Oberamtspflegen
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Tektonik
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Untere Verwaltungsbehörden 1806-um 1945
Überlieferungsgeschichte
In den Ämtern des Herzogtums Württemberg bestanden seit 1697 Amtspflegen, die für die Umlage von Kriegsausgaben und allgemeinen Landesabgaben - den sog. Amtsschaden - auf die Gemeinden und die Weiterleitung der direkten Steuern an die Landschaftskasse zuständig waren. Später oblagen auch Kassenverwaltung und Buchführung anderer Einrichtungen der Selbstverwaltung der Amtskörperschaft (z. B. Krankenhäuser, Fürsorge und Wohltätigkeitseinrichtungen) dem Amtspfleger. Der Amtspfleger wurde von der Amtsversammlung gewählt, zwischen 1807 und 1817 lag seine Bestellung und Verpflichtung vorübergehend beim Oberlandesökonomiekollegium. Der Oberamtspfleger hatte seit 1818 zudem Sitz und beratende Stimme in der Amtsversammlung. Ab 1906 wurde der nur für Angelegenheiten der Selbstverwaltung zuständige Amtsverwaltungsausschuss - jetzt Bezirksrat - auch zu Geschäften der staatlichen Verwaltung herangezogen. 1933/34 wurden die bisherigen Amtskorporationen im Zuge der Einführung der Landkreise aufgelöst bzw. durch neue Organe auf Kreisebene ersetzt.
In den Ämtern des Herzogtums Württemberg bestanden seit 1697 Amtspflegen, die für die Umlage von Kriegsausgaben und allgemeinen Landesabgaben - den sog. Amtsschaden - auf die Gemeinden und die Weiterleitung der direkten Steuern an die Landschaftskasse zuständig waren. Später oblagen auch Kassenverwaltung und Buchführung anderer Einrichtungen der Selbstverwaltung der Amtskörperschaft (z. B. Krankenhäuser, Fürsorge und Wohltätigkeitseinrichtungen) dem Amtspfleger. Der Amtspfleger wurde von der Amtsversammlung gewählt, zwischen 1807 und 1817 lag seine Bestellung und Verpflichtung vorübergehend beim Oberlandesökonomiekollegium. Der Oberamtspfleger hatte seit 1818 zudem Sitz und beratende Stimme in der Amtsversammlung. Ab 1906 wurde der nur für Angelegenheiten der Selbstverwaltung zuständige Amtsverwaltungsausschuss - jetzt Bezirksrat - auch zu Geschäften der staatlichen Verwaltung herangezogen. 1933/34 wurden die bisherigen Amtskorporationen im Zuge der Einführung der Landkreise aufgelöst bzw. durch neue Organe auf Kreisebene ersetzt.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ