber, 7. ihre Schwester Elisabeth Bischopinck, Frau Everwin Drolshagen und deren Kinder a. Jorgen Henrich, b. Jakob Everwin, Kanonikus an St. Mauritz, 8. ihre Schwester Gertrud Bischopinck, Frau von Plettenberg und deren Kinder a. Dietherich Plettenberg, b. Katharina, im Aegidiikloster, 9. die Kinder ihrer + Schwester Katharina Bischopinck, Frau Johan Voss (zu Telgte und Neuenhaus), nämlich Henrich Johan und Eberhard Voss, 10. ihre Schwester Gudula Bischopinck im Aegidiikloster, 11. ihre Stiefkinder Eberhard Wilhelm, Kaspar, Agnes Katharina und Lukulia Staell, 12. ihre Magd Elsken Venneker (Obligation auf Dietherich Bole im Ksp. Ostenfelde). Zur “Fortsetzung der gemeinen Ehrensachen, die samptlichen adliche münsterische Erbmanneren betreffend“, stiftet sie 100 Rth. - Zu Testamentsvollstreckern werden ernannt Johan Wilhelm Steveninck zu Wilkinckhege und Dr. jur. Henrich Bischopinck (anstelle des Steveninck tritt nach seinem Tode laut Kodizill ihr Vetter Boldewin Clevorn zu Alberskirchen). Das Testament wird errichtet im Hause des Lic. Johan Bischopinck auf der Ecke des Fischmarktes. - Siegel der Testatorin. Zeugen: die Notare Kaspar Moll und Wilhelm Menslage. Von Rats wegen: Lic. Bernhard Viertenhalben.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:23 MEZ