Extractus Rats-Protocolli vom 27. April 1770
Vollständigen Titel anzeigen
A 2 c (Zünfte) Nr. A 2 c (Zünfte) Nr. 3160
A 2 c (Zünfte) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 8-11 u. 18)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 8-11 u. 18) >> Bd. 9 Zünfte Schneider
1770 April 27
Regest: Die sämtliche Schneider Meisterschaft übergibt ein Gesuch, einem Meister wegen des grossen Anwachses der Schneiderschaft künftig im Jahr nicht mehr als 2 Gesellen und keinen Jungen zu gestatten und einem Fürkäufer, solange er das ist, gar keinen zu erlauben. Meister Erhardt Krumm und dessen Bruder Johannes Krumm protestieren dagegen und berufen sich auf das kaiserl. Rescript vom 4. August 1764 und den Ratsbescheid vom 21. Juni 1765 und bitten, ihn (Erhardt Krumm) dabei zu soutenieren, wobei er sich Compet (entia) reserviere.
Bescheid.
Bei vorwaltenden Umständen und grossem Anwachs der Meisterschaft erkennt der Magistrat per majora (= mit Mehrheit) für Recht, dass künftig ein Meister nur 2 Gesellen und keinen Jungen oder 1 Gesellen und 1 Jungen, derjenige aber, der ein Fürkäufer ist, gar keinen Gesellen zu halten berechtigt sein soll.
Nach der Bekanntmachung dankt die Meisterschaft für den Bescheid, der Krumm hingegen protestiert dagegen und beruft sich auf einen höheren Richter.
Bescheid.
Bei vorwaltenden Umständen und grossem Anwachs der Meisterschaft erkennt der Magistrat per majora (= mit Mehrheit) für Recht, dass künftig ein Meister nur 2 Gesellen und keinen Jungen oder 1 Gesellen und 1 Jungen, derjenige aber, der ein Fürkäufer ist, gar keinen Gesellen zu halten berechtigt sein soll.
Nach der Bekanntmachung dankt die Meisterschaft für den Bescheid, der Krumm hingegen protestiert dagegen und beruft sich auf einen höheren Richter.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Genetisches Stadium: Kopie
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ