Adolf Schüle (1901-1967), Nachlass (Bestand)
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UAT 652/
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1916-1968
Bestandsbeschreibung: Übernommen: 1995 aus Privatbesitz.
Vorbemerkung
1. Biographische Daten
Geb. 16.6.1901 Freiburg, gest. 4.5.1967 Tübingen
Verheiratet mit Anne Marie geb. Hebting (1901-1959) und mit Ilse geb. Busch verw. Hebting (geb. 1914).
1919-1923: Studium der Rechte in Freiburg, Kiel, München und Heidelberg.
1923: Dr. iur. Heidelberg.
1923-1924: Tätigkeit für die Frankfurter Zeitung als Privatsekretär ihres Londoner Korrespondenten.
1927: Eintritt in den badischen Justizdienst, Richter in Mannheim.
1927-1938: Referent für Großbritannien und das Britische Empire am Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches öffentliches und Völkerrecht in Berlin.
1931: Habilitation für Staats- und Verwaltungsrecht in Berlin, Privatdozent an der Friederich-Wilhelms-Universität und der Handeshochschule Berlin.
1938: Verzicht auf die venia legendi vermutlich im Zusammenhang mit der Herkunft seiner ersten Frau. Tätigkeit im Stickstoffsyndikat Berlin.
1945: Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Mannheim und
1947: des Groß- und Außenhandelsverbandes Baden-Württemberg.
1946: Lehrbeauftragter an der Wirtschaftshochschule Mannheim.
1947: Umhabilitiert an die Universität Heidelberg.
1948: apl. Professor.
1949: Honorarprofessor.
1951-1954: Stadtrat in Mannheim (FDP).
Träger der Schillerplakette der Stadt Mannheim.
1954: o. Prof. in Tübingen.
1957-1958: Dekan der Rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.
1955-1957: Vorsitzender der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer.
1959-1961: Stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht, bis 1966 Mitglied ihres Rates.
seit 1959: Mitglied des Kuratoriums des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches und Völkerrecht in Heidelberg und Mitherausgeber der Brunsschen Zeitschrift.
seit 1957: Ordentliches Mitglied des deutsch-französischen Saar-Schiedsgerichts.
2. Bearbeiterbericht
Die hier nachgewiesenen Unterlagen im Umfang von ca. 0,45 lfm wurden dem Universitätsarchiv im April 1995 von Frau Ilse Schüle übergeben. Es handelt sich um private und wissenschaftliche Korrespondenz, Sonderdrucke und Belegstücke von Aufsätzen und Rezensionen, Würdigungen und Nachrufe nach dem Ableben Schüles sowie Erinnerungsstücke und Materialien mit Bezug auf die Familien Hebting und Binswanger.
Hervorzuheben sind die Zuschriften, die Adolf Schüle 1959 und 1960 erreichten, nachdem er in der "Juristenzeitung" Nr. 22/1959, S. 729ff. mit der Glosse "Eine Festschrift" zu der damals Carl Schmitt gewidmeten Festschrift kritisch Stellung genommen hatte und daraufhin in der Presse angegriffen worden war. Diese Zuschriften (UAT 652/1-75) wurden einzeln erfasst, wobei den Titelaufnahmen eine Praktikantenarbeit aus dem Frühjahr 1997 zugrunde liegt.
Michael Wischnath
Tübingen, den 31.3.1998
Abkürzungsverzeichnis
Art.: Artikel
Bd.: Band
Bem.: Bemerkung
Bl.: Blatt
Fasz.: Faszikel
FS: Festschrift
hs.: handschriftlich
masch.: maschinenschriftlich
NF: Neue Folge
SSt: Schriftstück(e)
UAT: Universitätsarchiv Tübingen
UBT: Universitätsbibliothek Tübingen
u.d.T: unter dem Titel
Inhalt:
Private und wissenschaftliche Korrespondenz, Kontroverse um Carl Schmitt (UAT 652/1-75, 83: 76 Nrn, 1959-1967).
Sonderdrucke, Würdigungen und Nachrufe (UAT 652/76, 81: 2 Nrn, um 1925-1968).
Erinnerungsstücke, Materialien zu den Familien Hebting und Binswanger (UAT 652/77-80: 4 Nrn, 1916-1966).
Vorbemerkung
1. Biographische Daten
Geb. 16.6.1901 Freiburg, gest. 4.5.1967 Tübingen
Verheiratet mit Anne Marie geb. Hebting (1901-1959) und mit Ilse geb. Busch verw. Hebting (geb. 1914).
1919-1923: Studium der Rechte in Freiburg, Kiel, München und Heidelberg.
1923: Dr. iur. Heidelberg.
1923-1924: Tätigkeit für die Frankfurter Zeitung als Privatsekretär ihres Londoner Korrespondenten.
1927: Eintritt in den badischen Justizdienst, Richter in Mannheim.
1927-1938: Referent für Großbritannien und das Britische Empire am Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches öffentliches und Völkerrecht in Berlin.
1931: Habilitation für Staats- und Verwaltungsrecht in Berlin, Privatdozent an der Friederich-Wilhelms-Universität und der Handeshochschule Berlin.
1938: Verzicht auf die venia legendi vermutlich im Zusammenhang mit der Herkunft seiner ersten Frau. Tätigkeit im Stickstoffsyndikat Berlin.
1945: Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Mannheim und
1947: des Groß- und Außenhandelsverbandes Baden-Württemberg.
1946: Lehrbeauftragter an der Wirtschaftshochschule Mannheim.
1947: Umhabilitiert an die Universität Heidelberg.
1948: apl. Professor.
1949: Honorarprofessor.
1951-1954: Stadtrat in Mannheim (FDP).
Träger der Schillerplakette der Stadt Mannheim.
1954: o. Prof. in Tübingen.
1957-1958: Dekan der Rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.
1955-1957: Vorsitzender der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer.
1959-1961: Stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht, bis 1966 Mitglied ihres Rates.
seit 1959: Mitglied des Kuratoriums des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches und Völkerrecht in Heidelberg und Mitherausgeber der Brunsschen Zeitschrift.
seit 1957: Ordentliches Mitglied des deutsch-französischen Saar-Schiedsgerichts.
2. Bearbeiterbericht
Die hier nachgewiesenen Unterlagen im Umfang von ca. 0,45 lfm wurden dem Universitätsarchiv im April 1995 von Frau Ilse Schüle übergeben. Es handelt sich um private und wissenschaftliche Korrespondenz, Sonderdrucke und Belegstücke von Aufsätzen und Rezensionen, Würdigungen und Nachrufe nach dem Ableben Schüles sowie Erinnerungsstücke und Materialien mit Bezug auf die Familien Hebting und Binswanger.
Hervorzuheben sind die Zuschriften, die Adolf Schüle 1959 und 1960 erreichten, nachdem er in der "Juristenzeitung" Nr. 22/1959, S. 729ff. mit der Glosse "Eine Festschrift" zu der damals Carl Schmitt gewidmeten Festschrift kritisch Stellung genommen hatte und daraufhin in der Presse angegriffen worden war. Diese Zuschriften (UAT 652/1-75) wurden einzeln erfasst, wobei den Titelaufnahmen eine Praktikantenarbeit aus dem Frühjahr 1997 zugrunde liegt.
Michael Wischnath
Tübingen, den 31.3.1998
Abkürzungsverzeichnis
Art.: Artikel
Bd.: Band
Bem.: Bemerkung
Bl.: Blatt
Fasz.: Faszikel
FS: Festschrift
hs.: handschriftlich
masch.: maschinenschriftlich
NF: Neue Folge
SSt: Schriftstück(e)
UAT: Universitätsarchiv Tübingen
UBT: Universitätsbibliothek Tübingen
u.d.T: unter dem Titel
Inhalt:
Private und wissenschaftliche Korrespondenz, Kontroverse um Carl Schmitt (UAT 652/1-75, 83: 76 Nrn, 1959-1967).
Sonderdrucke, Würdigungen und Nachrufe (UAT 652/76, 81: 2 Nrn, um 1925-1968).
Erinnerungsstücke, Materialien zu den Familien Hebting und Binswanger (UAT 652/77-80: 4 Nrn, 1916-1966).
0,45 lfm
Bestand
Nachlass
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
17.12.2025, 9:03 AM CET