Peter Bosch zu Hasenweiler und Ehefrau Barbara Keslerin bekennen, daß Wilhelm Gremlich von Jungingen zu Hasenweiler und Bettenreute, fürstlich konstanzischer Erbkämmerer, ihnen auf Lebenszeit ein Gut in Hasenweiler verliehen hat. Dazu gehören Haus und Garten oben im Dorf genannt des Pfefflins Haus sowie das "hampfbaindle" zu Oberdorf samt den 3 Jucharten Acker, in jedem Esch 1 Juchart. Die Beliehenen müssen das Gütlein in gutem Zustand halten und persönlich bewirtschaften. Sie dürfen nichts entfremden, nur eine Feuerstelle unterhalten und keine Hausleute aufnehmen. Holz wird ihnen nach Bedarf von den Amtleuten zugeteilt. Eichen und andere fruchttragende ("berende") Bäume dürfen sie nicht fällen. Jährlich entrichten sie zu Martini bzw. den üblichen Zeiten je 1 Scheffel Vesen und Hafer sowie 2 lb d an Geld in Ravensburger Maß und Währung, ferner 2 Hennen, 4 Hühner, 40 Eier. Sie leisten Frondienste und Botenläufe, dürfen sich auch nicht aus den Gerichten des Junkers "abschweif" machen oder fremden Schutz und Schirm annehmen. In Kriegs- und Feuersnot helfen sie dem Junker, schützen auch das Schloß Hasenweiler, wie es fromme und leibeigene Leute ihrem Hals- und Lehenherrn gegenüber tun müssen. Bei Tod oder Verstoß gegen die Leihebedingungen fällt das Gut heim. Das Getreide wird dann ausgedroschen und mit der dritten Garbe sowie Stroh, Heu, Mist und Mistrichte auf dem Gut belassen. Anspruch auf Aufwendungsersatz besteht nicht.
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Peter Bosch zu Hasenweiler und Ehefrau Barbara Keslerin bekennen, daß Wilhelm Gremlich von Jungingen zu Hasenweiler und Bettenreute, fürstlich konstanzischer Erbkämmerer, ihnen auf Lebenszeit ein Gut in Hasenweiler verliehen hat. Dazu gehören Haus und Garten oben im Dorf genannt des Pfefflins Haus sowie das "hampfbaindle" zu Oberdorf samt den 3 Jucharten Acker, in jedem Esch 1 Juchart. Die Beliehenen müssen das Gütlein in gutem Zustand halten und persönlich bewirtschaften. Sie dürfen nichts entfremden, nur eine Feuerstelle unterhalten und keine Hausleute aufnehmen. Holz wird ihnen nach Bedarf von den Amtleuten zugeteilt. Eichen und andere fruchttragende ("berende") Bäume dürfen sie nicht fällen. Jährlich entrichten sie zu Martini bzw. den üblichen Zeiten je 1 Scheffel Vesen und Hafer sowie 2 lb d an Geld in Ravensburger Maß und Währung, ferner 2 Hennen, 4 Hühner, 40 Eier. Sie leisten Frondienste und Botenläufe, dürfen sich auch nicht aus den Gerichten des Junkers "abschweif" machen oder fremden Schutz und Schirm annehmen. In Kriegs- und Feuersnot helfen sie dem Junker, schützen auch das Schloß Hasenweiler, wie es fromme und leibeigene Leute ihrem Hals- und Lehenherrn gegenüber tun müssen. Bei Tod oder Verstoß gegen die Leihebedingungen fällt das Gut heim. Das Getreide wird dann ausgedroschen und mit der dritten Garbe sowie Stroh, Heu, Mist und Mistrichte auf dem Gut belassen. Anspruch auf Aufwendungsersatz besteht nicht.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I U 1570
fasc. 044 1/3 n. 40
B 522 II U 1485
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I >> Urkunden
1590 Juli 21 (den ainundzwaintzigisten monats tag Julii)
25,8 x 65,4 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Schaden: Pergament fleckig
Aussteller: Peter Bosch zu Hasenweiler und Ehefrau Barbara Keslerin
Empfänger: Wilhelm Gremlich von Jungingen zu Hasenweiler und Bettenreute, fürstlich konstanzischer Erbkämmerer
Siegler: Samuel Keck d.J., Spitalschreiber zu Ravensburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Aussteller: Peter Bosch zu Hasenweiler und Ehefrau Barbara Keslerin
Empfänger: Wilhelm Gremlich von Jungingen zu Hasenweiler und Bettenreute, fürstlich konstanzischer Erbkämmerer
Siegler: Samuel Keck d.J., Spitalschreiber zu Ravensburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Bosch, Peter
Gremlich von Jungingen, Wilhelm
Keck, Samuel d.J., Spitalschreiber
Kesler, Barbara
Pfefflin
Bettenreute, Staatsdomäne : Fronhofen, Fronreute RV; Einwohner
Hasenweiler : Horgenzell RV
Hasenweiler : Horgenzell RV; Einwohner
Hasenweiler : Horgenzell RV; Schloss
Oberdorf : Hasenweiler, Horgenzell RV
Ravensburg RV; Heiliggeistspital, Schreiber
Ravensburg RV; Maß
Ravensburg RV; Währung
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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