Bischof Otto von Münster bekundet, daß er die Burg Ringenberg samt Zubehör von Ritter Sweder, seinem Ministerialen, für 270 Mark gekauft hat. Für den Kaufpreis verpfändet er Sweder die folgenden jährlichen Einkünfte: 40 Molt Roggen und Malz nach Schultenmaß (scultmate) aus dem Hof (curtis) Ahulthe, 30 Molt Roggen nach Zehntmaß aus dem Zehnten in Südlohn (Sthutlon, Suthlon) mit dem Schmalzehnten, aus der Mühle in Borken 15 Molt Roggen nach Borkener Maß ( = 20 Molt nach Zehntmaß) und 10 Molt Roggen nach Zehntmaß aus der Mühle in Bocholt (Bukholte). Die Einkünfte aus dem Hof Ahulthe und die aus Südlohn können mit jeweils 100 Mark und die aus den beiden Mühlen mit 70 Mark zurückgekauft werden. Außerdem will der Aussteller Sweder gegen alle beistehen, die ihm Unrecht tun. Datum et actum in capitulo Monasteriensi. Zeugen: Wilhelm, Propst, Stephan, Dekan, Johannes, Thesaurar, Hermann, Scholaster, Gottfried, Vicedominus, Gerhard, Propst von Oldenzaal (Aldenselensis), Friedrich, Propst von St. Ludgeri, Ernst, Kantor, Cäsarius, Dietmar Norendin, Gerhard von Lohn (Lon), Magister Dietmar, Brunsten, Magister Reinfried, Domkanoniker zu Münster; Edelherren: Graf Hermann von Everstein und Bernhard von der Lippe; Ministerialen: Hermann Werenzen, Friedrich von Meinhövel (Menhovele), Gerlach von Bevern (Beveren), Bitter von Rhede (Reihen), Hermann von Langen, Hermann von Münster (Monasterio), Dietrich von Schöneflieth (Sconenvlete); Schöffen: Johannes Nicenk, Gerwin Dives und andere Schöffen und Bürger der Städte Münster (civitas) und Coesfeld (Cusvelde), Borken und Bocholt (Bukholte) (oppida). octavo idus junii