Der Notar Johann Georg Christ von Wimpfen beurkundet auf Bitten des Freiherrn Johann Dietrich von Gemmingen, Herrn auf Fürfeld, Guttenberg, [Neckar-] Mühlbach, Hüffenhardt, Kälbertshausen, Gemmingen und Ittlingen sowie Ganerben zu Bönnigheim und Erligheim, Direktors der Kraichgauer Reichsritterschaft, und dessen Mitagnaten Freiherrn Pleickard Dietrich von Gemmingen zu Gemmingen, Ittlingen und Zwingenberg, Ganerben zu Bönnigheim und Erligheim, und Freiherrn Franz Reinhard von Gemmingen zu Bonfeld, Gemmingen und Ittlingen, Ganerben zu Bönnigheim und Erligheim, Hofmeisters der verwitweten Markgräfin von Baden, die sub dato im unteren Tafelzimmer des Schlosses zu Gemmingen eingenommene Erbhuldigung der Untertanen zu Gemmingen. Die Huldigung wurde erforderlich, nachdem Johann Adam von Gemmingen zu Gemmingen und Ittlingen am 14. September 1742 ohne männliche Leib- und Lehnserben verstorben ist und den genannten gemmingischen Agnaten seine Anteile an Gemmingen und Ittlingen sowie an der Ganerbschaft Bönnigheim und Erligheim hinterlassen hat. Außer den Agnaten waren bei der Huldigung zugegen: Philipp Friedrich und Burkhard Diet-rich von Gemmingen, Johann Dietrichs Söhne, Friedrich Jakob von Gemmingen, Pleickard Dietrichs Sohn, sowie Christoph Ulrich Kreußer, neippergischer Amtmann zu Schwaigern, für den neippergischen Bevollmächtigten Baron [Karl Friedrich] von Adelsheim wegen der Hypothek in Höhe von 18000 Gulden, die der Generalfeldmarschall Graf [Wilhelm Reinhard] von Neipperg auf sämtlichen Ein-künften des ¿Johann Adam von Gemmingen hat, außerdem als Zeugen des Notars Johann Philipp Becker, Bürger und Rößleins-Wirt zu Stebbach (Steppach), und Matthias Fuchß, Bürger und Schneider zu Kochendorf; die Namensliste der Bürger (119), Noch-nicht-Bürger (14), Witwen (13), ledigen Bürgerssöhne (19), Beisitzer (5) und Judenschaft (10) wurde durch den gemmingischen Amtmann Schiller verlesen. Anrede und Eidesformel sind im Wortlaut wiedergegeben.