Ernst von Freyberg zu Achstetten der Ältere entscheidet als von beiden Parteien gewählter Schiedsrichter in Weide- und Besitzstreitigkeiten zwischen Unteressendorf, das Georg Truchseß von Waldburg gehört, und Hochdorf, das zur Reichsstadt Biberach gehört. Er hat den Parteien für 25. Oktober ("uff Montag vor St. Simon und Judas Apostolorum") einen Tag angesetzt, den sie mit ihren genannten Beisitzern besuchten. Nach ausführlich wiedergegebener Rede und Gegenrede und der eidlichen Aussage von 4 namentlich genannten Unteressendorfer und 5 Hochdorfer Zeugen, deren Aussagen im einzelnen wiedergegeben werden, geben am 15. März 1480 ("Mitwoch negst nach dem Sontag Laetare") zunächst die Beisitzer der Unteressendorfer ihren Spruch ab, der was Trieb und Tratt betrifft zugunsten der von Unteressendorf, was den Streit um Grund und Boden betrifft zugunsten der von Hochdorf ausfällt (Sr.: Klaus Füger, Altbürgermeister zu Biberach, auf Bitten des A. und Hans Brüsch, derzeit Bürgermeister zu Biberach) und danach die Hochdorfer Beisitzer, daß diese Grund und Boden behalten und Trieb und Tratt mit Unteressendorf teilen sollen (Sr.: Hans Schad und Michel Langeberger, Bürger zu Biberach). A. folgt dem Spruch der Hochdorfer Beisitzer. Das Urteil wird beim Biberacher Stadtschreiber schriftlich hinterlegt und kann dort von beiden Parteien eingesehen werden.
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Ernst von Freyberg zu Achstetten der Ältere entscheidet als von beiden Parteien gewählter Schiedsrichter in Weide- und Besitzstreitigkeiten zwischen Unteressendorf, das Georg Truchseß von Waldburg gehört, und Hochdorf, das zur Reichsstadt Biberach gehört. Er hat den Parteien für 25. Oktober ("uff Montag vor St. Simon und Judas Apostolorum") einen Tag angesetzt, den sie mit ihren genannten Beisitzern besuchten. Nach ausführlich wiedergegebener Rede und Gegenrede und der eidlichen Aussage von 4 namentlich genannten Unteressendorfer und 5 Hochdorfer Zeugen, deren Aussagen im einzelnen wiedergegeben werden, geben am 15. März 1480 ("Mitwoch negst nach dem Sontag Laetare") zunächst die Beisitzer der Unteressendorfer ihren Spruch ab, der was Trieb und Tratt betrifft zugunsten der von Unteressendorf, was den Streit um Grund und Boden betrifft zugunsten der von Hochdorf ausfällt (Sr.: Klaus Füger, Altbürgermeister zu Biberach, auf Bitten des A. und Hans Brüsch, derzeit Bürgermeister zu Biberach) und danach die Hochdorfer Beisitzer, daß diese Grund und Boden behalten und Trieb und Tratt mit Unteressendorf teilen sollen (Sr.: Hans Schad und Michel Langeberger, Bürger zu Biberach). A. folgt dem Spruch der Hochdorfer Beisitzer. Das Urteil wird beim Biberacher Stadtschreiber schriftlich hinterlegt und kann dort von beiden Parteien eingesehen werden.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 59 U 82
Oberamt Ehingen Nr. 11
B 59 Bü 1
B 59 Bü 29
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 59 Landvogtei Schwaben/Oberamt Altdorf
Landvogtei Schwaben/Oberamt Altdorf >> Urkunden
1480 Juni 28 ("am Mitwoch St. Peter und St. Pauli der heyligen zwölff Bothen abendt")
Urkunden
Siegler: Sr.: A.
Überlieferungsart: Abschrift
Besonderheiten: Papierheft, 28 S.
Überlieferungsart: Abschrift
Besonderheiten: Papierheft, 28 S.
Brüsch, Hans; Bürgermeister
Freyberg, Ernst von
Füger, Klaus; Altbürgermeister
Langenberger, Michel
Schad, Hans
Achstetten BC
Biberach an der Riß BC; Altbürgermeister
Biberach an der Riß BC; Bürgermeister
Biberach an der Riß BC; Reichsstadt
Hochdorf BC
Unteressendorf : Hochdorf BC
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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