Urk. 70
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Urk. 70
Stadtarchiv Geseke, Urkunden
Stadtarchiv Geseke, Urkunden >> 2. Urkunden des städtischen Heilig Geist Hospitals >> 2.3 Aktivobligationen (Rentenkäufe)
1611 März 29 (dienstags in den heiligenn Ostern)
Archivale
Beschreibung: Vor dem kurfürstlichen Gografen zu Geseke verkauft Wulber Rissing, Bürger zu Geseke, dem Hospital eine Geldrente aus seinem Hause auf der Bachstraße.Vor Hermann Mattenkloth, Richter und Gografen, und sämtlichen Schöffen des kurfürstlichen ordentlichen Gerichts zu Gesickh, verschreiben Wulber Rissing, Bürger zu Gesike, und seine Ehefrau Anne für 10 gute, vollgeltende Reichstaler, die ihnen von Witwe Maria Roders, die die Summe dem Heilig-Geist-Hospital zu Anlegung für eine Armenrente überlassen hatte, ausgezahlt worden sind, an Bürgermeister und Rat der Stadt Gesickh als "vorderste und perpetui provisores und Vorsteher" des genannten Armenhospitals eine jährlich zu Ostern fällige Rente in Höhe von 6 vom Hundert aus ihrem unbeschwerten Hause zu Gesickh auf der Becke (Bachstraße) zwischen Alhardt Schwalenbergs und Samuel Greffens Häusern; jährliches Rückkaufsrecht vereinbart. Unterschrift: Matt. Nolten scriba et not. jur. judicii. Urschr. (dt.), Pergament
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:07 MEZ