Testament der Prinzessin Anna Johanna von Württemberg d.d. Neuenstadt am Kocher 16. Oktober 1678 mit den Unterschriften und den aufgedrückten Siegeln der Prinzessin und 7 Zeugen
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, G 96 Bü 1
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, G 96 Prinzessin Anna Johanna (1619-1679)
Prinzessin Anna Johanna (1619-1679) >> Unterlagen zu Prinzessin Anna Johanna von Württemberg
1678-1679
Enthält:
- Original: 2 Exemplare, das eine derselben kam nach dem alten Reg. fürstl. Testamente p. 3 im Jahre 1820 vom Aktendepot in das Archiv und ist wohl dasselbe Exemplar, welches nach 2 beiliegenden Aktenstücken den 9. Dec. 1678 dahier abgegeben und im Mai 1679 von da wieder extradirt worden war; das andere, noch verschlossene, war im Landschaftsarchiv aufbewahrt gewesen nach 2 beiliegenden Aktenstücken und kam von da nach dem gen. Reg. im Jahre 1823 in das Archiv.
Das Testament enthält folgende Bestimmungen in Bezug auf Wertgegenstände aus dem Nachlass: Anna Johanna legiert an ihren Großneffen Eberhard Ludwig ihr Himmelbett samt Tischdecke, Sesselkissen sowie eine diamantbesetztes Medaillon ("Contrefait-Schachtel") (§ 4), an ihren Neffen Herzogadministrator Friedrich Karl ihren Hof bei Winnenden, Imsweiler Hof genannt, mit allem Zubehör (§ 5); ihrer Base Faustina Marianna zwei Perlenketten sowie ein Medaillon, ein Paar Ohrgehänge und eine Haarnadel mit Rubinen (§ 6), ihr Nachtzeug, Spitzen und andere Kleidungsstücke, einen silbervergoldeten Trinkbecher, ihr Eßbesteck und eine vergoldete Suppenschüssel an ihre Jungfer Dorothea Juliane von Gotzheim (§ 8), weitere Textilien und Silberlöffel an diverse Dienerinnen (§ 9). Von ihrer übrigen Verlassenschaft soll die eine Hälfte ihr Bruder Herzog Friedrich, die andere Hälfte ihre Schwestern Herzogin Sybilla, Herzogin Antonia erhalten - diese drei Geschwister sollen die Haupterben sein (§ 7).
- Dabei befindet sich das unvollständige Concept eines Diariums über die Testamentspublication, von 1679
- Original: 2 Exemplare, das eine derselben kam nach dem alten Reg. fürstl. Testamente p. 3 im Jahre 1820 vom Aktendepot in das Archiv und ist wohl dasselbe Exemplar, welches nach 2 beiliegenden Aktenstücken den 9. Dec. 1678 dahier abgegeben und im Mai 1679 von da wieder extradirt worden war; das andere, noch verschlossene, war im Landschaftsarchiv aufbewahrt gewesen nach 2 beiliegenden Aktenstücken und kam von da nach dem gen. Reg. im Jahre 1823 in das Archiv.
Das Testament enthält folgende Bestimmungen in Bezug auf Wertgegenstände aus dem Nachlass: Anna Johanna legiert an ihren Großneffen Eberhard Ludwig ihr Himmelbett samt Tischdecke, Sesselkissen sowie eine diamantbesetztes Medaillon ("Contrefait-Schachtel") (§ 4), an ihren Neffen Herzogadministrator Friedrich Karl ihren Hof bei Winnenden, Imsweiler Hof genannt, mit allem Zubehör (§ 5); ihrer Base Faustina Marianna zwei Perlenketten sowie ein Medaillon, ein Paar Ohrgehänge und eine Haarnadel mit Rubinen (§ 6), ihr Nachtzeug, Spitzen und andere Kleidungsstücke, einen silbervergoldeten Trinkbecher, ihr Eßbesteck und eine vergoldete Suppenschüssel an ihre Jungfer Dorothea Juliane von Gotzheim (§ 8), weitere Textilien und Silberlöffel an diverse Dienerinnen (§ 9). Von ihrer übrigen Verlassenschaft soll die eine Hälfte ihr Bruder Herzog Friedrich, die andere Hälfte ihre Schwestern Herzogin Sybilla, Herzogin Antonia erhalten - diese drei Geschwister sollen die Haupterben sein (§ 7).
- Dabei befindet sich das unvollständige Concept eines Diariums über die Testamentspublication, von 1679
Archivale
Gotzheim, Juliane von
Württemberg, Friedrich Karl; Herzogadministrator, 1652-1698
Württembergische Kunstkammer; Besteck
Württembergische Kunstkammer; Edles Metall
Württembergische Kunstkammer; Geschirr
Württembergische Kunstkammer; Schmuck, Accessoires, Bekleidung
Württembergische Kunstkammer; Stein, Edelstein
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:22 MEZ
Hierarchie
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