Argenthal-Riesweiler (Bestand)
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4KG 090B
Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Archivtektonik) >> 4KG Kirchengemeinden >> 4KG 090B Argenthal
Bestandsbeschreibung: Die evangelische Gemeinde in Argenthal war seit 1557 lutherisch und seit 1598 reformiert, da das dortige Pfarrstellenbesetzungsrecht dem Herzog von Simmern oblag. Seit 1817 ist die Gemeinde uniert. Riesweiler, zuvor Filiale von Simmern, war seit 1608 pfarramtlich mit Argenthal verbunden, blieb jedoch eigene Gemeinde mit Presbyterium und gleichberechtigtem Gottesdienst und hl. Abendmahl. Zum Ende des 30-jährigen Krieges wurden auch die nach der Gegenreformation wenigen verbliebenen Evangelischen in Schnorbach von Argenthal aus verwaltet. Seit dem 1.12.2008 waren Ellern, Mörschbach und Pleizenhausen Filialen von Argenthal. Zum 1.1.2014 wurden Argenthal, Riesweiler, Ellern, Mörschbach und Pleizenhausen zur Gemeinde Soonblick vereinigt. Argenthal wurde mehrfach von Brandkatastrophen heimgesucht. 1593 vernichtete ein durch Blitzschlag ausgelöstes Feuer 24 Häuser des Ortes, 1796 blieben nach einem durch französische Besatzungssoldaten verursachten Brand von 87 Häusern sogar nur vier übrig. Das Archiv der Kirchengemeinde Argenthal-Riesweiler weist daher besonders in der Zeit vor 1796 große Lücken auf. Literatur: Baumgarten, Achim R. / Schellack, Fritz, 900 Jahre Argenthal 1091-1991, Argenthal 1991; Diether, Dieter, Kleiner Kirchenführer: Argenthal, Ellern, Mörschbach, Pleitzenhausen, Riesweiler, o.O. 2013; KABl 2008, S. 393; KABl 2013, S. 196; Rosenkranz, Evangelisches Rheinland, Bd. 1, S. 534. Ergänzende Archivbestände: 1OB 008 (Ortsakten); 3MB 013B (Synode Simmern - Vorgängerbehörden)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ