Landesweite polizeiliche Durchsuchung bei Mitgliedern, Funktionären und den Geschäftsstellen der KPD und ihrer angeschlossenen Organisationen, u. a. Antifa, RGO, KJVD, Rote Hilfe, Massenselbstschutz, Rote Sportorganisationen sowie bei Mitgliedern und Führern des illegalen RFB
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I. HA Rep. 77, St 18 Nr. 181
I. HA Rep. 77 Ministerium des Innern
Ministerium des Innern >> 09 Sonderbestände (1914 - 1945) >> 09.02 Unterlagen des preußischen Innenministeriums aus dem Parteiarchiv der SED (DDR) zur politischen Situation in Preußen (1920 - 1934) >> 09.02.02 "Preußenschlag" 1932 und "Machtübernahme" 1933 (1932 - 1934)
Juni 1932 - Feb. 1933
Enthält u .a.:
- Funksprüche über geplante Organisation der Durchsuchungsaktionen zwischen Innenminister und den beteiligten Polizeidienststellen
- Beschwerde des Friedrich Kley in Essen, wegen Rückgabe der beschlagnahmter Gegenstände, u. a. Kontounterlagen und Notizbücher
- Bericht über den Besuch der Ada Wright, deren Söhne Andy und Roy in den USA zum Tode verurteilt wurden (Scottsboro Boys), und des amerikanischen Kommunisten J. Louis Engdal
- Berichte der Landeskriminalstellen und der Polizeipräsidenten über die Ergebnisse der Durchsuchungsaktion vom 12. August 1932, u. a. die Durchsuchung des Karl-Liebknecht-Hauses und weiterer kommunistischen Hilfs- und Nebenorganisationen
- Ermittlungen über verdächtigte Personen, u. a. Erich Rogge (beteiligt am Überfall auf den Polizei-Wachtmeister Fiebig in der Frankfurter Allee); Glaser Walter Dittbender (geb. in 29.11.1891, Stettin); Schriftsteller Joseph Müller (geb. am 27.08.1883 in Scheppach); Schriftsteller und MdR Josef Schlaffer (geb. am 27.03.1891 in Kallmütz); Bezirksverbandleiter Franz Schink; Arbeiter Max Reitersleben; Kassierer Alfred Oelsner (geb. am 30.08.1879 in Greiz); Hanna Ludwig und Dr. med. Felix Boenheim (Hufeland-Hospital)
- Verzeichnis der beschlagnahmten Waffen
- Kommunistisches Propagandamaterial der Organisationen (Rundschreiben, Grundsätze, Arbeitspläne, Infomationsmaterial, Anweisungen)
- Zeitungsauschnitte.
- Funksprüche über geplante Organisation der Durchsuchungsaktionen zwischen Innenminister und den beteiligten Polizeidienststellen
- Beschwerde des Friedrich Kley in Essen, wegen Rückgabe der beschlagnahmter Gegenstände, u. a. Kontounterlagen und Notizbücher
- Bericht über den Besuch der Ada Wright, deren Söhne Andy und Roy in den USA zum Tode verurteilt wurden (Scottsboro Boys), und des amerikanischen Kommunisten J. Louis Engdal
- Berichte der Landeskriminalstellen und der Polizeipräsidenten über die Ergebnisse der Durchsuchungsaktion vom 12. August 1932, u. a. die Durchsuchung des Karl-Liebknecht-Hauses und weiterer kommunistischen Hilfs- und Nebenorganisationen
- Ermittlungen über verdächtigte Personen, u. a. Erich Rogge (beteiligt am Überfall auf den Polizei-Wachtmeister Fiebig in der Frankfurter Allee); Glaser Walter Dittbender (geb. in 29.11.1891, Stettin); Schriftsteller Joseph Müller (geb. am 27.08.1883 in Scheppach); Schriftsteller und MdR Josef Schlaffer (geb. am 27.03.1891 in Kallmütz); Bezirksverbandleiter Franz Schink; Arbeiter Max Reitersleben; Kassierer Alfred Oelsner (geb. am 30.08.1879 in Greiz); Hanna Ludwig und Dr. med. Felix Boenheim (Hufeland-Hospital)
- Verzeichnis der beschlagnahmten Waffen
- Kommunistisches Propagandamaterial der Organisationen (Rundschreiben, Grundsätze, Arbeitspläne, Infomationsmaterial, Anweisungen)
- Zeitungsauschnitte.
Archivale
Archivale gelangte aus dem Bestand/der Registratur des ehemaligen preußischen Innenministeriums in das Zentrale Parteiarchiv der SED; über das Bundesarchiv an das GStA PK abgegeben.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 13:35 MESZ
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- 09 Sonderbestände (1914 - 1945) (Gliederung)
- 09.02 Unterlagen des preußischen Innenministeriums aus dem Parteiarchiv der SED (DDR) zur politischen Situation in Preußen (1920 - 1934) (Gliederung)
- 09.02.02 "Preußenschlag" 1932 und "Machtübernahme" 1933 (1932 - 1934) (Gliederung)