Gottfried Hasenkamp (Bestand)
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1009
Westfälisches Literaturarchiv (Archivtektonik) >> Schriftsteller
1923-1990
Bestandsbeschreibung: Manuskripte, Korrespondenzen, Lebensdokumente (Auszeichnungen), Zeitungsausschnittsammlung, Aufsatzsammlung, Rezensionen eigener Werke
Form und Inhalt: Der literarische Nachlass des Schriftstellers Gottfried Hasenkamp wurde aufgrund eines Depositalvertrages vom Februar 2003 als Bestand 1009 in das Westfälische Literaturarchiv im LWL-Archivamt für Westfalen übernommen. Der Nachlass umfasst 165 Verzeichnungseinheiten. Der Bestand ist frei benutzbar im Lesesaal des LWL-Archivamtes und zu bestellen bzw. zu zitieren als: Westfälisches Literaturarchiv im LWL-Archivamt für Westfalen (WLA), Bestand 1009/Nr. [...]. Ein Online-Findbuch kann auf der Website des LWL-Archivamtes bzw. über das Internetportal archive.nrw.de abgerufen werden.
1. Biographische Anmerkungen
Gottfried Hasenkamp wurde am 12. März 1902 in Bremen geboren. Ab 1920 studierte er Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie in Münster, Tübingen, Bonn und wieder in Münster. 1923 promovierte er bei Paul Kluckhohn zum Thema "Hölderlins Anschauung vom Beruf des Dichters" (Münster, Phil. Diss. v. 5. Juni 1923). Zeit seines Lebens schrieb er unter dem Einfluss Hölderlins sowie früher christlicher Dichter wie Ambrosius von Mailand. "H.s Dichtung hat ihre Wurzeln im Bekenntnis zum katholischen Glauben. Literarisches und religiöses Engagement sind nicht zu trennen. Die existentielle Leiderfahrung, insbesondere infolge des Zweiten Weltkriegs, ist ein zentrales Thema, ebenso die Verehrung glaubensvorbildl[icher] Persönlichkeiten. [...] Die Lyrik, zumeist zyklisch geordnet, zeichnet sich durch die Wiederbelebung abendl[ändischer] Traditionen, insbes[ondere] von Hymne und Ode aus" (Killy-Literaturlexikon. Bd. 5. Gütersloh [u. a.]: Bertelsmann, 1990). Seit 1924 arbeitete er im Verlag Aschendorff, Münster, u. a. als Chefredakteur der Tageszeitung "Münsterischer Anzeiger", Mitbegründer und Verlagsleiter der ab 1946 erscheinenden "Westfälischen Nachrichten" sowie als Autor. 1939 wurde er zum Wehrdienst eingezogen und diente dann sechs Jahre als Soldat, davon sieben Monate in Rom. Von 1957 bis 1979 war er Vorsitzender der Droste-Gesellschaft, dann Ehrenvorsitzender. Ebenso war er Mitglied der Hölderlin Gesellschaft. Hasenkamp pflegte guten Kontakt zu Würdenträgern der katholischen Kirche; unter den Schriftstellern insbesondere zu Gertrud von le Fort. Er starb am 2. September 1990 in Münster. Sein Werk umfasst hauptsächlich christlich geprägte Lyrik und Dramen, die er neben seiner journalistischen und verlegerischen Tätigkeit verfasste. Für sein kirchliches Engagement erhielt er 1971 den Gregorius-Orden des Papstes und 1975 die Paulus-Plakette des Bistums Münster.
2. Zum Nachlass: Hinweise zur Bearbeitung und inhaltliche Schwerpunkte
Bei der Übernahme war der Nachlass bereits durch Gottfried Hasenkamp und seinen Sohn Johannes (1926-2013) vorgeordnet.
Überlieferungsschwerpunkt sind die Unterlagen zum literarischen Werk. Die Werkmanuskripte, die oft in mehreren Exemplaren oder Fassungen vorliegen, wurden in sechs Untergruppen klassifiziert. Viele Gedichte Hasenkamps sind anlassbezogen und vermutlich nie veröffentlicht. Die von Hasenkamp zusammengestellten Belege seiner zahlreichen, v. a. in den "Westfälischen Nachrichten" erschienenen Beiträge sind als Sammlung erfasst. Die Korrespondenzen wurden in der vorgefundenen Ordnung belassen (private Briefwechsel waren zusammen abgelegt mit denen aus schriftstellerischer Tätigkeit). Betreffe erschließen vor allem den Inhalt solcher Korrespondenzen, die sich auf Hasenkamps Veröffentlichungen beziehen. Hervorzuheben sind seine Briefwechsel mit Verlagen sowie der mit der Schriftstellerin Gertrud von le Fort. Die Bild- und Tonträger im Nachlass wurden für die Verzeichnung identifiziert, sind jedoch noch nicht digitalisiert.
Im Rahmen eines freiwilligen Praktikums im LWL-Archivamt für Westfalen wurde der Bestand von Janina Dyballa im Februar/März 2013 erstverzeichnet; für das Findbuch wurden Verzeichnung und Vorwort noch einmal überarbeitet.
3. Literaturhinweise
Verwiesen sei auf den Eintrag zu Gottfried Hasenkamp in der Datenbank "Lexikon Westfälischer Autorinnen und Autoren" (http://www.lwl.org/literaturkommission/alex/index.php) auf der Grundlage und in Fortführung des vierbändigen "Westfälischen Autorenlexikons 1750-1950", im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe herausgegeben und bearbeitet von Walter Gödden und Iris Nölle-Hornkamp, Paderborn: Schöningh Verlag, 1993-2002.
Zitierweise: Westfälisches Literaturarchiv, Best. 1009/lfd. Nr.
Form und Inhalt: Der literarische Nachlass des Schriftstellers Gottfried Hasenkamp wurde aufgrund eines Depositalvertrages vom Februar 2003 als Bestand 1009 in das Westfälische Literaturarchiv im LWL-Archivamt für Westfalen übernommen. Der Nachlass umfasst 165 Verzeichnungseinheiten. Der Bestand ist frei benutzbar im Lesesaal des LWL-Archivamtes und zu bestellen bzw. zu zitieren als: Westfälisches Literaturarchiv im LWL-Archivamt für Westfalen (WLA), Bestand 1009/Nr. [...]. Ein Online-Findbuch kann auf der Website des LWL-Archivamtes bzw. über das Internetportal archive.nrw.de abgerufen werden.
1. Biographische Anmerkungen
Gottfried Hasenkamp wurde am 12. März 1902 in Bremen geboren. Ab 1920 studierte er Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie in Münster, Tübingen, Bonn und wieder in Münster. 1923 promovierte er bei Paul Kluckhohn zum Thema "Hölderlins Anschauung vom Beruf des Dichters" (Münster, Phil. Diss. v. 5. Juni 1923). Zeit seines Lebens schrieb er unter dem Einfluss Hölderlins sowie früher christlicher Dichter wie Ambrosius von Mailand. "H.s Dichtung hat ihre Wurzeln im Bekenntnis zum katholischen Glauben. Literarisches und religiöses Engagement sind nicht zu trennen. Die existentielle Leiderfahrung, insbesondere infolge des Zweiten Weltkriegs, ist ein zentrales Thema, ebenso die Verehrung glaubensvorbildl[icher] Persönlichkeiten. [...] Die Lyrik, zumeist zyklisch geordnet, zeichnet sich durch die Wiederbelebung abendl[ändischer] Traditionen, insbes[ondere] von Hymne und Ode aus" (Killy-Literaturlexikon. Bd. 5. Gütersloh [u. a.]: Bertelsmann, 1990). Seit 1924 arbeitete er im Verlag Aschendorff, Münster, u. a. als Chefredakteur der Tageszeitung "Münsterischer Anzeiger", Mitbegründer und Verlagsleiter der ab 1946 erscheinenden "Westfälischen Nachrichten" sowie als Autor. 1939 wurde er zum Wehrdienst eingezogen und diente dann sechs Jahre als Soldat, davon sieben Monate in Rom. Von 1957 bis 1979 war er Vorsitzender der Droste-Gesellschaft, dann Ehrenvorsitzender. Ebenso war er Mitglied der Hölderlin Gesellschaft. Hasenkamp pflegte guten Kontakt zu Würdenträgern der katholischen Kirche; unter den Schriftstellern insbesondere zu Gertrud von le Fort. Er starb am 2. September 1990 in Münster. Sein Werk umfasst hauptsächlich christlich geprägte Lyrik und Dramen, die er neben seiner journalistischen und verlegerischen Tätigkeit verfasste. Für sein kirchliches Engagement erhielt er 1971 den Gregorius-Orden des Papstes und 1975 die Paulus-Plakette des Bistums Münster.
2. Zum Nachlass: Hinweise zur Bearbeitung und inhaltliche Schwerpunkte
Bei der Übernahme war der Nachlass bereits durch Gottfried Hasenkamp und seinen Sohn Johannes (1926-2013) vorgeordnet.
Überlieferungsschwerpunkt sind die Unterlagen zum literarischen Werk. Die Werkmanuskripte, die oft in mehreren Exemplaren oder Fassungen vorliegen, wurden in sechs Untergruppen klassifiziert. Viele Gedichte Hasenkamps sind anlassbezogen und vermutlich nie veröffentlicht. Die von Hasenkamp zusammengestellten Belege seiner zahlreichen, v. a. in den "Westfälischen Nachrichten" erschienenen Beiträge sind als Sammlung erfasst. Die Korrespondenzen wurden in der vorgefundenen Ordnung belassen (private Briefwechsel waren zusammen abgelegt mit denen aus schriftstellerischer Tätigkeit). Betreffe erschließen vor allem den Inhalt solcher Korrespondenzen, die sich auf Hasenkamps Veröffentlichungen beziehen. Hervorzuheben sind seine Briefwechsel mit Verlagen sowie der mit der Schriftstellerin Gertrud von le Fort. Die Bild- und Tonträger im Nachlass wurden für die Verzeichnung identifiziert, sind jedoch noch nicht digitalisiert.
Im Rahmen eines freiwilligen Praktikums im LWL-Archivamt für Westfalen wurde der Bestand von Janina Dyballa im Februar/März 2013 erstverzeichnet; für das Findbuch wurden Verzeichnung und Vorwort noch einmal überarbeitet.
3. Literaturhinweise
Verwiesen sei auf den Eintrag zu Gottfried Hasenkamp in der Datenbank "Lexikon Westfälischer Autorinnen und Autoren" (http://www.lwl.org/literaturkommission/alex/index.php) auf der Grundlage und in Fortführung des vierbändigen "Westfälischen Autorenlexikons 1750-1950", im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe herausgegeben und bearbeitet von Walter Gödden und Iris Nölle-Hornkamp, Paderborn: Schöningh Verlag, 1993-2002.
Zitierweise: Westfälisches Literaturarchiv, Best. 1009/lfd. Nr.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ