Friedberg, Burg: Kaiser Karl bestätigt die von Burggraf, Baumeister und Burgmannen der Burg Friedberg ausgestellte, wörtlich inserierte Urkunde über ihre auf sein und das Gebot der sieben Kurfürsten in deren Gegenwart erfolgte Huldigung für seinen Sohn Wenzel, König von Böhmen, als Römischen König [= in Nr. 27, 1376 Juni 25].
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27
B 5 Urkunden der Burg Friedberg
Urkunden der Burg Friedberg >> Urkunden
1376 Juli 8, Aachen
Ausf., Perg. (22 x 29,5 cm), anh. Siegel mit Rücksiegel, recht gut erh.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: "Der geben ist zu Ache nach Crists geburt dreiczehenhundert jar dornach in dem sechsvndsibenczigstem jare des nehsten Dynstages vor sante margrethen tage, vns(er)e reiche in dem dreissigstem vnd des keis(er)tums in dem zweyvndczwenczigstem jare"
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: TRANSKRIPTION: "Wir Karl von Gotes gnaden romischer keiser zu allen zeiten merer des reiches vnd kunig zu Beheim, Bekennen vnd tun kunt offenlichen mit disem brieve, allen den die yn sehen oder horen lesen, Das der burggrafe, buwmeister vnd Burgmanne zu Fridberg vns(er)e vnd des reiches lieben getrewen von vns(er)m gebote vnd geheisse vnd auch des heiligen reichs kurfursten vnd in gegenwortikeit siben kurfursten gelobt haben vnd gehuldet dem durchleuchtige(n) Wenczlawe kunige zu Beheim vns(er)m sone, yn für einen romischen kunig zu halden mit sulchen worten des wir iren offenen brieff haben der von worte zu worte hernach geschriben stet, Wir der burggrefe, buwmeister vnd burgmanne zu Fridberg dun kunt allen den die disen brieff sehent oder horent lesen, das wir von geheisse des allerdurchleuchtigsten fursten und herren, hern Karls romischen keis(er)s zu allen zeiten merer des reiches vnd kuniges zu Beheim vns(ers) lieben gnedigen herren vnd mit wissen vnd willen aller kurfursten des heiligen reiches mit guten trewen gelobt han vnd lerplichen zu den heiligen gesworn dem allerdurchleuchtigstem fursten und herren, hern Wenczlawen gekornem romischen kunige vnd kunige zu Beheim yn fur einen romischen kunig zu halten vnd zu haben alle vns(er)e vnd seine lebetage. Vnd wann der obgenannte vns(er) herre der keis(er) von todes wegen abeget das Got ......"
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: R(egistra)ta Wilhelmus Kortelangen
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: KV: De mandato domini Imperatoris Nicolaus Camericensis, prepositus
Vermerke (Urkunde): Siegler: Beglaubigt ist die Urkunde durch das in der Corroboratio angekündigte Majestätssiegel Kaiser Karls IV. (vnser keis(er)lichen maiestat Ingesigle), das er 1355 unmittelbar nach seiner Krönung annahm. In der Bildgestaltung orientiert sich das Siegel (d = 100 mm) am entsprechenden Exemplar Kaiser Ludwigs des Bayern. Dabei ist es allerdings das erste deutsche Kaisersiegel, auf dem die Umschrift "Karolus Quartus Divina Favente Clemencia Romanor(um) Imperator Semper Augustus et Boemie Rex" nicht in kapitaler oder unzialer Schriftform, sondern in gotischer Minuskel ausgeführt ist. Literatur zum Siegel: Otto POSSE, Die Siegel der deutschen Kaiser und Könige, Bd. 2, Dresden 1910, Tf. 3 Abb. 4 und 5; Wilhelm VOLKERT, Die Siegel Karls IV., in: Ferdinand SEIBT (Hrsg.), Kaiser Karl IV., Staatsmann und Mäzen, 2. Aufl., München 1978, S. 308–312, hier S. 310 mit Abb.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: REGESTA IMPERII, Bd. VIII, Innsbruck 1877, Nr. 5641, S. 471; Thomas SCHILP, Die Reichsburg Burg Friedberg im Mittelalter, Marburg 1987, Nr. 418, S. 163–164
Vermerke (Urkunde): Literatur: Richard LIES, Die Wahl Wenzels zum Römischen Könige in ihrem Verhältnis zur Goldenen Bulle, in: Historische Vierteljahrschrift 26 (1931), S. 47–95; Wilhelm KLARE, Die Wahl Wenzels von Luxemburg zum römischen König 1376, Münster u. a. 1990
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: TRANSKRIPTION: "Wir Karl von Gotes gnaden romischer keiser zu allen zeiten merer des reiches vnd kunig zu Beheim, Bekennen vnd tun kunt offenlichen mit disem brieve, allen den die yn sehen oder horen lesen, Das der burggrafe, buwmeister vnd Burgmanne zu Fridberg vns(er)e vnd des reiches lieben getrewen von vns(er)m gebote vnd geheisse vnd auch des heiligen reichs kurfursten vnd in gegenwortikeit siben kurfursten gelobt haben vnd gehuldet dem durchleuchtige(n) Wenczlawe kunige zu Beheim vns(er)m sone, yn für einen romischen kunig zu halden mit sulchen worten des wir iren offenen brieff haben der von worte zu worte hernach geschriben stet, Wir der burggrefe, buwmeister vnd burgmanne zu Fridberg dun kunt allen den die disen brieff sehent oder horent lesen, das wir von geheisse des allerdurchleuchtigsten fursten und herren, hern Karls romischen keis(er)s zu allen zeiten merer des reiches vnd kuniges zu Beheim vns(ers) lieben gnedigen herren vnd mit wissen vnd willen aller kurfursten des heiligen reiches mit guten trewen gelobt han vnd lerplichen zu den heiligen gesworn dem allerdurchleuchtigstem fursten und herren, hern Wenczlawen gekornem romischen kunige vnd kunige zu Beheim yn fur einen romischen kunig zu halten vnd zu haben alle vns(er)e vnd seine lebetage. Vnd wann der obgenannte vns(er) herre der keis(er) von todes wegen abeget das Got ......"
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: R(egistra)ta Wilhelmus Kortelangen
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: KV: De mandato domini Imperatoris Nicolaus Camericensis, prepositus
Vermerke (Urkunde): Siegler: Beglaubigt ist die Urkunde durch das in der Corroboratio angekündigte Majestätssiegel Kaiser Karls IV. (vnser keis(er)lichen maiestat Ingesigle), das er 1355 unmittelbar nach seiner Krönung annahm. In der Bildgestaltung orientiert sich das Siegel (d = 100 mm) am entsprechenden Exemplar Kaiser Ludwigs des Bayern. Dabei ist es allerdings das erste deutsche Kaisersiegel, auf dem die Umschrift "Karolus Quartus Divina Favente Clemencia Romanor(um) Imperator Semper Augustus et Boemie Rex" nicht in kapitaler oder unzialer Schriftform, sondern in gotischer Minuskel ausgeführt ist. Literatur zum Siegel: Otto POSSE, Die Siegel der deutschen Kaiser und Könige, Bd. 2, Dresden 1910, Tf. 3 Abb. 4 und 5; Wilhelm VOLKERT, Die Siegel Karls IV., in: Ferdinand SEIBT (Hrsg.), Kaiser Karl IV., Staatsmann und Mäzen, 2. Aufl., München 1978, S. 308–312, hier S. 310 mit Abb.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: REGESTA IMPERII, Bd. VIII, Innsbruck 1877, Nr. 5641, S. 471; Thomas SCHILP, Die Reichsburg Burg Friedberg im Mittelalter, Marburg 1987, Nr. 418, S. 163–164
Vermerke (Urkunde): Literatur: Richard LIES, Die Wahl Wenzels zum Römischen Könige in ihrem Verhältnis zur Goldenen Bulle, in: Historische Vierteljahrschrift 26 (1931), S. 47–95; Wilhelm KLARE, Die Wahl Wenzels von Luxemburg zum römischen König 1376, Münster u. a. 1990
Hintergrund der Urkundenausfertigung war die bereits am 10. Juni 1376 in Frankfurt a. M. erfolgte Wahl Wenzels zum "Rex Romanorum" und die daraufhin am 6. Juli 1376 vom Kölner Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden in der Aachener Pfalzkirche vorgenommene Königskrönung. Nur gut 14 Tage nach der Wahl hatten die Vertreter der Reichsburg Friedberg – in Gegenwart der sieben Kurfürsten ("in gegenwortikeit siben kurfursten") – dem "gekornem romischen kunige" Wenzel ihre Huldigung dargebracht. Dabei schworen sie, ihn für einen rechten römischen König zu halten und nach dem Tod seines Vaters als alleinigen König und zukünftigen Kaiser "gehorsam und vorbunden [zu] sein".
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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01.07.2025, 1:40 PM CEST
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