Schindlers Koffer in Jerusalem
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 3/003 D003202/103
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 3/003 Hörfunksendungen des SWR aus dem Jahre 2000
Hörfunksendungen des SWR aus dem Jahre 2000 >> Februar 2000
Freitag, 25. Februar 2000
Der Industrielle Oskar Schindler rettete während des Zweiten Weltkrieges in Krakau 1200 Juden das Leben. Nach 1945 waren sie es, die ihn unterstützten und die versuchten, in Israel und Deutschland die offizielle Anerkennung seiner Taten zu erreichen. Für diese Freundschaft zu einem Deutschen wurden sie in Israel ausgegrenzt und mussten sich rechtfertigen. 1962 besuchte Schindler erstmals Israel zum ersten Mal und wurde dann doch - vor allem vor dem Hintergrund der zeitgleichen Hinrichtung Adolf Eichmanns - als positives Gegenbeispiel gelobt und offiziell geehrt. Die höchsten Weihen wurden ihm aber verwehrt, da der Vorwurf, er habe mit den Nazis kooperiert, nicht verstummte. So blieb sein Verhältnis zu Israel, wie auch das zu Deutschland, gespalten.
SWR 2
0:28:00; 0'28
Audio-Visuelle Medien
Bejski, Moshe
Kastner, Rudolf
Klavy, Ari
Pemper, Mieczyslaw ¿Mietek¿; deutsch-polnischer KZ-Häftling im KZ Plaszow, 1920-2011
Schindler, Oskar
Jerusalem [IL]
Krakau (Kraków), Woiw. Kleinpolen [PL]
Ehrung
Juden
Nationalsozialismus; Judenverfolgung
Zweiter Weltkrieg
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:31 MEZ
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