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Werther
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NZfM 88 (Nr. 49 v. 7.12.1892), S. 548: „Um gleich dies im Voraus zu erwähnen: DIESE Massenet’sche Oper hat entgegengesetzt den Wiener Erfolgen hier einen gründlichen Reinfall erlebt. Man konnte nur von einem Achtungs=Erfolg sprechen, den der zweite Act hatte. Der erste und letzte Act sank unter erbarmungslosen Schweigen der Zuhörerschaft zum Orcus. Wenn man die Namen der zu uns herüberdringenden Opern überdenkt, so ist es auffallend, dass französische Opern=Componisten immer wieder mit besonderer Vorliebe Meisterwerke deutscher Dichtkunst vertonlichen. Demnach fallen die Perlen unserer Litteratur dem ziemlich grausamen Schicksale anheim, erst durch die Hände fanzösischer Librettisten zu wandern, um durch dieselben zu Operntexten umgestaltet zu werden.“ NZfM 88 (Nr. 50, S. 14.12.1892), 561: „Die Oper, hier zum ersten Male in Deutschland aufgeführt, erzielte mit Ausnahme des zweiten Actes, keinen Erfolg. […] Nach Schluß der Oper regten sich nur ganz vereinzelt die Hände zum Beifall. An den Darstellern und der Orchester=Leistung lag dies ganz gewiß nicht. Die Oper unter Lassen war sehr sorgfältig einstudirt und die Sänger setzten ihre besten Kräfte an das Gelingen des Werkes.“ [Max Hasse] Weimarische Zeitung Nr. 270, 16. November 1892, S. 1f.: Der Aufführungskritik geht eine umfangreiche Werkkritik voraus, die zum einen den Bezug zu Goethes Vorlage, zum andern die Beschaffenheit der Musik („fade Süßigkeit, die über vielen Melodien liegt“) thematisiert. Über die Aufführung urteilt Max Hasse: „Die Oper, hier zum ersten Male in Deutschland aufgeführt, erzielte, mit Ausnahme etwa des zweiten Aktes keinen Erfolg. [...] Nach Schluß der Oper regten sich nur ganz vereinzelte Hände zum Beifall. An den Darstellern und an der Orchesterbegleitung unter Dr. Lassen und an der Regie lag dies ganz gewiß nicht. Die Oper war sehr sorgfältig einstudirt und die Sänger setzten ihre besten Kräfte an das Gelingen des Werkes.“ [Die Ähnlichkeit im Wortlaut mit der NZfM überrascht.]