Borstell, Karl Leopold Georg Ludwig von (Bestand)
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VI. HA, Nl Borstell, K. L. G. L. v.
Tektonik >> NICHTSTAATLICHE PROVENIENZEN >> Firmen, Familien und Personen >> Personen >> Militärs >> Neue Armee (Karriereschwerpunkt nach 1806/07)
Laufzeit: 1744, 1792, 1802 - 1849, 1931 - 1936 und ohne Datum
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Die Offiziersfamilie von Borstell stammt aus Schinne, einer Stadt in der Altmark, nordwestlich von Stendal. Die beiden im GStA PK verwahrten Nachlässe gehören zu Ludwig von Borstell und seinem Neffen Eduard.
Ludwig von Borstell, geb. am 30. Dezember 1773 in Tangermünde, war der dritte von vier Söhnen des preußischen Generals Hans Friedrich Heinrich von Borstell (1730-1804) und seiner Frau Charlotte von Ingersleben (1749-1815).
1788 trat von Borstell in das Kürassierregiment "von Ilow" Nr. 7 der Preußischen Armee ein. Im Jahr 1793 nahm er am Feldzug in der Pfalz teil. In der Schlacht von Pirmasens fiel sein ältester Bruder Friedrich (1770-1793), dessen Korrespondenz mit ihren Eltern in Teilen im vorliegenden Nachlass erhalten ist (Nr. 17).
Ludwig von Borstell nahm an der Schlacht von Jena teil und wurde nach dem Frieden von Tilsit Mitglied der zur Reorganisation des Heeres eingesetzten Kommission. Im Jahr 1809 zum Oberst und 1811 zum Kommandeur der pommerschen Brigade befördert, erhielt er im Jahr 1815 das Kommando des II. preußischen Armee-Korps, im Jahr 1816 wurde er Kommandierender General des I. Armee-Korps in Königsberg, 1825 des VIII. Armee-Korps in Koblenz und General der Kavallerie.
Im Mai 1840 wurde Ludwig von Borstell Mitglied des Staatsrats, im November des gleichen Jahres auch Präses der Generalordenskommission.
Er starb am 9. Mai 1844 in Berlin.
Ein erster Teil seines Nachlasses gelangte im Jahr 1925 an das damalige Preußische Geheime Staatsarchiv (Akz. 120 / 1925) und wurde von Ludwig Dehio verzeichnet. Davon musste das Archiv im Jahr 1938 einen Teil an das neue Heeresarchiv abgeben (GStA PK, I. HA Rep. 178 B Preußisches Geheimes Staatsarchiv, Nr. 471), der zusammen mit anderen Beständen des Heeresarchivs im Jahr 1945 durch Brand vernichtet wurde.
Der im Preußischen Geheimen Staatsarchiv verbliebene Teil wurde mit dem Großteil der Archivbestände ausgelagert und ab 1954 im Deutschen Zentralarchiv Abteilung Merseburg aufbewahrt; im Jahr 1993 kehrten die Bestände nach Berlin zurück.
Aus Familienbesitz erhielt das GStA PK im Jahr 2014 weitere Nachlassbestandteile (Akz. 53 / 2014, Nr. 15 - 30), die sich zumeist auf Ludwig von Borstell beziehen, aber auch andere Familienmitglieder mit einbeziehen. Daher wurde der Klassifikationspunkt "2 Familie von Borstell" eingefügt.
Letzte vergebene Nummer: 30
Der Bestand lagert derzeit im Magazin Westhafen.
Die Akten sind auf gelben Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
VI. HA, Nl Ludwig von Borstell, Nr. ...
Zitierweise:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, VI. HA, Nl Ludwig von Borstell, Nr. ...
Berlin, 4. April 2017
(Dr. Schnelling-Reinicke, ADir'in)
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Borstell, K. L. G. L. v.
Die Offiziersfamilie von Borstell stammt aus Schinne, einer Stadt in der Altmark, nordwestlich von Stendal. Die beiden im GStA PK verwahrten Nachlässe gehören zu Ludwig von Borstell und seinem Neffen Eduard.
Ludwig von Borstell, geb. am 30. Dezember 1773 in Tangermünde, war der dritte von vier Söhnen des preußischen Generals Hans Friedrich Heinrich von Borstell (1730-1804) und seiner Frau Charlotte von Ingersleben (1749-1815).
1788 trat von Borstell in das Kürassierregiment "von Ilow" Nr. 7 der Preußischen Armee ein. Im Jahr 1793 nahm er am Feldzug in der Pfalz teil. In der Schlacht von Pirmasens fiel sein ältester Bruder Friedrich (1770-1793), dessen Korrespondenz mit ihren Eltern in Teilen im vorliegenden Nachlass erhalten ist (Nr. 17).
Ludwig von Borstell nahm an der Schlacht von Jena teil und wurde nach dem Frieden von Tilsit Mitglied der zur Reorganisation des Heeres eingesetzten Kommission. Im Jahr 1809 zum Oberst und 1811 zum Kommandeur der pommerschen Brigade befördert, erhielt er im Jahr 1815 das Kommando des II. preußischen Armee-Korps, im Jahr 1816 wurde er Kommandierender General des I. Armee-Korps in Königsberg, 1825 des VIII. Armee-Korps in Koblenz und General der Kavallerie.
Im Mai 1840 wurde Ludwig von Borstell Mitglied des Staatsrats, im November des gleichen Jahres auch Präses der Generalordenskommission.
Er starb am 9. Mai 1844 in Berlin.
Ein erster Teil seines Nachlasses gelangte im Jahr 1925 an das damalige Preußische Geheime Staatsarchiv (Akz. 120 / 1925) und wurde von Ludwig Dehio verzeichnet. Davon musste das Archiv im Jahr 1938 einen Teil an das neue Heeresarchiv abgeben (GStA PK, I. HA Rep. 178 B Preußisches Geheimes Staatsarchiv, Nr. 471), der zusammen mit anderen Beständen des Heeresarchivs im Jahr 1945 durch Brand vernichtet wurde.
Der im Preußischen Geheimen Staatsarchiv verbliebene Teil wurde mit dem Großteil der Archivbestände ausgelagert und ab 1954 im Deutschen Zentralarchiv Abteilung Merseburg aufbewahrt; im Jahr 1993 kehrten die Bestände nach Berlin zurück.
Aus Familienbesitz erhielt das GStA PK im Jahr 2014 weitere Nachlassbestandteile (Akz. 53 / 2014, Nr. 15 - 30), die sich zumeist auf Ludwig von Borstell beziehen, aber auch andere Familienmitglieder mit einbeziehen. Daher wurde der Klassifikationspunkt "2 Familie von Borstell" eingefügt.
Letzte vergebene Nummer: 30
Der Bestand lagert derzeit im Magazin Westhafen.
Die Akten sind auf gelben Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
VI. HA, Nl Ludwig von Borstell, Nr. ...
Zitierweise:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, VI. HA, Nl Ludwig von Borstell, Nr. ...
Berlin, 4. April 2017
(Dr. Schnelling-Reinicke, ADir'in)
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Borstell, K. L. G. L. v.
Umfang: 0,1 lfm (31 VE); 0,1 lfm (31 VE)
Bestand
deutsch
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
19.08.2025, 12:19 PM CEST
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