Petrus Grieß, lateinischer Schulmeister zu Kreuznach (Creuznach) und kaiserlicher Notar und Schreiber, bekundet in einem Notariatsinstrument, dass vor ihm auf dem Rathaus in Kreuznach Hofrichter und Räte des Pfalzgrafen Johann [II. von Pfalz-Simmern] und des Markgrafen Philibert von Baden [-Baden] erschienen sind, die vorbrachten, dass der kurpfälzische Truchess Wolff Heylofs den Nachlass des Ludwig Wagner, "so sich selbs leiblos gemacht", allein für die Kurpfalz hatte inventarisieren lassen. Sie protestierten im Namen ihrer Fürsten gegen diese abgesonderte Inventarisierung, die einen Verstoss gegen die gemeinschaftliche Regierung darstelle, und erklärten das Vorgehen für nichtig.
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Petrus Grieß, lateinischer Schulmeister zu Kreuznach (Creuznach) und kaiserlicher Notar und Schreiber, bekundet in einem Notariatsinstrument, dass vor ihm auf dem Rathaus in Kreuznach Hofrichter und Räte des Pfalzgrafen Johann [II. von Pfalz-Simmern] und des Markgrafen Philibert von Baden [-Baden] erschienen sind, die vorbrachten, dass der kurpfälzische Truchess Wolff Heylofs den Nachlass des Ludwig Wagner, "so sich selbs leiblos gemacht", allein für die Kurpfalz hatte inventarisieren lassen. Sie protestierten im Namen ihrer Fürsten gegen diese abgesonderte Inventarisierung, die einen Verstoss gegen die gemeinschaftliche Regierung darstelle, und erklärten das Vorgehen für nichtig.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 36 P 1 Nr. 35
Q 4 n. 271 (aus: Q 3 n. 277)
-
Rheinpf. Urk. 5966
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 36 P 1 Baden: Urkunden Sponheim (Münchener Extradition)
Baden: Urkunden Sponheim (Münchener Extradition) >> Urkunden
1555 März 28 (Vff donrstag den achtvndzwenzigsten martii)
25,5 x 38 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Ausstellungsort: Kreuznach
Siegler: -
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: -
Publiziertes Regest: -
Siegler: -
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: -
Publiziertes Regest: -
Grieß, Petrus; Schulmeister, kaiserlicher Notar, Kreuznach
Heylofs, Wolf; kurpfälzischer Truchseß
Wagner, Ludwig
Bad Kreuznach KH; Urkundenausstellung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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04.04.2025, 08:14 MESZ
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